laut.de-Kritik

Zum irrwitizig-genialen Style gibts noch eine Schippe drauf.

Review von

"Wanderer On The Edge Of Time" ist nicht nur ein weiteres, großartiges Mekong Delta-Album geworden. Es ist auch ein Album das mit einigen, markanten Veränderungen, Erneuerungen, Entwicklungen aufwartet, die das Ganze um so spannender machen.

Zum einen ist das Sänger Martin LeMar, der mit seiner Stimmlage eher in den mittleren Tonlagen und somit deutlich tiefer als seine beiden Vorgänger agiert. Dass er die alten Klassiker dennoch locker singen kann, dürfte sich wohl von selbst verstehen und von ihm auch immer wieder in leichten Ausflügen nach oben angedeutet. Wer das Glück hatte, einen der Auftritte zum letzten Album zu sehen, wird dies bestätigen können.

Zum anderen sind das aber vor allem die musikalischen Aspekte. Die klassischen Arrangements haben sich zum Beispiel noch nie so harmonisch und flüssig eingefügt wie in "A Certain Fool". Auch "The Fifth Element" ist auf seine Art eingängig wie selten zuvor, was von "Affection" aber sogar noch übertroffen wird. Für die wirklich schrägen Töne ist dafür das "Intermezzo" zuständig.

Den gewohnt irrwitizig-genialen Mekong Delta-Style gibt es auf dem Album natürlich auch im Überfluss. Seien es die einmal mehr von Ralf Hubert selbst eingespielten Interludien an der Konzertgitarre, die wilden Läufe von Drums, Bass und Gitarren, die hinter-, neben- und durcheinander preschen und sich doch immer wieder perfekt ergänzen, oder auch nur die faszinierende Storyline und das nicht minder beeindruckende Coverartwork von Eliran Kantor (u.a. Testament, Anacrusis, The Old Dead Tree) .

Davon, dass manches Thema von "Dances Of Death" (dessen Fortsetzung "Wanderer On The Edge Of Time" ist) aufgegriffen wird, will ich erst gar nicht anfangen. Ihr lest (und hört hoffentlich bald) also selbst, dass "Wanderer On The Edge Of Time" mindestens auf Augenhöhe mit "Lurking Fear" agiert. Punkt. Aus. Amen!

Trackliste

  1. 1. Konzertgitarren Intro
  2. 2. Ouvertüre
  3. 3. A Certain Fool ( Le Fou ) 1. Satz
  4. 4. 1. Zwischenspiel - Gruppe
  5. 5. The 5th Element ( Le Bateleur ) 2. Satz
  6. 6. 2. Zwischenspiel - Gruppe
  7. 7. The Apocalypt - World In Shards ( La Maison Dieu ) 3. Satz
  8. 8. 3. Zwischenspiel - Konzertgitarre
  9. 9. King With Broken Crown ( Le Diable ) 4. Satz
  10. 10. Intermezzo ( Instrumental ) 5. Satz
  11. 11. 4. Zwischenspiel - Gruppe
  12. 12. Affection ( L'Amoureux ) 6. Satz
  13. 13. 5. Zwischenspiel - Gruppe
  14. 14. Mistaken Truth ( Le Hérétique ) 7. Satz
  15. 15. Finale

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27 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    @DrPaua: Ich hätte es zuerst erwähnt, aber du warst schneller. Hab mich da sehr weiterbilden können und man merkt wie es die Redakteure anhand der Stagnation mancher Subgenres es auch (in Richtung Jazz, Canterbury und Avantgarde) tun. Aber: Who cares?
    @Sancho: Sicher?^^ EOder vielleicht doch eher Extreme Power Metal? Und Power Metal ist ja gay, d.h. wenn der "metallische Schwanz" des toleranten Metalers lang genug ist alles außer Thrash, Death und Black abzulehnen. :-D

  • Vor 9 Jahren

    @Evil_Waschbaer (« @DrPaua: Ich hätte es zuerst erwähnt, aber du warst schneller. Hab mich da sehr weiterbilden können und man merkt wie es die Redakteure anhand der Stagnation mancher Subgenres es auch (in Richtung Jazz, Canterbury und Avantgarde) tun. Aber: Who cares?
    @Sancho: Sicher?^^ EOder vielleicht doch eher Extreme Power Metal? Und Power Metal ist ja gay, d.h. wenn der "metallische Schwanz" des toleranten Metalers lang genug ist alles außer Thrash, Death und Black abzulehnen. :-D »):

    ^^ Black hör ich garnicht und Death nur gelegentlich. Aber Thrash ist nunmal das Beste :)

  • Vor 9 Jahren

    @Sancho: Thrash is geil, jo. Aber ich mag auch Power sehr gerne, vorausgesetzt es werden da gute Akzente gesetzt. Und Prog ist mittlerweile nichts anderes als eine Genrebezeichnung und wird der Idee progressiv zu sein schon seit Jahren nicht mehr gerecht, egal wie gut Mekong Delta, Opeth oder Dream Theater sind.