Kaum ist Daniel Hernandez auf freiem Fuß, trollt er auf Instagram, geht auf 'Snitch'-Vorwürfe ein und droppt einen neuen Song.

New York (dük) - Der selbsternannte 'King of New York' ist zurück. Rapper 6ix9ine wurde gerade erst frühzeitig aus der Haft entlassen, da es Bedenken gab, er sei wegen seiner Asthma-Erkrankung besonders anfällig für das Coronavirus. Seinem ersten Livestream auf Instagram schauten zwei Millionen Menschen gleichzeitig zu.

Gerade einmal zwei Minuten war er live und hatte noch kein Wort gesagt, da war die Zuschauerzahl bereits auf 800.000 Personen angestiegen. 6ix9ines Freundin tanzte zunächst mit einer weiteren leicht bekleideten Dame zu seinem neuen Song "GOOBA", bevor der Rapper dann zu Inner Circles "Bad Boys" mit einer Hand im Schritt und mit der anderen ein Paar Handschellen schwingend wortwörtlich wieder auf der Bildfläche erschien.

Dass der Troll vom Dienst und selbsternannte König von New York gleich mit seiner ersten Amtshandlung wieder provozieren würde, verwundert niemanden, der 6ix9ines steile Karriere verfolgt hat. Seit 2017 hatte der Rapper mit den besonders bunten Haaren und besonders auffälligen Gesichtstattoos mit zahlreichen Hits, viralen Interviews und Fehden gegen andere Rapper für Schlagzeilen gesorgt.

Der neue Song "GOOBA"

Auch sein neuer Song "GOOBA" brach Rekorde. Mit 41 Millionen Aufrufen in den ersten 24 Stunden seit Veröffentlichung übertrifft er den bisherigen Rekordhalter in Sachen Hip Hop, Eminem, mit seinem Machine Gun Kelly-Disstrack "Killshot".

"GOOBA" verfolgt im Prinzip das selbe Konzept wie 6ix9ines vor seiner Haft veröffentlichten Songs. Noch immer schreit-rappt er aggressiv über eher simple Trap-Beats. Im Text spielt er dabei sowohl auf die Corona-Pandemie ("They sick, been hot way before Coronavirus") als auch auf die "Snitch"-Vorwürfe an ("Tell me how I ratted, came home to a big bag").

"Scheiß auf 69 und alle, die ihn pushen"

Auch im Instagram-Livestream ging er darauf ein, dass er vor Gericht gegen Mitglieder seiner Nine Trey Gang ausgesagt hatte und seitdem öffentlich als Snitch oder Ratte bezeichnet wird: "Wisst ihr, warum die Leute so wütend sind? Weil sie dachten, ich wäre am Ende. Sie haben mich schon abgeschrieben. 'Du hast deine Freunde verpfiffen, das war's mit dir!' Ihr könntet niemals mit der Regierung zusammenarbeiten und trotzdem zurückkommen. Ich bin eine lebende Legende im Alter von 24 Jahren", wandte sich der Rapper an seine Hater.

Zu besagten Hatern zählt wohl auch Snoop Dogg, der die Medien aufforderte, 6ix9ine zu boykottieren: "All diese Pressekanäle lassen Snitching cool aussehen. Ich bin old school. Scheiß auf 69 und alle, die ihn pushen".

Den Rest seiner Haftstrafe, die er durch seine Kooperation mit der Polizei stark verkürzte, verbringt er im Hausarrest. Nachdem eine Nachbarin seine Adresse im Internet verbreitetet hatte, müsse der Rapper aber bereits umziehen, wie TMZ berichtete. Aufgrund seiner Verwicklung in Gang-Aktivitäten sei der Verbleib in der nun bekannten Mietwohnung zu gefährlich.

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Snoop Dogg

Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Snoop Dogg,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein)

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