Ravensburg. Drogeriemarkt Müller. Musikabteilung. Irgendwann 2006. Ich muss vorher wohl aufgeschnappt haben, dass man als Linkin Park-Fan auch Korn gut finden könnte. Also die aktuelle Platte "See You On The Other Side" schnappen und ab damit in einen der längst überholten CD-Player. Eine Minute …

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  • Vor 6 Jahren

    Uhhhh das wird ein Fanboy vs. Hater Fest !
    Aber egal wie man zu Korn steht, das Debut iist auf jedenfall ein Meilenstein. Ob die nachfolgende Entwickelung nun positiv oder negativ war muss jeder selbst wissen. Limp Bizkit sind auf jeden Fall noch heute sackgeil

  • Vor 6 Jahren

    "Eine musikalische Bewegung, die heute gerne als stupides Jugendphänomen belächelt wird und ein Jahrzehnt später restlos ausgeschlachtet und totgehypt zugrunde ging."

    War das nicht immer schon so, das musikalische Entwicklung stellvertretend für ihre Zeit steht und da dann auch verharrt bis zum nächsten Step? Kenne jedenfalls keine Musikrichtung in der modernen Rock/Popmusik, die nicht schon tot geschrieben wurde und dann nicht wiederbelebt und quietsche vergnügt aus der Mottenkiste hüpfte.

  • Vor 6 Jahren

    Was für ein Zufall :D Hab ich mir gestern spontan im Saturn gekauft und dachte mir noch: "Hm könnte auch mal nen Meilenstein vertragen die Platte" und Zack da ist er. War nach dem Around the Fur Meilenstein für die Deftones eh nur eine Frage der Zeit und absolut berechtigt. Man kann das Genre gerne hassen, aber einige wenige sehr starke Höhepunkte wie Around the Fur, Korn's Follow the Leader, die bereits angesprochene Hybrid Theory oder auch Toxicity kann man dem Nu Metal einfach nicht absprechen !!

    • Vor 6 Jahren

      Chocolate Starfish würde ich auch reinzählen, die Dichte an Hits ist meiner Meinung nach auf dieser Scheibe kaum zu überbieten, gefühlt jeder Track wurde erfolgreich mit fettem Video ausgekoppelt und alle weiteren Songs auf der Scheibe sind ebenfalls Instant-Classics des Genres. Man kann sie belächeln, aber man muss auch würdigen dass Sie dope waren und auch heute noch ganz ordentlich abliefern.

    • Vor 6 Jahren

      Hmm würde wohl eher zur Significant Other tendieren. "Break Stuff" ist einfach zu fett. Populärer und stilprägender wird die Chocolate Starfish aber wohl gewesen sein, da hast Du Recht.

    • Vor 6 Jahren

      Signifcant Other ist ganz nett, Chocolate Starfish ist hingegen schlecht produzierter, monotoner, sich lediglich auf Riffs stützender, schlecht gesungener und gerappter Abfall mit miserablen Texten und und ein paar einprägsamen Refrains.

  • Vor 6 Jahren

    Also Toxicity dem Nu-Metal zuzuschreiben halte ich für gewagt, obwohl es wohl ein Meilenstein als Crossover-Metal verdient hätte.

  • Vor 6 Jahren

    Diese Platte ist natürlich unendlich groß und verdient diese Auszeichnung. Kenne wenige Platten die aus dem Nichts einen so komplett neuen Stil erschufen.

  • Vor 6 Jahren

    Ahem, die Blaupause für New Meatl haben ein paar Jahre zuvor schon Faith No More abgeliefert.^^

  • Vor 6 Jahren

    Absoluter Meilenstein!

    Und zum Genre: Lustigerweise werden Korn (berechtigter Weise) als Urväter des NuMetals bezeichnet. Die nachfolgenden Bands des Genres klingen jedoch untereinander alle ziemlich ähnlich, nur keine klingt nach dem selbstbetitelten Album oder etwa Life is Peachy.

    Die alten Alben passen irgendwie eher ins Grunge-Genre, an die Seite von Alice in Chains etc. Erst ab Follow the Leader passt die Bezeichnung NuMetal einigermaßen auch auf Korn.

  • Vor 6 Jahren

    Was für einen Quatsch hier manche absondern. KoRn/Life is peachy im (durch den unterschiedlichen Sound der zugerechneten Bands eh schon extrem heterogenen) Grunge-Genre? Kornsound ist ähnlich alter AiC-Platten? Geht's noch?

