"Glory" von John Legend und Common wurde als 'Bester Song' ausgezeichnet, Alexandre Desplats Soundtrack zu "Grand Budapest Hotel" als 'Beste Filmmusik'.

Los Angeles (mhe) - Gestern wurden zum 87. Mal die Oscars verliehen. Als großer Sieger des Abends ging Alejandor G. Inarritus Komödie "Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" hervor, der zum besten Film gekürt wurde und zudem die goldene Trophäe für Kamera, Regie und Drehbuch einheimste. Auch der Streifen "Grand Budapest Hotel" erhielt vier Oscars. Der Musikfilm "Whiplash" siegte in drei Kategorien.

And the Oscar goes to ...

In Sachen Musik sicherten sich John Legend und Common mit "Glory" für Ava Du Vernays ebenfalls mehrfach nominierten Streifen "Selma" den Titel 'Bester Filmsong'. Bevor das R'n'B-Rap-Duo den goldenen Mann entgegennahm, boten sie die Nummer unter stehenden Ovationen live dar, begleitet von opulentem Chor und großem Aufmarsch.

Legend und Common setzten sich dabei gegen ihre Mitstreiter Tegan And Sara und The Lonely Island ("Everything Is Awesome", The Lego Movie), Rita Oras "Grateful" für "Beyond The Lights", Glen Campbell mit "I'm Not Gonna Miss You" in "Glen Campbell ... I'll Be Me" und Adam Levine und Keira Knightley mit ihrem Stück "Lost Stars" für "Begin Again" durch.

Mit "Glory" hatten die Kollaborateure bereits einen Golden Globe eingeheimst und waren auch bei der diesjährigen Grammy-Verleihung aufgetreten.

Filmmusik-Oscar an "Grand Budapest Hotel"

Die 'Beste Filmmusik' lieferte Alexandre Desplat ab, der Wes Andersons "Grand Budapenst Hotel" mit seiner Komposition untermalte. Der Franzose war auch für seine Filmmusik zu Morten Tyldums "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben"nominiert.

Damit befand er sich in Gesellschaft von Hans Zimmer und dessen ätherischer Soundkulisse für Christopher Nolans Weltall-Thriller "Interstellar". Desplat war in der Vergangenheit nach zahlreichen Academy- Nominierungen für Oscar-gekrönte Werke wie "The King's Speech", "The Queen" oder "Argo" leer ausgegangen.

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John Legend

John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) John Legend,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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4 Kommentare mit 4 Antworten

  • Vor 5 Jahren

    Gratulation, obwohl ich denke, wenn Oomph! einen Soundtrack wo machen dürften, für so einen Hollywoodfilm, würden sie auch einen Oskar gewinnen und Dero würde im perfektestem Englisch seine Dankesrede halten...

  • Vor 5 Jahren

    Und kein Wort über Lady Gaga. Meine Fresse, seid ihr erbärmlich...

  • Vor 4 Jahren

    Everything is Awesome war eins der Highlights des abends. Allein schon Batman der von No Parents singt war ein Highlight für sich.
    Ansonsten sehr langweilige Show, Maron 5 war absolut furchtbar und Lady Gaga an sich auch langweilig. Nur ihr Kleid beim Auftritt war gut.

  • Vor 4 Jahren

    Glory war OK, Tegan und Sara war witzig, aber ihr Gesang war sooo furchtbar! Maroon und andere naja. Lady Gaga und Jennifer Hudson waren total überlüssig, langweilig und nervig. Ein 5-minütiger Tribut an Sound of Music von Gaga? WTF? Gesanglich war es gut, aber wozu?? Andere (wichtigere) Filme hatten auch schon Jubiläum.
    Awards selber: Boyhood sollte ALLES gewinnen. Birdman ist zwar gut, aber standard Hollywood-Gewichse.

    • Vor 4 Jahren

      Boyhood hat außer seinem Produktionskonzept nichts zu bieten - sieht man den Film, ohne zu wissen, dass er über einen so langen Zeitraum gedreht wurde, ist daran nichts besonders. Bei den Oscars sollte nicht (nur) der Aufwand belohnt werden, der nötig war, um einen Film zu produzieren, sondern das Endergebnis als solches.

    • Vor 4 Jahren

      Ich fand es erfrischend anders, auch ohne Konzept. Es gibt keinen Anker, keine genau Story, nur Leben als solches. Es ist schön das mal ein Film nicht dem Schema A-B-C und dann Klimax-Ende folgt. Das haut viele Menschen halt gestört, das es keine "Film-Story" gab. Es geht aber darum wie schnell die Zeit vergeht und wie bitter die Zeit zu uns allen ist.
      Und wenn du Aufwand sagst - Birdman war doch genau deswegen belohnt!
      Unterm Strich würd ich sagen ist Whiplash der beste "Film", Birdman ist ein Technikprojekt, und Boyhood ist einfach ein Kunstprojekt, eine Kunstintallation.

    • Vor 4 Jahren

      Wenn ich mir eine langweilige Kindheit angucken will, krame ich alte Fotos von mir heraus - nur dass ich kein unsympathischer Emo-Teen geworden bin (unsympathisch schon, aber zumindest kein Emo). Dieses "wie schnell die Zeit vergeht"-Ding ist auch eine Binsenweisheit sondergleichen, die schon in etlichen, besseren Filmen verarbeitet wurde, also m.E. nix mit originell. Birdman wurde sicher auch für den Aufwand belohnt, bietet aber darüber hinaus großartige schauspielerische Leistungen, eine fantastische Kameraarbeit usw. Birdman ist ein Kunst-Roundhouse-Kick, der so in diesem Jahr keine Konkurrenz hatte. Whiplash fand ich auch sehr gut, allerdings war klar, dass der Film bei der Academy keine Chance haben würde.