Die Sängerin kennt es nur zu gut, ständig beobachtet und beurteilt zu werden. Im Video "Not My Responsibility" wirft sie wichtige Fragen auf.

Los Angeles (dük) - In einem Interview mit der BBC hatte Billie Eilish bereits im Februar erzählt, sie habe komplett aufgehört, Instagram-Kommentare zu lesen. "Es hat mein Leben ruiniert... mal wieder", sagte sie und teilt mittlerweile nur noch alle paar Wochen neue Beiträge auf der Plattform. Nun macht sie auch auf künstlerische Art auf das Problem aufmerksam. In dem Kurzfilm, der eigentlich für ihre Tour gedacht war, geht es um Bodyshaming, Schönheitsideale und das ständige Urteilen über Aussehen und Kleidung.

Eigentlich wollte Eilish den Kurzfilm mit dem Titel "Not My Responsibility" all ihren Fans bei ihren Konzerten zeigen, aber aus bekannten Gründen musste sie die "Where Do We Go?"-Tour verschieben. Im Video ist die Künstlerin in einem komplett schwarzen Hintergrund zu sehen, wie sie sich langsam Hoodie und Oberteil auszieht, in eine dunklen Masse abtaucht und schließlich gar nicht mehr sichtbar ist.

Untermalt von Ambient-artigen Klängen stellt Eilish dem Zuschauer bzw. der Öffentlichkeit zahlreiche kritische Fragen: "Hättet ihr mich gern schmaler? Schwächer? Weicher? Größer? Wär's euch lieber, wenn ich still bin? Provozieren euch meine Schultern? Meine Brust? Meine Hüften? Der Körper, in dem ich geboren bin: Ist er nicht das, was ihr wollt?".

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i miss everything... hope everyones hanging in there

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Als eines ihrer Markenzeichen gilt auch Billie Eilishs Kleidungsstil. In Interviews und bei Auftritten ist sie häufig in weiten, lässigen Klamotten zu sehen. Auch diesbezügliche Kritik griff sie im Kurzvideo auf: "Wenn ich das trage, was ich bequem finde, bin ich keine Frau mehr. Wenn ich die Hüllen fallen lasse, bin ich eine Schlampe".

Bodyshaming ist ein Problem, dem nicht nur Frauen ausgesetzt sind, die in der Öffentlichkeit stehen. Obwohl die fünffache Grammy-Gewinnerin im Text die Pronomen "me" und "I" verwendet, können sich wohl zahlreiche vor allem junge Frauen, die Instagram und andere Social Media-Plattformen nutzen, mit Eilishs Problemen identifizieren: "Obwohl ihr meinen Körper nie gesehen habt, bewertet ihr ihn und bewertet mich. Warum?", fragt sie und schließt den Kurzfilm mit folgenden Worten ab: "Basiert mein Wert einzig und allein auf eurer Wahrnehmung oder ist eure Meinung über mich überhaupt nicht meine Verantwortung?".

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Billie Eilish

Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Billie Eilish,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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10 Kommentare mit 35 Antworten

  • Vor einem Monat

    Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

  • Vor einem Monat

    Da wird doch heimlich schon der Imagewechsel eingeleitet. Ich prophezeie euch, 2022 sitzt die Lillie Bayrisch nackig auf der Abrissbirne und gibt sie sich als selbstbewusste Künstlerin, die sich fulminant vom Korsett aller Hater befreit hat und nun endlich eine selbstbestimmte Frau ist. Zur Bestätigung dieser schmetterlingshaften Verwandlung folgen Achselhaare, Wildpinkeleien auf Gehwegen, ein Fotoshooting mit Terry Richardson und eine eigene Make-Up Marke, die natürlich auf keinen Fall antifeministisch ist. Dürfte bekannter Stoff sein, oder?

    Aus jedem Kinderstar bricht irgendwann dieses Consciousness-Getue heraus, und immer ist es eine Gelddruckmaschine fürs Management und eine spätpubertäre Rebellion für den Star selbst. Dem Star gibt das Management das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben, einen Beitrag zu leisten, und die Zielgruppe fühlt sich angenommen und kauft noch freudiger.

    • Vor einem Monat

      Genau so ist es. Irgendwann wird halt gebitchet. Siehe Lena. Das hält doch keine lange aus, auf diese Anerkennung und Gottesanbetungen der Pimmelritter zu verzichten. Grundsätzlich sind die Dinger aber durchaus solide. Bin positiv überrascht.

