laut.de-Kritik

So klingt ein Riot Grrrl, das im Pop angekommen ist.

Review von

Klangen auf dem ersten Metric-Album "Old World Underground, Where Are You Now?" die Synthies noch sehr düster und Emilys Stimme nach der fragilen Isländerin Emiliana Torrini, stellt Kollege Friedrich hier zurecht fest: Das erinnert mich an 1993. Und meint damit das Breeders-Durchbruchalbum "Last Splash". So zum Beispiel die Gitarren im Intro zum fragilen "Too Little Too Late", einem der Höhepunkte des Albums der Kanadier.

Den Island-Touch bekommt Emily mit "Poster Of A Girl" immer noch sehr gut hin, auch wenn die Stimme zwischendurch französische Worte flüstert. Die Single "Monster Hospital" zeigt, wie sich ein Riot Grrrl anhört, das im Pop angekommen ist. Dazu lehnen sich die Lyrics charmant an The Clashs "I Fought The Law" an.

Zwischen aufgedreht und feinfühlig schwankenden Melodien, Harmonien und der liebenswerten Stimme der Frontfrau. Metric geben sich nicht mit gewöhnlichen Harmonie-Abläufen zufrieden. Da schwelgen die Töne schon mal wie auf einer Rutschbahn in die nächste Strophe, eingeleitet von einem geleiert-langgezogenen und doch immer präzisen "Aha Aha" Emilys.

Auch "The Police And The Private" mit seinen verzwirbelten Harmonien schert aus dem üblichen Rahmen des Retro-Zirkus aus, in den sich Metric grundsätzlich sehr angenehm einreihen. Zum krönenden Abschluss fahren MSTRKRFT noch einen donnernden Dancefloor-Remix der Deutschland-Single "Monster-Hospital" auf. Elektronisch durchgedrehte Handclappings treffen auf einen Tick zu früh abgerundete Synthie-Spuren. Der Mix passt wunderbar ins Metric-Land.

Trackliste

  1. 1. Empty
  2. 2. Glass Ceiling
  3. 3. Handshakes
  4. 4. Too Little Too Late
  5. 5. Poster Of A Gril
  6. 6. Patriarch On A Vespa
  7. 7. The Police And The Private
  8. 8. Ending Start
  9. 9. Live It Out
  10. 10. Monster Hospital (MSTRKRFT Remix)

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