Wo Mike Oldfield draufsteht, ist auch 2008 Mike Oldfield drin - etwas anderes würde man auch nicht erwarten. Spannender die Frage, in welcher Form und Verfassung der Künstler sein aktuelles Album präsentiert. Denn allzu oft in der Vergangenheit langweilte Oldfield mit uninspirierten und austauschbaren …

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  • Vor 11 Jahren

    Wenn der Herr Stoppok seit Jahrzehnten das selbe macht, ist es positiv und wird besser bewertet, wenn der andere ein ganz wenig nach Tubular Bells klingt, ist es negativ. Soviel zum Thema Objektivität ... ;-)

    "Wo Mike Oldfield draufsteht, ist auch 2008 Mike Oldfield drin - etwas anderes würde man auch nicht erwarten. Spannender die Frage, in welcher Form und Verfassung der Künstler sein aktuelles Album präsentiert. Denn allzu oft in der Vergangenheit langweilte Oldfield mit uninspirierten und austauschbaren Wiederholungen früherer Erfolgsformeln."

    "Auf dem aktuellen Album "Sensationsstrom" bleibt sich Stefan Stoppok treu in der Wahl seiner Mittel. Seit rund einem Vierteljahrhundert serviert er erdige Rock-Kost, garniert mit direkten Texten. Deutschrock der alten Schule - doch mit viel Verve, Fingerfertigkeit und hörbarem Spaß an der Sache angepackt."

  • Vor 11 Jahren

    @Applemac (« Wenn der Herr Stoppok seit Jahrzehnten das selbe macht, ist es positiv und wird besser bewertet, wenn der andere ein ganz wenig nach Tubular Bells klingt, ist es negativ. Soviel zum Thema Objektivität ... ;-) »):

    Es kommt immer drauf an, wie man's macht: Beim Einen erstarrt es oft in Langeweile-Ritualen, der andere setzt ordentlich Kohlensäure zu zum Sprudeln... ;)

    Zitat (« (Stoppok)(...) mit viel Verve, Fingerfertigkeit und hörbarem Spaß an der Sache angepackt." »):

    Er ist, rein vom Kern betrachtet, frischer im Gesamteindruck, und "alte" Geschichten werden viel lebendiger angepackt. Absolut korrekt & objektiv beurteilt das Ganze also, wie immer.

  • Vor 11 Jahren

    1:0 Herr Andrack ;)
    3 Balken scheint mir -nach dem ziemlich unsäglichen Light + Shade- eine fast schon sensationelle Wertung zu sein.
    Dennoch und damit man nicht ständig auf Amazon zu "Kulturnews.de" klicken muss:

    [color=blue:2686c9124d]"Ist es klassische Musik?, fragt sich Mike Oldfield, der 1973 mit "Tubular Bells" das bisher kommerziell erfolgreichste Instrumentalalbum eines Solokünstlers aufnahm. "Ich finde schon", antwortet er selbst, "jedenfalls, wenn es nach mir geht." Es ging nach ihm: Die Idee des neuen Albums überträgt das Konzept von "Tubular Bells" - allerdings weit entfernt von Oldfields Gitarren, Synthesizern und Mehrspurbasteleien - mit Hilfe eines Profiarrangeurs aufs große Sinfonieorchester. So wird alles lecker Klassik. Dabei assistieren Ausnahmepianist Lang Lang, der unterbeschäftigt ist und deshalb etüdenhafte Floskeln à la Rachmaninow für Arme zum Besten gibt, und als wortlose Sängerin Hayley Westenraa mit wolkig verblasener Piepsstimme. Das ergibt eine Klangtapete, die sich gut macht als Klassikmuckefuck für den musikalischen Wohlfühlbackground von Cafés, Bahnhofshallen, Supermärkten - und Psychotherapeutenpraxen. (jn)" [/color:2686c9124d]

    Ich weiß nicht, ob "jn" eine Art von Mike Oldfield-Trauma hat, aber dieser Verriss ist jedenfalls Grund genug, mir das Album -auch in Zusammenhang mit deiner Rezension- komplett anzuhören.

  • Vor 11 Jahren

    @Jan Dilba («
    [color=blue:0a4e671459]Dabei assistieren Ausnahmepianist Lang Lang, der unterbeschäftigt ist und deshalb etüdenhafte Floskeln à la Rachmaninow für Arme zum Besten gibt, und als wortlose Sängerin Hayley Westenraa mit wolkig verblasener Piepsstimme. Das ergibt eine Klangtapete, die sich gut macht als Klassikmuckefuck für den musikalischen Wohlfühlbackground von Cafés, Bahnhofshallen, Supermärkten - und Psychotherapeutenpraxen. (jn)" [/color:0a4e671459] »):

    Das ist alles kompletter Stuß, die "Spheres" haben ihre guten Momente. Von "Klassikmuckefuck" oder einer "wolkig verblasenen Piepsstimme" habe ich nichts gehört. ;)

    2 Laut-Punkte bedeuten hier ja nicht, daß das Album mißraten ist. Es hat halt - für seinen Bereich - eben nur in zu wenigen Momenten Überdurchschnittliches zu bieten.