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Monat

      @Gleep Glorp: Zum Kotzen ist, wenn jedes Jahr irgendeine andere Kinderträllerette sich als Rächer der Verächteten selbstvermarktet und eigentlich von Vornherein abzusehen ist, dass es sich um sinnloses Spurenlesen und spätpubertären Sellout handelt. Seien wir ehrlich, Hänseleien, Mobbing, whatever you call it, hat es schon immer gegeben. Die zugegeben stark erweitere Dimension übers Internet ist scheußlich, wird aber so lange in diesem üblen Zustand existieren, bis der Gesetzgeber die Anonymität aufhebt. Für mich ein logischer nächster Schritt, den aber sicher nicht eine in der Badewanne sitzende, strippende Eilish heraufbeschwören wird.

    • Vor einem Monat

      Ja mein Gott, du merkst hier ja selber an, dass das was hier kritisiert wird durchaus legitim ist und dass es sich hier um eine heranwachsende Person handelt, die vielleicht noch im Prozess der Selbstfindung ist.

      Dass das auf Seiten des Labels sicherlich vor allem Kommerz ist und für den erwachsenen Menschen alter Hut ist, geschenkt. Deswegen kann da seitens der Künstlerin ja trotzdem eine ehrliche Intention dahinterstecken und für die etwas jüngere Zielgruppe eine relativ wichtige Message sein.

      Der Kommentar war aber an dich tendenziell noch am wenigsten gerichtet, sondern eher Reaktion auf das gesamte Geschehen hier.

    • Vor einem Monat

      Ehrliche Intention, ja. Sehe ich auch so, aber dennoch: "oh, ich kann ja bitchen und die Pimmelritter rennen hinter mir her und bezahlen mir meine Getränkerechnung."
      Es wäre ein großes Rätsel gewesen, hätte sie nicht die Vorzüge der Weiblichkeit entdeckt.

    • Vor einem Monat

      Naja, aber das ist dann halt mMn vor allem einfach nur die Kacke, die zurecht im Video kritisiert wird. Billie Eilish zeigt hier ausschließlich Haut oberhalb des Ausschnitts und das auch nicht so, sondern im Rahme einer klaren Message und Narrative. Und die einzige Interpretation zu der hier Leute fähig sind geht sofort in Richtung "Rumgebitche", "Softporno", billiges Aufmerksamkeitsgehasche etc.. Das sagt dann mMn mindestens genauso viel über das Mindset der Kommentierenden und deren potenzielle Unfähigkeit, sich selbst bei direkter Konfrontation von kritisierten Mustern zu lösen als über die Künstlerin selber.

    • Vor einem Monat

      Nein. Die Wahrheit ist oft viel einfacher. Ich als diagnostizierter Hochbegabter find ihre Dinger Hammer gut. Da muss man nix rumakademisieren oder Pädagogengequatsche aufziehen al a "sie entdeckt sich selbst". Sie hat einfach Bock auf Bitch und will ihre Getränke nicht mehr selber bezahlen. That's it.

    • Vor einem Monat

      Schlecht spekuliert.

    • Vor einem Monat

      Komm jetzt. Das sind doch echt gute und grundsolide DINGER. Dazu noch nen Bier. Hammer.

    • Vor einem Monat

      Gut. Zu behaupten, sie wolle hier auf ein ganz schlimmes Problem aufmerksam machen und das sei völlig ernstgemeint, ist aber auf keinen Fall weniger dumm als über ihre Dinger zu reden.

    • Vor einem Monat

      Weniger dumm als du ist es mit Sicherheit.

    • Vor einem Monat

      Ich glaube, diese Retourkutsche ist wirklich zu hoch für mich. Ich bin schließlich im zweiten Kindergartenjahr sitzengeblieben.

    • Vor einem Monat

      #teamragi #billiesmöpse

    • Vor einem Monat

      Es geht ja um Zufriedenheit, Ragism. Wer das Glück findet, hat das Leben verstanden. Wer das Glück ziehen lässt, weil er es eben nach dumm und weniger dumm kategorisiert, dem ist nicht zu helfen. Es ist mein Grundrecht, ihre Dinger und das Bier exzellent zu finden. Es sind doch sooo gute Dinger.
      Ragism, bitte bleib fair.

    • Vor einem Monat

      Außerdem sind sie so sanft und behütet eingetütet.

    • Vor einem Monat

      In solchen Momenten merke ich, daß die ironische Abgründigkeit der laut-Gemeinde oft genug von einem größeren Herzen zeugt als es der sterile Dorfpfarrermoraldiskurs, auf den es eine Poplarve in diesem speziellen Stadium abgesehen hat, jemals könnte.

    • Vor einem Monat

      So ist es :) schön gesagt.

  • Vor einem Monat

    PS: Warum kann ich einen Kommentar von mir eigentlich nicht bearbeiten, wenn mir im Nachhinein ein Rechtschreibfehler auffällt? Meh.