Please me, show me how it's done!

"The Resistance" beginnt groovy. Matthew Bellamy gibt den Crooner, bevor er in seine charakteristische Falsett-artige Stimmlage fällt. Die Versatzstücke der Songs wirken wie aus einem Guss, Queen-Anleihen und die Liebe zu klassischer Musik prägen das Album. Dazu …

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  • Vor 11 Jahren

    @heinz007 (« wenn ihr hier von einem schlechten review redet, dann geht mal auf 78s.ch...da bekommt ihr nen herzinfarkt! :-) »):

    @David Bauer in 78s («
    Das neue Album von Muse ist ein riesengrosses Desaster. Und nein, hier kommt jetzt keine Relativierung.

    “The Resistance” ist ein geschmackstechnisches Piece de Resistance. Völlig unnötig mit allem Bombast dieser Welt überladen. Ein Musical von Andrew Lloyd Webber mit Gitarrensoli.

    Wer an dieser Stelle eine fundierte Plattenkritik erwartet hat, muss enttäuscht werden. Dafür müsste ich mir das Album mehr als einmal anhören. Und das ist tatsächlich das allerletzte, was ich mir jetzt wünsche. Muse, geht weg. Geht ganz weit weg von mir. »):

    Naja. Aber immer noch besser als einen 'Pflichtpunkt' vergeben.
    @Eric Leimann auf monstersandcritics.de («
    Muse spielen auf ihrem fünften Album 'The Resistance' Edel-Glamrock für Menschen, die in Stadien nach musikalischen Emotionen suchen.

    Mit ihrem fünften Album 'Resistance' etablieren sich Muse endgültig als Rockmonster im Stile der Supergroups aus den Siebzigern. Kein Sound ist groß genug, keine Geste zu theatralisch, kein stilistischer Verweis zu abwegig, um das Universum des Trios zu füllen...
    Muse sind eine Band, die man nur innerhalb ihres eigenen Universums bewerten kann und deren Fans sich auch jegliche Außenreferenz-Huberei verbitten würden. Schade eigentlich, denn hier wird kreativ geklaut, was das Zeug hält. »):

    Ja. Das Problem ist ein bissel, dass man eigentlich eine Fundamentalkritik an diesem ganzen rückwärtsgewandten Bombast-Rockismus als Stil, an diesem "Überwältigungsrock" (wie es jemand anders mal sehr treffend formulierte) üben will und die muse-ologische Einordnung des aktuellen Albums in die Reihe der bereits vorliegenden Alben nur allzu gern eben jenen Fans überlässt, von denen oben die Rede ist.

    Popmusik hat von Mitte der 70er bis heute - wie ich meine - deutliche Fortschritte und eher eine Wendung zum Positiven durchgemacht. Das Grausen kommt mir bei dem Gedanken an eine Rückkehr in Zeiten, da einige Musiker von YES sich vor ihren Konzerten (angeblich) in einem Zelt einschlossen, um sich an Wagner-Musik zu berauschen. Und selbst wenn es ein Gerücht ist: Eine große Anzahl Fans wollte das so.

  • Vor 11 Jahren

    denkst du nich dass das ein wenig übertrieben ist?

    wenn du hier schon irgendwelche reviews zitierst, von der selben seite stammt auch die:
    http://www.monstersandcritics.de/artikel/2…

    ich meine ganz ehrlich, ja sicherlich haben sie anleihen bei vielen verschiedenen künstlern genommen und sicherlich ist es einfach "bombastisch". bloß warum von rückkehr in alte zeiten sprechen muss, bloß weil eine britische band so ein album veröffentlicht hat, weis ich ja nicht. von welcher band kann man den bitte nicht sagen, dass sie nach xy + yz + xz klingt?
    muse war schon immer geschmackssache. love it or hate it, aber da muss man nich gleich monster heraufbeschwören...

    und mit verlaub. dieser werte herr von 78s ist einfach nur ein ignorant, wenn er obwohl es sein job is, das nicht mal vorurteilsfrei anhören kann, um darüber etwas möglichst objektives zu schreiben. dann soll er die aufgabe lieber an nen kollegen abgeben..

  • Vor 11 Jahren

    @gelle: Er hat nur geschrieben, dass er es jetzt nicht ein zweites mal hören kann.

    Ja, ich hab' auch die andere Review auf m&c gelesen. Der Autor schreibt unter anderem, die Band (muse) besitze für ihn einen Status, wo es ihm gleichgültig sei, ob da etwas entliehen wird oder nicht: Genau diese Art von Fans also, die für "Außenargumente" nicht mehr zugänglich ist.

