Der Bratan durchschreitet eine emotionale Talsohle – und wirkt dabei glaubwürdiger als Samra.

Berlin (dol) - "Leute, ich hab' Hunger, aber alles schmeckt nach Sand. Und ich hab' mit mir selber ein Problem." In seinem Video "Die Wahrheit Ist Kein Hit" setzt sich Capital Bra mit der Kehrseite des kommerziellen Erfolgs auseinander: "Sie denken, ich wär' reich, doch ich fühl' mich so arm". Dabei schlägt er sich deutlich besser als sein Rap-Kollege Samra im selbstmitleidigen "Star". Insbesondere die negativen Auswirkungen auf sein Familienleben vermittelt er glaubhaft: "Ich bin draußen, verdiene Million'. Dafür verpass' ich den ersten Schritt von meinem Sohn".

Das zugegebenermaßen sehr auf der Klaviatur der Klischees spielende Musikvideo entstand unter der Regie von Heiko Hammer. Eingetaucht in Schwarz-Weiß-Bildern betrinkt sich Capital Bra darin vor dem lodernden Kamin. Hammer zeichnete zuletzt bereits für "Nicht Verdient" mit Loredana, "Komm Komm", "Andere Welt" mit Clueso und KC Rebell, "Frühstück In Paris" mit Cro und "Makarov Komplex II" verantwortlich.

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