Die Grünenfraktion des Deutschen Bundestages fordert von der Regierung eine Indizierung von Reggae-Musikern, die offen zur Gewalt gegen Homosexuelle auffordern.

Berlin (alc) - Die Bundesregierung lässt derzeit prüfen, ob Songs von jamaikanischen Reggaestars wie Elephant Man, TOK, Bounty Killer und Buju Banton auf den Index kommen. Die Prüfung geht auf eine Initiative der Grünen im Deutschen Bundestag zurück.

Vor allem deren menschenrechtspolitischer Sprecher Volker Beck macht sich seit geraumer Zeit für ein Auftrittsverbot homophober Musiker stark. Außerdem will Beck, der selbst in einer homosexuellen Beziehung lebt, erreichen, dass die Musik der jeweiligen Musiker in Deutschland nicht mehr vertrieben werden darf. Der Staatsanwaltschaft Berlin liegt derzeit eine Klage gegen Amazon vor.

"Wer in Jamaika zu Gewalt aufruft, soll in Deutschland kein Geld mit seiner Musik verdienen. Soviel Solidarität können die Lesben und Schwulen dort schon von uns erwarten", so Beck wörtlich.

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Beenie Man

Beenie Man,  | © LAUT AG (Fotograf: Joachim Gauger) Beenie Man,  | © LAUT AG (Fotograf: Joachim Gauger) Beenie Man,  | © LAUT AG (Fotograf: Joachim Gauger) Beenie Man,  | © LAUT AG (Fotograf: Joachim Gauger) Beenie Man,  | © LAUT AG (Fotograf: Joachim Gauger) Beenie Man,  | © LAUT AG (Fotograf: Joachim Gauger) Beenie Man,  | © LAUT AG (Fotograf: Joachim Gauger) Beenie Man,  | © LAUT AG (Fotograf: Joachim Gauger)

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laut.de-Porträt Bounty Killer

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97 Kommentare

  • Vor 10 Jahren

    da kommt demnächst die biografie

  • Vor 10 Jahren

    hochproblematische zielrichtung von herrn beck und der regierung.

    sofern man hier mal von konkreten musikalischen beispielen gesprochen hätte bzw, diese zu indizieren bei erkennbarer volksverhetzung, welche nicht dem niveau unseres landes entspricht, im einzelfall evtl ok.

    aber:

    hier komplett den ganzen menschen in seiner eigenschaft als künstler bzw dessen gesamtes werk in vergangenheit und zukunft zu verbieten, halte ich für rechtlich hochproblematisch (verfassungsfeindlich) und politisch schon den ansatz für kritikwürdig.

    zumindest all jenes output, welches eben weder aufwiegelnder noch verhetzender qualität ist, sollte bzw muß weiterhin frei erhältlich sein.

    ganz abgesehen davon, daß es ohnehin großer unsinn ist, hier amazon in die sippenhaft nehmen zu wollen.

    herr kollege volljurist beck:

    6!! setzen!

    please try again!

  • Vor 10 Jahren

    zum xten Mal aufgewärmte Scheisse, die auch durch permanentes Wiederholen seitens der Grünen/Volker Beck in der Sache nicht zutrifft.

    Organisierte Schwule brauchen halt ein Feindbild :boring:

  • Vor 10 Jahren

    Kleiner Tipp: Nimm beide, kassier' dein Honorar doppelt! :lol:

  • Vor 10 Jahren

    Da diese Diskussion ja nun weitestgehend beendet ist hab ich die Punkte auf die wir uns geeinigt hatten noch mal zusammengefaßt.

    1. Jede Aussage hat ihren Kontext in dem sie betrachtet werden muß. Menschen die Mitdenken nehmen es als Zeitdokument einer Kultur wahr alle anderen lassen es bleiben.
    2. Über den tatsächlichen Aussagewert läßt sich streiten(Patois klopf, klopf)
    3. Falls der Empfängerhorizont Beschränkt ist soll das nich unser Problem sein

    Fazit: Das is Musik für Leute ohne Stock/Schwanz im Arsch.
    Spätestens nach den Songtexten sollte das doch jedem klar sein. :D

  • Vor 8 Jahren

    ich glaub, wenn die diese texte auf den index setzen dann werd ich dagegen klagen. sie müssten dann nämlich auch die bibel auf den index setzen, ich zitiere:
    3Mo 20,13 "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen."
    mit andern worten: seht ihr 2 schwule, müsst ihr beide auf der stelle töten;)
    dann sollen sie mal bitte versuchen eine religion zu verbieten.