  • Vor 11 Jahren

    Meiner Meinung nach ist das Album das beste Oldfield-Werk seit langem. Die Orchester-Umsetzung ist gelungen und die ganze CD ist einfach spannend zu hören.

    Tim

  • Vor 11 Jahren

    @Herr Andrack (« @Applemac (« Wenn der Herr Stoppok seit Jahrzehnten das selbe macht, ist es positiv und wird besser bewertet, wenn der andere ein ganz wenig nach Tubular Bells klingt, ist es negativ. Soviel zum Thema Objektivität ... ;-) »):

    Es kommt immer drauf an, wie man's macht: Beim Einen erstarrt es oft in Langeweile-Ritualen, der andere setzt ordentlich Kohlensäure zu zum Sprudeln... ;)

    Zitat (« (Stoppok)(...) mit viel Verve, Fingerfertigkeit und hörbarem Spaß an der Sache angepackt." »):

    Er ist, rein vom Kern betrachtet, frischer im Gesamteindruck, und "alte" Geschichten werden viel lebendiger angepackt. Absolut korrekt & objektiv beurteilt das Ganze also, wie immer. »):

    ich bin mir nicht sicher, werter herr andrack, ob man einem oldfield album jenseits der "single-bestof-scheiben" überhaupt mit einem einzelnen lockeren durchhören beikommen kann.

    viele seiner werke werden nach jahren rehabilitert.

    ganz groß ist m.e. jedoch die phrase "rein vom Kern betrachtet, frischer im Gesamteindruck".

    toll, weil paßt rhetorisch immer. :D

    werde ich in meinen nächsten schriftsatz integrieren.

    lg dba

  • Vor 11 Jahren

    @TimyT (« Meiner Meinung nach ist das Album das beste Oldfield-Werk seit langem. Die Orchester-Umsetzung ist gelungen und die ganze CD ist einfach spannend zu hören. »):

    Vorsichtig! Das letzte Oldfield-Album, das ich wirklich mit Spannung gehört habe, war "Amarok" (ist auch schon wieder 18 Jahre her ... Scheiße, ich werd' alt). Alles Spätere pendelte niveautechnisch unkontrolliert zwischen "ganz interessant" und "völlig belanglos" hin und her. Mit diesem viel zu späten Aufspringen auf den Chill Out-Zug hat er sich meines Erachtens ohnehin keinen Gefallen getan.
    Was mich zurückführt zu einer der ganz, ganz großen, bis heute unbeantworteten Fragen des Jahres 2003, die sich anläßlich der Veröffentlichung von "Tubular Bells 2003" gestellt hat: "Wenn der Mann heute handwerklich mehr drauf hat als noch vor dreißig Jahren - warum zeigt er das dann in seinen regulären Veröffentlichungen so selten und versteckt sich in einer Musiksparte, mit der er absolut nix zu tun haben sollte?"

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    Wieso vorsichtig? Ich habe doch geschrieben "seit langem", und so meine ich das auch. TB 2003 war nur ein Remix bzw. Neuaufnahme und kein "richtiges" Album. Und die neue Platte gefällt mir im Gegensatz zu dem letzten halben Dutzend Veröffentlichungen (oder so) wirklich ausgesprochen gut.

  • Vor 11 Jahren

    @dein_boeser_Anwalt (« @Herr Andrack (« @Applemac (« Wenn der Herr Stoppok seit Jahrzehnten das selbe macht, ist es positiv und wird besser bewertet, wenn der andere ein ganz wenig nach Tubular Bells klingt, ist es negativ. Soviel zum Thema Objektivität ... ;-) »):

    Es kommt immer drauf an, wie man's macht: Beim Einen erstarrt es oft in Langeweile-Ritualen, der andere setzt ordentlich Kohlensäure zu zum Sprudeln... ;)

    Zitat (« (Stoppok)(...) mit viel Verve, Fingerfertigkeit und hörbarem Spaß an der Sache angepackt." »):

    Er ist, rein vom Kern betrachtet, frischer im Gesamteindruck, und "alte" Geschichten werden viel lebendiger angepackt. Absolut korrekt & objektiv beurteilt das Ganze also, wie immer. »):

    ich bin mir nicht sicher, werter herr andrack, ob man einem oldfield album jenseits der "single-bestof-scheiben" überhaupt mit einem einzelnen lockeren durchhören beikommen kann.

    viele seiner werke werden nach jahren rehabilitert.

    ganz groß ist m.e. jedoch die phrase "rein vom Kern betrachtet, frischer im Gesamteindruck".

    toll, weil paßt rhetorisch immer. :D

    werde ich in meinen nächsten schriftsatz integrieren.

    lg dba »):

    Müsste schnell ein Mordprozeß her? Die 2. Leiche war "rein vom Kern betrachtet frischer im Gesamteindruck"?

