laut.de-Kritik

Schnelle Drums und prägnante Gitarrenriffs.

Review von

Die Kaiser Chiefs entwickelten ihren Stil konsequent weiter, mit dem vorzeitig konsequentesten aller Höhepunkte: "Off With Their Heads". Zusammen mit den Produzenten Mark Ronson und Eliot James besinnen sie sich nach einem eher poppigen Album auf ihre Rock-Wurzeln zurück.

Dabei lassen sie aber alle Hektik hinter sich. Ihre Lieder sind perfekt ausgeklügelt, jeder Ton fügt sich ins Ganze ein. Nicht mehr der punkende Jugendliche macht hier Musik, der in jede sich bietende Richtung schlägt, sondern der junge Erwachsene, der genau weiß, was er will.

Und das ist vor allem: dass ihr tanzt! Diesem Ziel ordnen sich die Texte, laut Sänger Ricky sowieso "nur Worte", bedenkenlos unter - sie ergeben meistens wenig Sinn. Stattdessen folgen sie den schnellen Drums und den prägnanten Gitarrenriffs, die unaufhaltsam vorwärts treiben.

Wer seinen Stil gefunden hat, kann kontrollierte Experimente zulassen. So packt "You Want History" den guten alten Synthie aus, Flamenco-Klänge bereichern "Spanish Metal", James Bond-Musiker David Arnold sorgt für Streicherarrangements in "Like It Too Much", Rapper Sway tönt in Puff Daddy-Manier zu "Half The Truth" und Lily Allen vom New Young Pony Club singt zu "Always Happens Like That" die Backing-Vocals.

Das sorgt zwar für Vielfalt und Tiefe, Chiefs im Ring bleiben aber immer die Kaiser und die Tanztauglichkeit ihrer Songs. Die Experimente bleiben im Hintergrund, die jungen Männer kennen ihre Grenzen. Kein Wunder also, dass kein Lied durchhängt und eine Spannung das Album durchwebt, die nie abreißt.

Trackliste

  1. 1. Spanish Metal
  2. 2. Never Miss A Beat
  3. 3. Like It Too Much
  4. 4. You Want History
  5. 5. Can't Say What I Mean
  6. 6. Good Days Bad Days
  7. 7. Tomato In The Rain
  8. 8. Half The Truth
  9. 9. Always Happens Like That
  10. 10. Addicted To Drugs
  11. 11. Remember You're A Girl

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LAUT.DE-PORTRÄT Kaiser Chiefs

"Everyday I love you less and less / It's good to see that you've become obsessed / I got to get this message to the press / That Everyday I love you …

27 Kommentare

  • Vor 11 Jahren

    genau so langweilig wie die vorgänger-.

  • Vor 11 Jahren

    Nun ja die Vorgänger waren besser irgendwie. Zumindest war es kein Einheitsbrei, wie er uns jetzt vorgelegt wurde. Selbst nach mehrmaligem Durchhören will's mir nicht gefallen. Da fehlt mir einfach der Ohrwurm bzw. wenigstens ein kleines Ohrwümchen.

    Bei dem Satz hier allerdings frag ich mich, wie er wohl vom Rezensenten gemeint ist: "Das sorgt zwar für Vielfalt und Tiefe, Chiefs im Ring bleiben aber immer die Kaiser und die Tanztauglichkeit ihrer Songs."
    Sollte er aussagen, dass die Tanzbarkeit die Hauptsache bei den Kaiser Chiefs sei, möchte ich hier gern widersprechen. Zu den wenigsten Kaiser Chief Songs kann man wirklich gut tanzen. Denn sie sind dazu meistens viel zu laaaahm.

  • Vor 11 Jahren

    Kenne das Album noch nicht, allerdings schon "Always Happens Like That". Alter, das Lied ist mal sowas von Sommer-Hit (auch im Winter)! Bringt mich zum Grinsen. :)

  • Vor 10 Jahren

    Ich muss User "Nothan" VOLL zustimmen!

    "Ruby" ist ein erstklassiges Lied; der Refrain kann halt schnell nerven, kein Wunder, wenn das Lied plötzlich aus allen Radios und noch schlimmer der Refrain aus allen Handys dudelt!

    Tja, und schlussendlich war "Yours Truly, Angry Mob" damit besser als sein Vorgänger; denn die wirklich starken Lieder versteckten sich am Schluss der Tracklist: Lieder 11-13, "Learnt My Lesson Well" voran!

    Mit dieser Meinung stehe ich vielleicht alleine da.

    Hör mir grade das neue an; gewöhnungsbedürftig, aber flott; wahrscheinlich insgesamt doch das bis jetzt Beste!

  • Vor 10 Jahren

    ich muss ehrlich sagen, dass ich ziemlich positiv überrascht bin...
    also wer "Employment" mochte und spaß damit hatte, wird auch mit der "Off With Their Heads" was anfangen können.