Aaron Bruno über die Auswirkungen von Corona, Hamsterkäufe und den Grund, warum er seine Platte nicht verschiebt.

Los Angeles (mis) - Die Corona-Pandemie mache alle Menschen gleich, dozierte Madonna kürzlich. Richtig ist: Wir alle sollten zuhause bleiben, um das Gesundheitssystem zu entlasten und diesen Rat befolgt auch Aaron Bruno. Ein normaler Tag im Leben des Awolnation-Chefs sieht im Moment gar nicht großartig anders aus als vor Beginn des Lockdowns, erzählt er im laut.de-Interview: "Ich sehe auch sonst kaum Leute. Ich lebe zurückgezogen mit meiner Frau und meinem Hund und verlasse das Haus nur, wenn ich zur Probe muss, laufen gehe oder zum Einkaufen auf den Markt."

Virusbegleitende Unsitten wie das Horten von Klopapier sind auch bei ihm in Malibu Alltag: "Ich will nicht Teil dieses Problems sein. Die Leute tun so, als müssten sie drei Jahre lang zu Hause bleiben, und nicht drei Wochen. Diese Hamsterkäufe sind jämmerlich. Anderes Beispiel: Es hat drei Wochen gedauert, bis wir irgendwo Mehl aufgetrieben haben. Was machen die Leute denn damit, backen die alle 1000 Kekse am Tag?"

Am 24. April erscheint das neue Awolnation-Album "Angel Miners & The Lightning Riders". Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Künstlern wie Lady Gaga oder Liam Gallagher hält er nichts davon, den Veröffentlichungstermin der Platte in den Herbst zu verschieben: "Ich verstehe das überhaupt nicht. Es werden immer Sicherheitsgründe ins Feld geführt, dabei kann man Musik doch trotzdem veröffentlichen. Du veröffentlichst ein Album und die Leute können es sich anhören, das gefährdet niemanden. Klar, man kann danach nicht auf Tournee gehen, um es zu promoten. Für mich ist das aber kein ausreichender Grund, mein Album zu verschieben und Fans zu enttäuschen. Die Menschen brauchen Musik doch jetzt mehr denn je. Davon abgesehen: Wie soll das nach der Sperre im Herbst dann aussehen, wenn jeder sein Album verschiebt? Erscheinen dann eine halbe Million Platten gleichzeitig?"

Das komplette Interview findet ihr hier.

Fotos

Awolnation

Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen) Awolnation,  | © laut.de (Fotograf: Bjørn Jansen)

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2 Kommentare

  • Vor einem Jahr

    Die Aussage von Madonna, dass die Corona Pandemie alle Menschen gleich macht, passt zu ihrem übersteigerten Ego.
    Wahrscheinlich lässt sie sich von ihrem Poolboy ihre dunklen Gedanken wegmassieren. Gut geschützt von dicken Mauern und noch dickeren Bodyguards.
    Während viele andere, die ihr diesen Reichtum ermöglicht haben, trotz Symptomen zur Arbeit gehen müssen, um am anderen Tag nicht zu verhungern.
    La isla bonita oder was.

  • Vor einem Jahr

    Ich mag das eine Lied von denen.