  • Vor 11 Jahren

    @ Jan Dilba: :D
    @dein_boeser_Anwalt («
    ich bin mir nicht sicher, werter herr andrack, ob man einem oldfield album jenseits der "single-bestof-scheiben" überhaupt mit einem einzelnen lockeren durchhören beikommen kann. »):

    Hört, hört. Vor allem, wo mein stets geneigtes Höhrer-Ohr gar fraglos keiner Scheibe lediglich nur mit einem einzelnen, lockeren Durchhören beikommt. Gerade Sie als Anwalt sollten wissen, daß luftgeblasene Scheinargumente vor sachkundigem Gerichte dem Seifenblasen-Prinzip stets folgen...und Sie disqualifizieren sich so auf schnödestem Wege von Hoffnungen als dereinst zu engagierender, tatsächlich wahrhaftiger (und vor allem: korrekt recherchierender) Mann des Rechts. [/homerfehdehandschuh]
    @dein_boeser_Anwalt (« ganz groß ist m.e. jedoch die phrase "rein vom Kern betrachtet, frischer im Gesamteindruck".

    toll, weil paßt rhetorisch immer. :D »):

    Phrase? Erkenntnis des Tages!

  • Vor 11 Jahren

    @Herr Andrack (« @ Jan Dilba: :D
    @dein_boeser_Anwalt («
    ich bin mir nicht sicher, werter herr andrack, ob man einem oldfield album jenseits der "single-bestof-scheiben" überhaupt mit einem einzelnen lockeren durchhören beikommen kann. »):

    Hört, hört. Vor allem, wo mein stets geneigtes Höhrer-Ohr gar fraglos keiner Scheibe lediglich nur mit einem einzelnen, lockeren Durchhören beikommt. Gerade Sie als Anwalt sollten wissen, daß luftgeblasene Scheinargumente vor sachkundigem Gerichte dem Seifenblasen-Prinzip stets folgen...und Sie disqualifizieren sich so auf schnödestem Wege von Hoffnungen als dereinst zu engagierender, tatsächlich wahrhaftiger (und vor allem: korrekt recherchierender) Mann des Rechts. [/homerfehdehandschuh]
    @dein_boeser_Anwalt (« ganz groß ist m.e. jedoch die phrase "rein vom Kern betrachtet, frischer im Gesamteindruck".

    toll, weil paßt rhetorisch immer. :D »):

    Phrase? Erkenntnis des Tages! »):

    schon richtig erkannt :D

    so schwammig bin ich jedoch nur dann, wenn ich schneller handeln muß, als zeit zur akteneinsicht zu haben.

    das wird deutlich konkreter werden, sobald ich den kunstgegenstand erworben habe. morgen!

  • Vor 11 Jahren

    ps:

    der begriff "phrase" war hier selbstverständlich ohne negative konnotation rein syntaktisch gemeint, herr andrack.

  • Vor 11 Jahren

    tja, herr andrack....nun, wo ich das werk durchgehört habe, will ich gerne behilflich sein, die wahrheit zu verkünden ( ;) )

    der opener schon wirkt ein wenig, als hätte man philip glass (an den man sich bzgl der streicherarrangements noch öfter erinnert fühlt) damit beauftragt, den soundtrack für einen monumentfilm a la "gladiator" zu entwerfen, nachdem er tubular bells gehört hat.
    reine geschmacksfrage. ich persönlich mag es.

