Der Boss ist wütend: Ein Online-Ticketanbieter bot Konzertkarten zu überhöhten Preisen an. Nebenbei warnt Bruce Springsteen vor drohenden Monopolzustände auf dem US-Ticketmarkt.

Newark (ebi) - Bruce Springsteen liegt im Clinch mit einem US-Online-Ticketanbieter. Ticketmaster verkaufte am Montag Eintrittskarten für die zwei Springsteen-Konzerte in New Jersey im Mai nicht direkt, sondern leitete Fans zur Tochterfirma TicketsNow, einer Ticketbörse, weiter. Dort wurden die Billets dann für das drei- oder vierfache des ursprünglichen Preises gehandelt.

"Es gibt Gerüchte, dass manche Künstler oder Manager von den Ticketmaster-Praktiken profitieren. Wir tun das nicht und sind genauso irritiert wie ihr!", stellte Springsteen in einem offenen Brief auf seiner Website klar. Der Anbieter entschuldigte sich mittlerweile beim Boss und löschte alle Umleitungen.

Wider einem Monopol auf dem US-Ticketmarkt

Im selben Schreiben warnt Springsteen zudem vor Monopoltendenzen auf dem US-Ticketmarkt, die seiner Ansicht nach faire Eintrittspreise in Zukunft verhindern könnten: "Mehrere Medien berichten von einer Allianz zwischen Ticketmaster und LiveNation. Das würde die momentane Situation für Fans noch verschlechtern. Wir sind gegen ein solches Monopol, und wenn ihr auch dagegen seid, teilt dies euren Abgeordneten mit."

Die Generalstaatanwaltschaft in New Jersey prüft nun aufgrund von Userbeschwerden, ob Ticketmaster im Falle der beiden Springsteen-Gigs gegen den Verbraucherschutz verstoßen hat.

Fotos

Bruce Springsteen

Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Bruce Springsteen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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21 Kommentare

  • Vor 12 Jahren

    @laut.de (« Klinsch »):

    Aua.

    Das ist noch NICHT eingedeutscht. Es heisst "Clinch". Ist denn ein Blick in den Duden zu viel verlangt? :angry:

  • Vor 12 Jahren

    Es muss endlich auch in Deutschland mal etwas passieren, um dies Konzertabzocke zu beenden.
    Es kann ja nicht sein, dass all die namhaften Künstler und Bnds innerhalb von Minuten ausverkauft sind, dann aber "Minuten später" hunderte von Tickets über Ebay oder sonstige Plattformen auf denen der Schwarhandel blüht, zu drastisch überhöhten Preisen angeboten werden.
    Es würde mich nicht wundern, wenn hier die Konzertagenturen und der ein oder andere Künsler auch noch kräftig mitverdienen.
    Wo sind die Künstler mit Rückrat die sich gegen eine solche Abzocke stark machen?
    Wo sind die Musikfans mit Hirn, die solche überhöhte Preise nicht mehr bezahlen?

  • Vor 12 Jahren

    Ist doch aber dann wunderlich dass ein Großteil der auf Ebay angebotenen Tickets for Ivents, Veranstaltungen, Konzerte u.ä UNTER dem Normalpreis angeboten werden...und nicht nur Last Minute Angebote und zurückgegebene Karten! Klar werden für Sehr gefragte und berühmte Künstler, Musiker, Konzerte und Ivents die Preise florieren sobald alle ausverkauft sind doch man soll bitte nicht außer Acht lassen dass bei weniger bekannten auch genau das Gegenteil der Fall ist

  • Vor 12 Jahren

    Beispiel : Steve Winwood Konzerte kosteten die letzten Jahre, egal ob BRD, England oder USA um die 30 - 35 €, dieses Jahr sind die ersten für ca. 40 € angekündigt. Dabei waren das Venues für 1000 bis 2000 Leute.

    Wenn ich jetzt sehe dass man für Winwood und Eric Clapton im MSG in NY 250 $ bezahlt hat, dann frage ich mich:

    Muss ich damit die Yacht von EC finanzieren ? Die soll ja ca 5 Mio gekostet haben.

  • Vor 9 Jahren

    Ich schwimm mit Bodennebel:
    Ich dachte, in diesem Leben auch nochmal die eine oder andere der großen Bands live zu sehen. Aber bei den Preisen steig ich aus. Da kauf ich mir lieber 'ne Live-DVD. Da komm ich viel billiger und hab einen Platz in der ersten Reihe.
    Eine Utopie: Stell Dir vor, die Stones (oder wer auch immer von den Mega-Absahnern) spielen, und keiner geht hin. Aber es gibt offenbar zu viele Fans mit zu viel Geld.

  • Vor 9 Jahren

    Ich schwimm mit Bodennebel:
    Ich dachte, in diesem Leben auch nochmal die eine oder andere der großen Bands live zu sehen. Aber bei den Preisen steig ich aus. Da kauf ich mir lieber 'ne Live-DVD. Da komm ich viel billiger und hab einen Platz in der ersten Reihe.
    Eine Utopie: Stell Dir vor, die Stones (oder wer auch immer von den Mega-Absahnern) spielen, und keiner geht hin. Aber es gibt offenbar zu viele Fans mit zu viel Geld.