Seite 2 von 28

PLATZ 27: "Never Let Me Down" (1987)

​​​​​

Überhaupt versinkt Bowie Mitte der 80er Jahre in einem künstlerischen Tief. Im Gegensatz zu "Tonight" empfindet er drei Jahre später auf "Never Let Me Down" wenigstens wieder Lust daran, Songs zu schreiben und verzichtet auf allzu kitschige Ausflüge. Mit dem düsteren "Time Will Crawl" gelingt ihm zudem einer seiner besten Songs des Jahrzehnts. Das schwachbrüstige "Too Dizzy" wurde von späteren Auflagen nicht ganz zu Unrecht gestrichen und stellt keinen wirklichen Verlust dar. Eigentlich zeigt sich Bowie nach den Aufnahmen hochmotiviert, wollte als nächstes mit Brian Eno an seine Arbeiten der späten Siebziger anschließen. Aufgrund der schlechten Kritiken für das Album und die "Glass Spider Tour" gründet er stattdessen frustriert Tin Machine.

Anspieltipp:

"Time Will Crawl" und "Glass Spider".

Besser weiträumig umfahren:

Den Rest.

Seite 2 von 28

Weiterlesen

1 Kommentar mit 2 Antworten

  • Vor 5 Jahren

    Eine seiner zu Unrecht am meisten belächelten LPs. Denn was vielen gestandenen Fans wie reine Kommerzroutine vorkommt, entpuppt sich im Kontext seiner Zeit als schicker AOR, dessen charmante Eingängigkeit dem allermeisten Chartfutter vieler Kollegen meilenweit überlegen ist. Das perlende "Time Will Crawl" ist in Arrangement und Songwriting pures Gold. Der Iggy-Track "Bang Bang" rockt deutlich straighter als dessen Original ("Party" 1981) und das niedliche "Jah-jah-jah-jah-kah" des ohrwurmigen Titelstücks bekommt man tagelang nicht mehr aus dem Kopf. "Beat on your drum", das rotzige "day in..." und "New York's in Love" gehen ebenso Der kreative Seiltanz, wahrhaft unpeinliche Radiohits zu verfassen glückt.