    überhaupt hat das gesamte album den charakter eines besinnlichen soundtracks für einen noch ausstehenden film.

    doch das kopfkino funktioniert.

    natürlich klingt das alles oft sehr keltisch mit einem bisweilen (zum glück raren) leichten hang zum "enya-artigen" oder "conquest of paradise".

    an anderen stellen wird der chor elegant in einer art eingesetzt, die leicht an gregorio allegris "miserere" gemahnt.

    und diese für oldfield seit jeher charakteristischen folkelemente, die auch in seinen rock/pop-stücken auftauchen, sind - als teil seiner komponistenwurzeln - selbstverständlich auch hier zugegen.

    eben diese traditionellen versatzstücke ergeben folglich & automatisch einen nicht geringen grad an eingängigkeit.
    man hüte sich jedoch davor, diesen sofort als bloße am wohlklang orientierte banalität abzustempeln. es bedeutet vielmehr einen teil des typischen oldfieldsounds, der immer wiedererkennbar bleibt und in den letzten 2 jahrzehnten zahlreiche epigonen zutage gefördert hat.

    nimmt man zum vergleich diverse werke des großen britischen klassikkomponisten ralph vaughn williams, welche oft nicht minder eingängig folkig strukturiert waren, erscheint oldfield hier in einem licht, welches ihn weniger cheesy erscheinen läßt und vielmehr als fortführer einer bestimmten britischen kompositionstradition ausweist.

    ein ästhet des klangbildes war er ja schon immer.
    machen wir uns also nichts vor; eine erwartungshaltung, die auf zappaeske atonal- und disharmonieexperimente gerichtet ist, wird hier nie bedient weren.
    ebensowenig ist oldfield dem minimalismus seinem waliser kollegen john cale ähnlich oder hieran interessiert.

    sehr wohl verdient er jedoch einen gleichberechtigten platz neben diesen beiden in der ruhmeshalle der rock-klassik-grenzgänger.

    musik of spheres ist sicherlich nicht sein bestes werk. aber ist es davon weit entfernt?

    als chillout-zugpassagier sollte man ihn gleichwohl nicht bezeichnen.
    denn es dürfte klar sein, dass der mann ja das rad nicht 2mal erfinden kann.
    oldfield verhält sich zu chillout, wie kraftwerk zu techno.
    der pionier wird eingeholt von den beinflußten nachkömmlingen; das ist der weg der natur; überholt wird er indes nicht.

    fazit:

    für einsteiger, die den oldfield jenseits des moonlightshadow on the wall noch nicht kennen, ist es ideal.
    für fans pendelt es zwischen inspiriert, ambitioniert und routiniert.
    allen anderen ist der mann sowieseo latte.

    lg dba

  • Vor 11 Jahren

    @ applemac:

    gemecker über fehlende objektivität von kritikern, die gar nichts anderes für sich in anspruch nehmen, als s u b j e k t i v zu sein, ist natürlich weder konstruktiv noch besonders geistreich.

    schreib doch auch deine eigene ansicht als gegenentwurf und poste dies hier. dann haben alle was davon.

  • Vor 11 Jahren

    nuja, er hat ja wenigstens ein zwinkersmiley hinter das objektiv-dings gesetzt.

  • Vor 11 Jahren

    @Alex (« nuja, er hat ja wenigstens ein zwinkersmiley hinter das objektiv-dings gesetzt. »):

    inhaltlich dennoch gleich null, alex

  • Vor 11 Jahren

    @ dbA:

    Interessante und informative Nachbetrachtung. Die "Kopfkino"-Sache ist sicher ein sehr entscheidender Punkt bei der Sache. Und natürlich ist Odfield kein trendiger "Chill Out-Zugpassagier". Damals, etwa zu "Tubular Bells"-Zeiten, gab es diesen Begriff ja noch gar nicht. Doch allgemein pass(t)en zu Oldfield in den alten Tagen - und auch heute - die Begriffe "relaxen" und "entspannen", was das Hören vieler seiner Sachen - und besonders die "Spheres" - angeht.

    Das Wörtchen "Chillen" mitsamt allem Zubehör ist für mich ohnehin seit seinem Aufkommen eigentlich uralter Entspannungs-Wein in neuem Wort-Schläuchlein.

    Und:
    @dein_boeser_Anwalt (« nun, wo ich das werk durchgehört habe »):

    Soso. Dem Album also mit einem einzelnen lockeren Durchhören beigekommen? ;)

  • Vor 11 Jahren

    den begriff "durchhören" verwende ich im sinne von "durcharbeiten".

    außerdem habe i c h natürlich das perfekte gehör. ;)

    ps: gut , dass freddy hier nicht reinschaut.....sie würde uns des "feigen" smiley-benutzens bezichtigen.

    pps: "alter entspannungswein in neuen wortschläuchen" :D :D

  • Vor 11 Jahren

    Keine Furcht vor der von mir geliebten und geschätzten freddy! Sie ist direkt, damit muß man rechnen, wenn ihr etwas aufstößt. Somit auch offener und glaubwürdiger als manch andere.

    Und wehe dem, der es wagt, über sie herumzuschludern ... ;)

    Nicht immer alles als nachtragende Münze mit sich rumschleppen. Neue Tage, neue Postings, neues Miteinander.

    Meistens jedenfalls.