    Und es hat sich nie jemand getraut exakt wie Korn zu klingen? Seid ihr alle erst Anfang 20 oder was? Nie was von bspw. coal chamber gehört? Die Schiene wurde drüben von Anfang an als Schnitt zum Grunge betrachtet und entsprechend ausgeschlachtet.
    https://www.youtube.com/watch?v=y8jK7o2kOzU

    ...das kam nicht mal ein Jahr nach dem Korn-Debüt. Neben den deftones hatten eigentlich nur Snot noch das musikalische Potential, sich mal völlig aus diesem NuMetal-Sumpf zu verabschieden. Konsorten wie Linkin Park haben sich in den Poprock gerettet, die Genreväter und Acts wie Limp Bizkit leben vom altbackenen, einer scheinbar nimmermüden Fanbase und dem Blick auf's zu erwartende NuMetal-Revival im Mainstream etwa Mitte der 2020er...

    • Vor 6 Jahren

      soulburn, nimms mir nicht übel aber das ist doch bloß
      http://www.youtube.com/watch?v=sTgTNNfMaOY

      Der wohlverdiente Limp Bizkit Meilenstein wird trotzdem eines Tages folgen :)

    • Vor 6 Jahren

      Ja, und es wird "Chocolate Starfish...", obwohl es eigentlich "Significant Other" sein müsste. Verrückte Welt.

      Und bzgl. "Blah...": Ist hier denn ein Kommentar mit mehr Gehalt, als meiner hat? Wenn du Gehalt willst, geh zu "You don't know, laut.de!" (im aktuellen Sunrise Avenue-Albenfaden) und check neues und unbekanntes.

    • Vor 6 Jahren

      Verrückt ist diese Welt wirklich aber nicht deswegen.

      Ich wollte bloß mit ein wenig Humor auf deinen erneuten und gewieften Limp-Bizkit-Bash reagieren, da hatten wir ja schon eine lange Diskussion dazu. War aber nicht meine Intention dich zu beleidigen :)
      Die Diskussion schaue ich mir mal an, danke

    • Vor 6 Jahren

      War auch nicht so flammend jähzornig gemeint, wie es vielleicht gerade bei dir ankam... bin wohl aktuell etwas unterzuckert ;)

    • Vor 6 Jahren

      Ich finde diese Perzeption spannend, dass man aus diesem 'Sumpf' raus sollte/müsste. Nu Metal war natürlich ein Phänomen des Zeitgeists, aber ähnlich wie beim Punk sehe ich die technische Rohheit der Musik eher als definierendes Merkmal denn als Schwäche. Deftones kamen, trotz oder wegen ihrer Fähigkeiten, mMn nie an die atmosphärische Dichte und Dringlichkeit der früheren Korn-Platten heran.

      Wen und was genau Nu Metal denn jetzt alles enthält, ist eine andere Frage. Grundsätzlich glaube ich, dass eine Aussage darüber, was Nu Metal nicht ist, verglichen mit der anderen 'harten Mainstream-Musik' vor und während der Blütezeit, ein geschlosseneres Bild liefert.

      Mal sehen, was der unvermeidliche Post-Nu Metal uns so bringen wird.

    • Vor 6 Jahren

      Limp Bizkit Meilenstein? Alter..

    • Vor 6 Jahren

      Zu den Hampelmännern von LB und ihrer Musik von damals/heute (no difference) kann man anno 2014 stehen wie man will, lauti, aber ihnen den immensen "cultural impact" abzusprechen, den sie auch und vor allem hierzulande um bspw. die "Chocolate Starfish" herum hatten, gelingt nur für dich selbst - nicht für die aufgeklärte Öffentlichkeit ;)

      ..auch wenn ich persönlich halt 1999 und, wenn überhaupt, die "Significant Other" aus der Musikrichtung noch mehr feier als alles, was im NuMetal ab 2000 noch so passierte...

    • Vor 6 Jahren

      Aufgeklärte Öffentlichkeit.. Ich kenne sehr viele aus meiner Generation die LB (und den ganzen Nu-Metalkram) eher als Hüpf-Metal-Hampelmänner ansehen. Aber gut, will sicher nicht meine Meinung höher stellen als die anderer Menschen, kann den ganzen NuMetal-Kram nur schon seit damals nicht ernst nehmen.
      Wenn für mich etwas im Crossover-Bereich einen Impact hatte, dann Rage, der Judgment-Night-Soundtrack, oder die frühen Collabos PE/RunDMC/Antrhrax/Aerosmith, etc. LB war für mich dann nur noch der kommerziell erfolgreiche Abklatsch davon. Der Tropfen mit dem Fass und so war dann noch die Behind-Blue-Eyes-Frechheit. Aber gut, wenn die aufgeklärte Öffentlichkeit das anders sieht, gerne. ;)

    • Vor 6 Jahren

      Äh, dass die ganze Nu Metal Soße natürlich auch eine ganz bestimmte Altersschicht mit (meist) daran gebundenen Gefühlen und Problemen angesprochen hat, ist wohl kein Geheimnis. So gerne man es als aufgeklärter und mit Horizont ausgestatteter Hörer auch von sich weist, kommerzieller Erfolg hat seine Gründe. Manchmal Gute, manchmal weniger Gute, im Falle Korn/LB mMn eher Gute.

