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Mit:
Datum: 18. Dezember 2009
Location: Rhein-Main-Halle
Wiesbaden
Alle Termine ohne Gewähr

Review

laut.de-Kritik

Es weihnachtet sehr und Lemmy steht vor der Tür.

Review von Michael Edele

Was zur Hölle ist so schwer daran, ein Einlassdatum auf einer Website zu posten und sich dann verdammt noch mal auch daran zu halten? Wenn da Einlass 19:00 steht, kann es nicht sein, dass die erste Band schon um diese Zeit auf die Bühne muss. Damit haben wir zwar das Vergnügen, Black Stone Cherry zwar von außen zu hören. Zu sehen bekommen wir aber gerade mal die letzten beiden Nummern. Wenn ich dann von den Jungs bei der Security höre, dass die auf 17:00 bestellt wurden um die Rhein-Main-Halle um 18:00 aufzumachen, dann könnte ich das Kotzen anfangen.

Black Stone Cherry spielen somit auch vor relativ gelichteten Reihen und was die Beleuchtung angeht, hätte man auch grad das Saallicht anlassen können. Die Jungs machen das Beste aus der Situation, haben ihren Spaß und wärmen die immer zahlreicher in die Halle strömenden Fans bestens an. Und bis kurz vor dem nächsten Auftritt herrscht in der Halle große Uneinigkeit darüber, wer denn nun überhaupt auf die Bühne kommt. Auf den Karten stehen noch Thin Lizzy und lang nicht alle wissen, dass nun Der W. auf die Bretter geht. Die eigenen Aufbauten machen die Bühne zwar ein wenig kleiner für Stephan und seine Band, aber da sich außer dem Sänger und Teilzeitgitarristen eh kaum einer bewegt, ist das ok.

Das klingt ja wie Silbermond auf heiser, meint ein Kollege zu mir. Eine kurze Vorstellung meiner Faust später hat er seine Meinung genau wie der Großteil des Publikums geändert. Oder auch nicht, jedenfalls geht die inzwischen ordentlich gefüllte Halle gut mir und auch wenn machen Gesangsspur nicht sitzt und die ein oder andere Ansage nicht das Gelbe vom Ei ist: Stephan und seine Jungs haben Spaß und rocken den Laden ordentlich.

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-Der W.

-Motörhead

Die Umbaupause ist relativ kurz und Schon latschen Lemmy, Phil und Mikkey auf die Bühne. Der Drummer scheint seinen Ausflug ins Dschungel-Camp gut überstanden zu haben, denn an seiner Plauze hat sich nichts verändert. An Lemmys Ansage und dem Einstieg mit Iron Fist auch nicht. Doch die Frontwarze ist erstaunlich gut drauf und kommuniziert recht viel mit seinen Fans. Auch der Sound ist zu Beginn gar nicht mal so übel, wird im Laufe des Konzertes aber kontinuierlich lauter und matschiger.

Lemmy und seinen beiden Kumpanen isses egal, denn das Trio scheint sich auf der Bühne zu amüsieren und vor altbekanntem Publikum wohl zu fühlen. Phil hat wie immer nen Kaugummi in der Schnauze und schlappt maximal von seinem Platz hinterm Mikro an den vorderen Bühnenrand und wieder zurück, während Lemmy immer mal wieder gern vorm Drumriser parkt, wenn er nicht grad ins Mikro hustet.

Gewohntes Spiel also bei Motörhead und trotzdem sind alle anwesenden zufrieden, als es um halb elf bereits Schluss ist. Schließlich weiß man bei Motörhead was man bekommt. Auch wenn es gern ein wenig mehr hätte sein dürfen, aber auch Lemmy wird nun mal nicht jünger.

Artistinfo

LAUT.DE-PORTRÄT Motörhead

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