laut.de-Kritik

Da passen sich sogar Miss Kittin oder Tricky gerne an ...

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Vor drei Jahren hat die Londoner Produzentin Maya Jane Coles ihr Debütalbum veröffentlicht. Der selbstbetitelte Longplayer erschien damals lediglich als MP3. Als unbekannter Künstler muss man auf jeden Cent achten. Doch die Situation heute ist mit der vor drei Jahren nicht im geringsten zu vergleichen. "Comfort" ist das Album einer Produzentin, die in den vergangen drei Jahren eine unglaubliche Entwicklung hingelegt hat.

Was ist seit ihrem Debüt 2010 geschehen? Schon kurz danach veröffentlichte Franck Roger Coles Tracks auf seinem Label Real Tone, wenig später folgte Anja Schneider und holte die Britin für einige Tracks auf ihr Mobilee Label. 2012 schließlich folgte die Einladung, sich für das Berliner Traditionslabel Studio K7 an den Mixer zu stellen und ein neues "DJ-Kicks"-Set einzuspielen.

Mit dem hochgelobten Release im Rücken hat sich die sympathische Britin an die Arbeit zu ihrem zweiten Album "Comfort" gemacht. Zu den Gästen gehören unter anderem Trip Hop-Legende Tricky, Tim Ann Foxman von Hercules And Love Affair und Techno-Kätzchen Miss Kittin.

Die Französin steuert mit "Take A Ride" sogar ein eigenes Stück zum Longplayer von Maya Jane Coles bei. Normalerweise ja nicht gerade für deepe Sounds bekannt, passt Kittin sich mit ihrer dubbigen Nummer der Stimmung auf "Comfort" perfekt an und bleibt dennoch unverkennbar sie selbst. Ein natürlicher Verbündeter hingegen ist Tricky, der sich ja seit jeher bestens mit rauchgeschwängerten Sounds auskennt.

Im Gegensatz zu den meisten ihrer besherigen Releases, die immer mal wieder Ausflüge in Richtung Dubstep enthielten, ist "Comfort" vom ersten bis zum letzten Ton ein Deep House-Album mit einer über weite Strecken zelebrierten Vorliebe für Vocals. DJs werden an den Tracks ihre Freude haben. Fans ihrer experimentelleren Seite werden vielleicht nur schwer einen Zugang zu "Comfort" finden.

Trackliste

  1. 1. Comfort
  2. 2. Easier To Hide
  3. 3. Burning Bright feat. Kim Ann Foxman
  4. 4. Dreamer
  5. 5. Blame feat. Nadine Shah
  6. 6. Stranger
  7. 7. Everything feat. Karin Park
  8. 8. Fall From Grace feat. Catherine Pockson
  9. 9. Wait For You feat. Tricky
  10. 10. When I'm In Love feat. Thomas Knights
  11. 11. Take A Ride feat. Miss Kittin
  12. 12. Come Home

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2 Kommentare

  • Vor 6 Jahren

    Bin ehrlich gesagt enttäuscht. Die Easier to Hide EP war der perfekte Mix zwischen ihren DJ Tracks und Vocal (Deep) House. Ein Track findet sich hier zwar wieder, aber der Rest klingt einfach etwas belanglos, auch wenn sich ander DJs 'ne Hand für manche der Tracks abhacken würden.

  • Vor 6 Jahren

    Ist finde ich, ein starkes album geworden. gibt zwar ein paar tracks, die mir nicht so zusagen (z.b. dreamer, fall from grace), aber der großteil des albums ist wunderbar minimalistisch-dubbig-housig gehalten, was mir sehr gut gefällt. finde, das war bisher immer ihre größte stärke, ebenso, wie sehr sie es versteht vocals zu setzen.
    sicherlich nicht der höhepunkt ihres schaffens, den hat sie bis dato mit Hummingbird/Nobody else geliefert. 4/5 würde ich für Comfort geben
    Edit: sehr schade, dass es nicht auf vinyl erscheint