    • Vor 6 Jahren

      Ich weiß noch wie ich meinen kleinen Bruder damals geschimpft habe weil er son richtiges LB-Fanboy-Kiddie war.. ;) 10 Jahre früher hatte mein großer Bruder mich geschimpft weil ich lange Haare hatte und Soundgarden statt Pink Floyd gehört hab.. tja. :)
      Schon ok, jeder wie er mag, aber die Urväter sehe ich schon eher wie oben erwähnt, kultureller Impact und Verkaufs-Relevanz hin oder her.

    • Vor 6 Jahren

      Nur kurz meine Soße dazu: Einen LB Meilenstein wird es hier m.E. nicht geben, aus dem einfachen Grund dass sowohl Chocolate Starfish als auch Significant Other bereits eine Rezension bekommen haben. Das einzige Album was also noch in Betracht kommen würde ist Three Dollar Bills Y' All" und ich glaube nicht, dass das eine Meilenstein-Rezi erhält. Oder hab ich eure oberen Kommentare jetzt missverstanden?

    • Vor 6 Jahren

      Das Kriterium "Cultural Impact" geht ja über reinen kommerziellen Erfolg hinaus und hat hier auch schon andere Meilensteine (mit)gekürt.

      Klar ist es heute cool, LB als die Hüpf-Hampler abzustempeln, die sie immer waren und sein wollten und klar haben das viele auch schon damals gecheckt, war ja kein Geniestreich. Dass da aus musikalisch-innovativer und technischer Sicht erst noch andere Namen bei den Meilensteinen auftauchen müssten, ist auch jedem klar.

      Sie und ihre damalige Breitenwirkung (lief auf JEDER Abifete, brachte unzählige Leute überhaupt erst zu Beschäftigung mit "härterer" Musik, machte viele kleinere Acts im Zuge ihres Ruhms bekannter, PLUS eben kommerzieller Erfolg...) aber aufgrund besagter Gründe kleiner zu reden und ihnen gar keinen Meilenstein zugestehen zu wollen, halte ich nur für etwas überzogen von lauti.

    • Vor 6 Jahren

      @Atom
      Gut mitgedacht. Dann wären wir hier ja durch.

      /closed. :D

    • Vor 6 Jahren

      Atom: Du hast Recht. Ich war mit der laut.de-Meilenstein-Regelung zwar nie einverstanden, aber so ist es eben, da wird wohl nichts kommen.

    • Vor 6 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 6 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 6 Jahren

      @soulburn
      Na da fühlte sich jemand aber vor den Kopf gestoßen :P

      Ja ich bin der Meinung, dass die ersten beiden Korn-Platten besser in eine Umgebung wie etwa "Dirt", "Alice in Chains", "Badmotorfinger", "Superunknown" einige Sachen der Melvins oder ganz besonders "Bleach" passen, als "Significant Other", "Hybrid Theory" oder "Infest" (die für mich das sind, woran ich zuerst denke wenn ich den Begriff NuMetal höre…)

      (Randnotiz: Mysteriöser Weise wurden viele der genannten Grunge-Alben von Toby Wright, Michael Beinhorn oder Terry Date produziert, die dann auch für Korn produziert haben).

      https://www.youtube.com/watch?v=HMDGO8RjJEg

      Das sich keiner getraut haben soll, sie zu kopieren zu versuchen sehe ich auch nicht so. Adema wäre da als weiteres Beispiel genannt. (Das Coal Chamber kam übrigens fast drei Jahre nach Korn und nicht ein Jahr danach.)

      Diese Korn-Sound-Bands haben jedoch nie mehr als ein halbwegs erfolgreiches Album nach dem Reiten auf der "Neuen Welle" geschafft, trödelten dann noch ein paar Jährchen mit den gesammelten Fans umher und verschwanden dann mehr oder weniger. Relevanz besitzen die heute eigentlich nichtmehr. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Musik heute noch neue Fans finden wird, wohingegen ich schon einige Kids getroffen habe, die die alten Korn Alben für sich entdeckt haben und nun daran erfreuen, obwohl sie zur besagten Zeit noch flüssig waren.