    Was den Bombast, die Rückwärtsgewandtheit, die 70er-Jahre-Affinität anbelangt: Auch zu Zeiten von Yes oder ELP gab es neben monströsem Pomp alle möglichen Stilrichtungen. Natürlich auch den üblichen Kommerz. Aber hinter der Kritik an diesem Pop-Wagnerianismus steckt schon etwas mehr. Etwas was mit dem Menschenbild zu tun hat. Da ist einmal zuviel Herunterkochen und Lächerlichmachen besser als diesem nervenden Geniekult um Muse und diesem inflationären Gebrauch von "Meisterwerk" das Wort zu reden. Letztendlich ist es extrem campy, was die machen. Nur leider ohne Humor.

  • Vor 11 Jahren

    ok ersteres hab ich nur kurz überflogen, doch an meiner grundsätzlichen meinung zu dieser "review" von 78s das album kann auch nicht nach einem durchgang so bewerten und nun ja zu anderen reviews im generellen, es gibt auch genug die das ebenfalls loben ohne es total als fan abzujubeln.
    ich geb dir aber absolut recht, was die benutzung des wortes "meisterwerk" angeht, denn das ist das album sicherlich nicht. vielleicht kann man, wenn überhaupt, bei OoS von einem Meisterwerk sprechen, aber selbst das kann man schon bezweifeln.
    doch trotzdem alledem verstehe ich dort eine angst vor dieser rückwärtsbewegung nicht. ok - ich gebe zu, dass ich besagte 70er jahre bands nur wenig kenne, einfach aufgrund meines alters und der tatsache, dass ich von bands dieser dekade mir bisher nur wenige ausgesuchte bewusst angehört habe. doch ist muse bei diesen maßstäben noch längst nicht angelangt in meinen augen. muse bewegen sich sicherlich auf einem schmalen Grat mit diesem Album, doch in meinen augen überschreiten sie diesen nicht.

  • Vor 11 Jahren

    Also, der erste The resistence Durchlauf ist .. durchgelaufen. :D

    Leider bestätigt sich da der erste Eindruck - während ich früher von vielen Muse Songs, wie z.B. Cave (hachja), wirklich tief berührt wurde, weil da Kitsch in eine irgendwie sehr erträgliche und zugängliche Form gegossen wurde, ist mir das hier jetzt doch alles irgendwie zu konstruiert, zu verkrampft. Das kommt, zumindest beim ersten Hören, einzige Ausnahme "Unnatural Selection" kein bisschen da an, wo es hingehört.

    Muss nicht heißen, dass das schlechte Musik ist. Für jemanden, der sich auskennt und Musik zerpflücken und theoretisieren kann ist The Resistence möglicherweise die reine Freude, aber wahrschienlich krankt das Album genau an dem Punkt. Was bei Black Holes... anfing wird hier noch ein Stück weitergedacht, auf der Strecke bleibt dabei leider, was Muse in den bestimmten Muse-Momenten unentbehrlich gemacht hat.

    Aber - wie immer - vielleicht kommt das ja noch, vielleicht braucht das nur Zeit, vielleicht find ich ja noch den Zugang, vielleicht wächst das ja noch, vielleicht aber auch nicht.

  • Vor 11 Jahren

    @Rhyme! («
    Das Album ist das beste was 2009 zu bieten hat. »):

    in deinem beschränkten musikkosmos, vielleicht ja.

  • Vor 11 Jahren

    mittlerweile mag ich das album wirklich gern. lieber als das letzte. zu meinem glück (oder pech) kenne ich brahms und all die anderen sachen, die (angeblich) kopiert wurden nicht.
    und auch wenn. es passt, es stört mich nicht. und ich nehme es auch mit humor. ich denke muse nehmen sich selbst auch nicht so ernst, wie es vielleicht erscheint.

  • Vor 11 Jahren

    hm ... nach den kritiken werde ich dieses album wohl auslassen ... was ich bisher gehört habe ist nicht eben der knall im all.

    noch mehr schwulst ist dann wohl doch des guten zu viel.

    @Kukuruz (« ... da einige Musiker von YES sich vor ihren Konzerten (angeblich) in einem Zelt einschlossen, um sich an Wagner-Musik zu berauschen. Und selbst wenn es ein Gerücht ist: Eine große Anzahl Fans wollte das so. »):
    tastenmeister wakeman soll (angeblich) während eines konzertes ein currygericht verspeist haben, weil er sich nicht ausgelastet fühlte :D

    er war sehr egoistisch und hat den fans nichts abgegeben ...

  • Vor 11 Jahren

    Hat eigentlich noch jemand den Eindruck, dass "The Resistance" (wie auch schon "Black Holes") eher eine Aneinanderreihung von Songs denn ein Album ist?

