War es je einfacher, jemandem Erfolg zu gönnen als Lil Nas X? Der Junge ist nach dem "Old Town Road"-Viralerfolg mühelos als offen schwuler, schwarzer Pop- und Rap-Star durchgestartet, das muss ihm erst einmal jemand nachmachen. So sehr virales Marketing und das mystische Verständnis der Gen Z eine …

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  • Vor 2 Monaten

    Kann mit seiner Musik bis auf 2,3 Tracks nicht viel anfangen aber der Erfolg ist ihn absolut gegönnt und kommt auch sehr sympathisch und authentisch rüber.

    • Vor 2 Monaten

      Sehe ich auch so, cooler Typ und einer der unterhaltsamsten seit laaanger Zeit im Musikbiz.
      Ich kann mir nur vorstellen, wie sehr der vor allem in den USA viele Leute triggert und das mit einer wichtigen Message.

  • Vor 2 Monaten

    wenn ich das banner von montero bei spotify sehe, habe ich bock, mal wieder overwatch zu zocken

  • Vor 2 Monaten

    "Schwuler Rap" ist an sich gesehen nix neues - Anfang der 2000er gab's Leute aus dem good life cafe und project blowed Umfeld, die sowas starten wollten. Leider war das nicht der talentierte Teil dieser Szene. Es gab auch Leute wie Cazwell, der glaube ich auch mit Lady Gaga gearbeitet hat aber nur ein größerer Nischenhit in der Dance-Musik wurde.
    Das ist immer ein zweischneidiges Schwert - es kann interessant sein, was über seine Identität zu erzählen aber man kann es auch als Gimmick benutzen, weil man sonst keine besonders interessante Person ist. Ich habe bei Lil Nas X immer das Gefühl, dass letzteres der Fall ist. Die beats sind sowieso nicht mein Fall, allerdings fehlt einfach irgendein interessanter Blickwinkel auf das Thema seiner schwulen Identität, das über "hey, ich bin schwul" hinausreicht und das kompensieren könnte. Auch die in der Review gelobten Tracks mit ein bisschen Lebensgeschichte werfen kein besonders interessantes Licht darauf, sondern wirken wie ein Posting auf Facebook, auf dem sich ein Teenager auskotzt (das könnte die Intention sein, allerdings holt mich das als Zuhörer nicht unbedingt ab). Über sein Können als MC sage ich mal nichts, weil ich nicht denke, dass es sein Anspruch ist, ein technisch sauberes Rapalbum zu produzieren.
    Von mir also eher 1/5.

    • Vor 2 Monaten

      Korrekt. Erfolg ist ihm zu gönnen, nur ist er halt erst ungefähr an fünfter Stelle Musiker. Es ist im zugute zu halten, daß er seine rauen, nicht besonders gut klingenden Tracks nicht aus der Hand gibt. Ein Industrie-Muppet-Produzententeam hätte sie wahrscheinlich komplett auf slick gestaltet. Würde zwar besser klingen, aber eben auch alles Sympathische auslöschen.

    • Vor 2 Monaten

      Klingt vielleicht dumm aber ich finde jetzt auch nicht dass er die Musik macht in der man große inhaltliche Statements setzt bzw. Würde dass nicht gut funktionieren. Finde eher es würde der Musik sogar noch schaden. Dazu kommt dass es eventuell auch nicht mehr als diese paar Einblicke die er auf diesen Album gibt zu diesem Thema zu sagen gibt. Am Ende ist es nur eine Sexualität, damit kannst du kein ganzes Album füllen. Klar macht man als schwuler mehr unangenehme Erfahrungen aber soll er jetzt jede davon schildern? Meiner Meinung nach ist er ausreichend und tiefgründig genug auf dass Thema eingegangen.

  • Vor 2 Monaten

    Wußtet ihr übrigens, daß Lil Nas X homosexuell ist? Geht manchmal als Subtext etwas unter.

  • Vor 2 Monaten

    "...ist als Album seiner eigenen Produkthaftigkeit bewusst. Das ist ein seltenes Phänomen"
    Genau dasselbe schreibt ihr bei fast jedem K-Pop Release (zB Blackpink), da wird es als positiv angesehen und hier als negativ. Interessant...

  • Vor 2 Monaten

    Sein Marketing-Tool ist seine Sexualität! Das ist schade, wirkt für mich alles zu gewollt! Wirkt nicht authentisch und die Musik hat solide Ansätze, da ist aber nichts mit Substanz oder gar etwas, dass einen vom Hocker hauen würde.

    • Vor 2 Monaten

      Authentisch soll bei dieser minajigen Melange aus Tiktok, Hyperpop und Hip-Hop-Auswüchsen auch gar nix sein. Völlig verkehrtes Bewertungskriterium!

  • Vor 2 Monaten

    Die Kommentare sind laut.de-typisch zu kurz gedacht. Es wird kritisiert, dass Lil Nas X nur rumposaunt, schwul zu sein und das schwul-sein recht Oberflächlich thematisiert. Es wird behauptet, dass seine Sexualität so zum Gimmick wird.
    Jedoch würde ich bahaupten, dass genau dieser offene und stumpfe Umgang mit dem schwul-sein auf diesem Level der Popularität eine gewisse Neuerung ist. Er geht mit seiner Homosexualität genau so stumpf um, wie alle heterosexuellen Popstars mit ihrer Heterosexualität. Damit Normalisiert er seine Sexualität, das ist sehr gut so.

    Oder würde das Publikum hier sagen, dass Dua Lipas *mehr als einmal präsentierte* Heterosexualität auf Future Nostalgia zu stumpf präsentiert und somit zum Gimmick wurde?