    • Vor 6 Jahren

      Stampede of the Disco Elephants wird einfach ein instant-Meilenstein, ihr Zweifler!

      Die Regelung wird sich sowieso erledigen, sobald Meilensteine in zeitlichen Regionen anstehen, zu denen laut schon normale Reviews gebracht hat, da wird ich das Problem nicht mehr vermeiden lassen.

      Kommerzieller Erfolg und große Breitenwirkung korrelieren gut genug, dass ich das einfach mal synonym genommen habe, da steckte kein Prinzip mit Aussage hinter. Aber es ist natürlich unsauber, ja.

    • Vor 6 Jahren

      Nein, ich war unterzuckert, ihr Penner. Schön für euch, wenn ihr ganztägig die Möglichkeit habt, solche Stimmungsschwankungen zu vermeiden! :D

      Da passieren dann auch Konzentrationsfehler wie bei der Coal Chamber-VÖ ;)

    • Vor 6 Jahren

      Ich bekomme immer nur schwere Stilschwankungen, wenn ich von diesem Teufelsgerät, das sich früher mal wegen einer seiner herausragenden Eigenschaften 'Handy' nannte, schreiben muss. Das sind mindestens drei Schläge mehr bei der anstehenden Selbstgeißelung zuhause.

    • Vor 6 Jahren

      Neulich hatte ich fuer 2-3 Sekunden so einen miesen Drang, mir Darwin's Waiting Room, Nonpoint und Downthesun zu geben.

    • Vor 6 Jahren

      Das mit dem Coal Chamber Song stimmt aber so auch nicht.. Der erschien 1994 auf deren Demo, zwar soundtechnisch nicht so gut, aber schon im selben Klang. Da ist das "kopieren" dann schon wieder schwieriger.

  • Vor 6 Jahren

    Da ich damit rechne, dass noch einige Hass-Attacken folgen werden, will ich mich vorab bei Simon Langemann und bei laut.de generell für die Rezension bedanken. Sehr mutige und sehr konsequente Auswahl. Man kann vom Nu Metal halten, was man will, aber dieses Genre ist schlicht und ergreifend ein Sprachrohr und nicht so ein Gepose wie dieses Indie-Getue à la Arctic Monkeys. Speziell bei Korn oder bei den Deftones geht es nicht um ein hübsches Image, sondern um aufrichtige Emotionen und ehrliche Überzeugungen, was dieses Genre für mich automatisch sympathisch macht.
    Was speziell Korn anbelangt, so halte ich zwar eher Follow the Leader für ein Meilenstein, weil es einfach das bahnbrechendere Album ist (vor allem die Riffs sind für mich an Originalität kaum zu überbieten), aber deren Debütalbum ist auch nicht ganz ohne, vor allem, weil Shoots and Ladders perfekt arrangiert und Daddy eines der intensivsten Songs aller Zeiten ist (vor allem bei Schluss zieht sich in mir alles zusammen), von daher: Tolle Wahl, laut.de, weiter so!!
    KORN FTW
    (Entschuldigt einige etwas unbeholfene Formulierungen, bin gerade etwas besoffen).

  • Vor 6 Jahren

    Da ich damit rechne, dass noch einige Hass-Attacken folgen werden, will ich mich vorab bei Simon Langemann und bei laut.de generell für die Rezension bedanken. Sehr mutige und sehr konsequente Auswahl. Man kann vom Nu Metal halten, was man will, aber dieses Genre ist schlicht und ergreifend ein Sprachrohr und nicht so ein Gepose wie dieses Indie-Getue à la Arctic Monkeys. Speziell bei Korn oder bei den Deftones geht es nicht um ein hübsches Image, sondern um aufrichtige Emotionen und ehrliche Überzeugungen, was dieses Genre für mich automatisch sympathisch macht.
    Was speziell Korn anbelangt, so halte ich zwar eher Follow the Leader für ein Meilenstein, weil es einfach das bahnbrechendere Album ist (vor allem die Riffs sind für mich an Originalität kaum zu überbieten), aber deren Debütalbum ist auch nicht ganz ohne, vor allem, weil Shoots and Ladders perfekt arrangiert und Daddy eines der intensivsten Songs aller Zeiten ist (vor allem bei Schluss zieht sich in mir alles zusammen), von daher: Tolle Wahl, laut.de, weiter so!!
    KORN FTW
    (Entschuldigt einige etwas unbeholfene Formulierungen, bin gerade etwas besoffen).

