laut.de-Kritik

Fünfzehn Songs geballte Langeweile kann keiner gebrauchen.

Review von

"She doesn't love me - Oh My Lord. This doesn't mean it's a tragedy". Und das ist nur ein Ausschnitt aus den Texten, die Marc Anthony seinen Hörern zumutet. Das ganze Album ist ein einziger Weichspülgang.

Das klingt ein bisschen wie Jennifer Lopez in männlich. Sommerfeeling verspricht jeder Song auf Teufel komm raus. Die Single "I've Got You" erinnert gar an die Partystimmung früher Take That-Songs. Das ist dann aber auch schon der Höhepunkt dieses aalglatten Popalbums. Denn hier geht es eigentlich nur um eins: die Liebe.

Gitarren, deren Rhythmus lateinamerikanisches Ferienfeeling verbreiten, kombiniert Anthony mit sehnsüchtigen Liebestexten. Seine Vocals sind hochprofessionell, hat er doch schon in einem Broadway-Musical gesungen. Mal samtig, mal sexy, passt sie sich der Atmosphäre der Songs an. Das ist sein Metier.

Nicht zu seinen Fähigkeiten gehört jedoch, Abwechslung auf das Album zu bringen. Spätestens ab dem fünften Song hat man alles gehört und langweilt sich. Das ist einfach nur noch anstrengend. Mal eine Single zu hören ist nett - für Leute die auf lateinamerikanisch angehauchte Partymusik stehen. Aber dann reichts. Denn fünfzehn Songs geballte Langeweile kann keiner gebrauchen.

Trackliste

  1. 1. Love Won't Get Any Better
  2. 2. She Mends Me
  3. 3. I've Got You
  4. 4. I Need You
  5. 5. Tragedy
  6. 6. I Reach For You
  7. 7. I Swear
  8. 8. Don't Tell Me It's Love
  9. 9. Do You Believe In Loneliness
  10. 10. Give Me A Reason
  11. 11. I Wanna Be Free
  12. 12. Everything You Do
  13. 13. Te Tengo Aquí
  14. 14. Me Haces Fatta
  15. 15. Tragedia

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