Das Opfer des brutalen Übergriffs schwebt nicht länger in Lebensgefahr. Bushido muss trotzdem im Fall eines Schuldspruchs mit ein bis fünf Jahren Haft rechnen.

Linz (mma) - Von wegen guter Junge. Auch fast eine Woche nach dem von mehreren Augenzeugen beobachteten Angriff auf einen 19-jährigen Linzer zeigt Bushido keine Reue. Statt dessen beschäftigt der Berliner Rapper, der aufgrund des Verdachts auf 'absichtliche schwere Körperverletzung' in Österreich in Untersuchungshaft sitzt, mittlerweile fünf Anwälte. Die sollen seine Sicht des Tatvorgangs plausibel machen. Nach wie vor gibt Bushido vor, angegriffen worden zu sein und aus reiner Notwehr gehandelt zu haben. Gegen die Haft selbst (wegen akuter 'Tatbegehungs- und Fluchtgefahr') hat er aber bisher keine Beschwerde eingelegt.

Das Opfer der brutalen Attacke ist inzwischen außer Lebensgefahr, nachdem man zuvor ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, eine Schädelfraktur und eine Gehirnblutung diagnostiziert hatte. Sechs Tage lag Dominik P. auf der Intensivstation eines Linzer Spitals, nun wurde er in die Neurologie verlegt. Der behandelnde Arzt sieht in den Oberösterreichischen Nachrichten gute Chancen, "dass der Patient keine bleibenden Schäden haben wird."

Bushido soll den 19-Jährigen nach einem Konzertbesuch gemeinsam mit zwei Leibwächtern zusammengeschlagen haben - aus der fälschlichen Annahme heraus, der Linzer hätte die Autoreifen des Berliners zerstört. Wie die Mutter des Opfers berichtet, sei der wahre Täter unterdessen ausgemacht, Details könne sie aber in Hinblick auf ein möglicherweise anhängiges Gerichtsverfahren nicht preisgeben.

Momentan erstellt die Linzer Staatsanwaltschaft ein Gutachten zu den Vorfällen des 3. August. Es soll in vier bis sechs Wochen vollständig sein. Am 17. August entscheidet sich zunächst, ob Bushidos Inhaftierung bis zur Fertigstellung des Gutachtens andauern wird.

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