    • Vor 6 Jahren

      Hmm ich sehe die Arctic Monkeys auch absolut als Sprachrohr nur halt auf ein völlig anderes Gefühl bezogen. Is ja auch egal, ich hör halt beide Bands gerne :D Und meiner Meinung nach ist sowieso Around the Fur > sämtliches alternative/crossover/whatever Album. Sogar noch vor Korn auch wenn die definitiv den Grundstein gelegt haben. Allerdings muss mann dann meiner Meinung nach auch beispielsweise Hybrid Theory wertschätzen (auch wenn es natürlich kommerzieller orientiert war als Alles davor). Chester hat sich bei dem Album genauso ehrlich die verzweifelte Seele aus dem Leib geschrien wie Chino und Jonathanc es getan haben.
      Außerdem finde ich es irgendwie interessant wie gut sich sehr viele Leute hier eigentlich mit Nu-Metal bzw. Alternative auskennen obwohl ersteres ja eigentlich in musikschätzenden Kreisen total verpönt ist??

    • Vor 6 Jahren

      Erfahrungsgemäß is man irgendwann abgeklärt genug, seinen im Rückblick manchmal fragwürdig erscheinenden musikalischen Werdegang vernünftig einzuordnen - und ein guter Teil der User hier wurde nunmal genau in der Nu Metal Welle groß. Was viele von uns natürlich nicht davon abhält, die Jugend-Mainstream-Phänomene der Jetztzeit zu vermöbeln, aber das ist wohl ein urmenschlicher Reflex.

    • Vor 6 Jahren

      Groß geworden bin ich zur Nu-Metal-Zeit nicht wirklich (bin ja erst 19), aber dennoch feiere ich dieses Genre ab ohne Ende, weil es eine völlig neue Form der musikalischen Direktheit ist. Das entdecke ich bei aktuellen musikalischen Strömungen nicht wirklich. Ich mag zwar die Strokes und die White Stripes sehr gerne, aber das heutige Indie-Rock-Genre ist für mich inhaltich an Banalität kaum zu überbieten. Es mag zwar eine Art Meckerer-Instinkt sein, aber heutzutage kann ich so eine Strömungsexplosion wie in den 90ern nicht mehr entdecken. Wenn ich mich heute im Rock-Genre so umschaue, entdecke ich nur Indie-Geplänkel der Sorte Arctic Monkeys oder - ganz schlimm - langhaarige Nerds, die Uriah Heep und konsorten nachahmen. Ehrliche Überzeugungen wie damals bei Rage Against the Machine, Nirvana oder eben Korn entdecke ich da nicht mehr. Für mich ist das nur noch Gepose der übelsten Sorte.

    • Vor 6 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 6 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 6 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 6 Jahren durch den Autor entfernt.

    • Vor 6 Jahren

      Böse Zungen würden behaupten, dass die Musik so oberflächlich ist wie die Breite der Konsumenten, aber das wäre, wenn auch vermutlich nicht komplett falsch, nur ein winziger Teil der Wahrhheit. Musikkonsum ist durch die große Verfügbarkeit und Zugänglichkeit im Zuge der Streamingdienste und des Internets allgemein viel persönllicher geworden, was eben auch bedeutet, dass die Schwelle für die Übernahme des Mainstreams durch eine verbindende Jugendmusik höher geworden ist. Charts und MTV haben einen viel kleineren Einfluss, in vielen Wochen reichen in Deutschland weniger als 25000 verkaufte Alben für Platz 1.

      Fehlende "Ehrlichkeit" in der Musik ist ein anderes Thema, ich weiß zwar, was du damit meinst, allerdings ist der Ausdruck mir zu despektierlich. Musik, die einfach laut die Probleme des Aufwachsens herausschreit und sich damit etwas rebellischer von "erwachsenen" Themen abgrenzt, gibt es im Moment in einer Dichte, dass man daraus eine Bewegung konstruieren könnte, nicht. Zumindest nicht verglichen mit Grunge, Nu Metal, Emo/Screamo oder gar so etwas wie die Anfänge des Rock'n'Roll oder Punk. Ich hege allerdings keine Zweifel daran, dass sich das ändern könnte, wenn die Komponenten, die solche "Bewegungen" auslösen, wieder zusammen kommen.

      [EDIT]Ist irgendwas mit dem BB/html-code kaputt?

  • Vor 6 Jahren

    Geiles Album aber ich persönlich finde Follow your Leader besser.