  • Vor 11 Jahren

    @Olsen (« Hat eigentlich noch jemand den Eindruck, dass "The Resistance" (wie auch schon "Black Holes") eher eine Aneinanderreihung von Songs denn ein Album ist? »):

    das ist wohl wahr, aber finde ich auch nicht besonders schlimm. konzeptalben gibt es genug.

  • Vor 11 Jahren

    @videodrone (« @Rhyme! («
    Das Album ist das beste was 2009 zu bieten hat. »):

    in deinem beschränkten musikkosmos, vielleicht ja. »):
    sei doch nicht so garstig ... wenn er das meint, ist das (für ihn) halt so.

  • Vor 11 Jahren

    @overused (« das ist wohl wahr, aber finde ich auch nicht besonders schlimm. konzeptalben gibt es genug. »):

    Trotzdem, irgendwie fand ich die ersten drei Alben in sich stimmiger. Aber bei der neuen hab ich mir eh noch kein abschließendes Urteil gebildet, schaunwa mal.

  • Vor 11 Jahren

    @videodrone (« @Rhyme! («
    Das Album ist das beste was 2009 zu bieten hat. »):

    in deinem beschränkten musikkosmos, vielleicht ja. »):

    Ist halt meine Meinung aber hab ja auch nen anderen Musikgeschmack

  • Vor 11 Jahren

    Ich versteh diese ganze Diskussion, von wegen es sei so viel geklaut, nicht. Es ist doch ganz normal - ich würde sogar sagen unumgänglich -, dass sich Musiker an gewissen Vorbildern orientieren und diese Teilweise kopieren. Wahrscheinlich kann man gar nicht zählen, wie viele Bluesriffs von Led Zeppelin mehr oder weniger kopiert wurden, oder wie viele Lieder der White Stripes wiederum von Led Zeppelin inspiriert sind. Das alles nennt man dann ein musikalisches Zitat.

    Wichtig ist doch nur, was die Musiker daraus machen, dass sie der Sache ihren eigenen Stempel aufdrücken. Und ich denke mal, man kann kaum behaupten, dass der Stil von Muse nicht einen eigenen Wiedererkennungswert habe; also kann doch nicht soviel geklaut sein.

  • Vor 11 Jahren

    spannendes Album, teils ziemlich grauenhaft, teils gehts auch wieder, aber sicherlich nicht ganz so schrecklich wie der Vorgänger.

    ich schrieb an dieser Stelle (http://www.exitmusic.ch/rezensionen/neuers…) dazu:
    Das fünfte Album der Briten ist auf seine Art die Summe aller ihrer vorherigen Alben, die logische Konsequenz einer Entwicklung, die absehbar war. Die stets vorhandene Extravaganz entpuppt sich hier als alberne Pop-Gigantomanie, allem voran scheint Matthew Bellamys Gesang noch leidender, noch theatralischer, aber nicht noch ergreifender sondern, eben, alberner zu sein. “The Resistance“ ist aber auch ein bemerkenswert vielfältiges und ehrgeiziges Album, dessen unzählige Ideen teils in aller Pracht hervortreten oder in blutleerer Gekünsteltheit untergehen.

  • Vor 11 Jahren

    Das triffts doh recht gut, Herr Venom.

  • Vor 11 Jahren

    Ich hab' mal reingehört und fands ganz passabel. Allerdings finde ich es nicht unbedingt vorteilhaft, dass der Sänger für jedes Wort zwei Sekunden braucht (übertrieben). Ist für ungeduldige Menschen etwas anstrengend, da am Ball zu bleiben. Arrangements gefallen mir aber gut, auch den den Sound mag ich und generell sind die Gesangslinien ja auch passabel. Aber einfach sehr langatmig. Gibt sich das, bei mehrmaligem Hören?

  • Vor 11 Jahren

    @Mobbi (« Ich hab' mal reingehört und fands ganz passabel. Allerdings finde ich es nicht unbedingt vorteilhaft, dass der Sänger für jedes Wort zwei Sekunden braucht (übertrieben). Ist für ungeduldige Menschen etwas anstrengend, da am Ball zu bleiben. Arrangements gefallen mir aber gut, auch den den Sound mag ich und generell sind die Gesangslinien ja auch passabel. Aber einfach sehr langatmig. Gibt sich das, bei mehrmaligem Hören? »):

    ist eben muse - da dauert ein wort eben länger...das muss so sein

  • Vor 11 Jahren

    Nach einige Rotationen gefällt mir eigentlich nur die zweite Hälfte der Platte so einigermaßen. Das beste daran: Hab mal wieder die 'origin of symmetry' ausgepackt.. Super Album!! :-)