Wäre diese Geschichte ein Märchen, man erzählte sie wohl folgendermaßen: Es war einmal ein schöner Prinz. Alle Mädchen fanden ihn ganz bezaubernd. Sein Hit "Baby, Baby" ließ die Polkappen schmelzen. Im ganzen Land herrschte Frieden und Eintracht, das Volk liebte ihn. Doch auf einmal stellte sich …

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  • Vor 6 Jahren

    Verführerisch rekelte ich mich auf meiner Poolliege und warf meine schwarzen Locken über die Schulter.
    Ein nasses Gefühl auf meinem Bauch ließ mich hochschrecken.
    Genervt schob ich mir meine Ray Ban-Sonnenbrille in die Haare.
    Wasser.
    Plötzlich spritzte es auf und ich war klatschnass.
    Kreischend sprang ich auf.
    "Wer war das?", schrie ich wütend.
    "Ups. Sorry", entschuldigte sich ein Typ, der gerade aus dem Pool stieg. Ich verdrehte die Augen und wartete, dass mich dieser Typ endlich ansah, damit ich ihn fertig machen konnte- wenn schon, denn schon.
    Er strich sich die braunen Haare aus dem Gesicht und hervorkam- Justin Bieber. Nicht auch noch der. Hoffentlich erkannte er mich nicht, denn mein Vater hatte irgendetwas mit seiner Plattenfirma, Island Def Jam, zu tun.
    "Jetzt hör mir mal zu, auch von einem Möchtegern-Superstar lasse ich mich nicht so behandeln. Weißt du überhaupt, wer ich bin?", kreischte ich hysterisch.
    "Ich weiß zu mindest, dass du weißt, wer ich bin", grinste er.
    "Also, wie heißt du, Schönheit?", erkundigte er sich.
    "Taylor. Taylor McCan. Und von dir lasse ich mir nicht meinen Urlaub versauen", meckere ich weiter.
    "So, so. Bist du also auch allein hier? Jede Person, die unter 30 ist, senkt den Altersdurchschnitt hier ziemlich, findest du nicht?", lachte er und deutete mit dem Kopf in die Richtung einiger Omas und Opas - reichen Omas und Opas, denn ein Tag hier im Hotel konnte schon mal locker so viel kosten, wie eine durchschnittliche Familie im Monat verdiente. Natürlich kein Problem für die Reichen und Schönen- aber anscheinend kamen hier auch Leute hin, die sich dafür hielten, wie der Bieber-Heini.
    "Tz. Elite nennt man so was, Superstar. Manche Leute sind einfach in gute Familien geboren, hm?", lachte ich bitter. Natürlich wusste ich um die Vergangenheit des Superstars, auch wenn ich kein Fan war.
    "Und manche Leute werden von ihren Eltern nicht verwöhnt, und verhalten sich wie normale Menschen, stell dir vor. Aber jetzt Schluss damit. Sollen wir irgendwas zusammen machen? Ich bin im Urlaub mit meiner Mom, und es ist stinklangweilig. Du scheinst ja keinen Anhang dabei zu haben, und in unserem Alter habe ich hier noch niemanden gesehen", quasselte Bieber.
    "Ich? Mit dir? Vergiss es. Ich habe Besseres zu tun. Und ja, ich bin alleine hier. Und es hat auch einen Grund, dass ich alleine bin", fuhr ich ihn an und packte meine Sachen, um schleunigst von ihm wegzukommen.
    "Mecker doch nicht gleich so, Barbie", murmelte er beschwichtigend.
    Ich schulterte meine Tasche, warf Bieber noch einen letzen, verächtlichen Blick zu, setzte meine Sonnenbrille wieder auf und stolzierte in die Richtung meines Bungalows.
    Dort angekommen chillte ich mich erstmal aufs Sofa.
    Hm, vielleicht wäre es doch nicht so verkehrt, etwas mit ihm zu machen. Okay, er war vielleicht kindisch, aber er war ein Superstar und sah, auch wenn es mir schwer fiel, dass zuzugeben, ziemlich heiß aus.
    Aber einfach so zurück dackeln konnte ich auch nicht- peinlich!
    Also zog ich mir erstmal einen schwarzen Bikini an, der perfekt zu meinen Haaren passte und machte mich mit meiner schwarzen Ray Ban auf zurück zum Pool.

    Auf dem Weg zum Pool hatte ich mir einen Plan zurechtgelegt, wie ich etwas mit Bieber machen konnte, ohne ihm wie ein Hündchen hinterherzulaufen.
    "Hey, Bieber", rief ich ihm winkend zu, nachdem ich ihn auf einer Liege entdeckt hatte.
    "Hm?", drehte er sich um.
    Winkend kam ich ihm entgegen.
    "Was willst du denn hier?", fragte er verwirrt- okay, nach meinem Abgang von vorhin wohl zurecht.
    "Also, Bieber. Ich wollte heute Abend Tanzen gehen, aber ich habe keinen Partner. Und ich hatte nicht vor, mit 'nem Opa dahin zu gehen. Du kannst doch Tanzen?", plapperte ich drauf los. Er grinste.
    "Klar kann ich Tanzen, ich bin Justin Bieber. Woher kommt die plötzliche Sinneswandlung?", grinste er weiter.
    Abweisend zuckte ich mit den Schultern.
    "Ist das ein Ja?"
    "Wenn du nicht nur heute was mit mir machst, sondern den ganzen Sommer lang, dann gehe ich gerne den ganzen Sommer lang mit dir Tanzen, Taylor", er jagte mir eine Gänsehaut auf die sonnengebräunte Haut, indem er meinen Namen aussprach.
    Eigentlich das, was ich wollte. Perfekt!
    "Wenn's sein muss...", murrte ich, gespielt genervt, innerlich jubelte ich allerdings. Genauer gesagt hatten meine Eltern mich abgeschoben, denn er war auf Geschäftsreise- und Freunde? Freunde hatte ich nicht. Ich war immer ein Einzelgänger gewesen, hatte keine Geschwister gehabt, war alleine gewesen. Aber es hatte mir nie etwas ausgemacht, im Gegenteil.
    "Cool", grinste Justin.
    "Ja...", zweifelte ich etwas.
    "Sollen wir ins Meer gehen?", fragte Bieber begeistert.
    "Meer? Und was ist mit... den Fischen?", zweifelte ich, worauf Justin einen Lachkrampf bekam.
    "Was ist so lustig?", fragte ich verwirrt.
    "Fische. Die schwimmen doch weg, bevor sie dich überhaupt angreifen können, keine Angst", lachte Bieber.
    "Haha", murmelte ich und ging schweigend hinter Bieber her, der geradewegs in Richtung Meer ging.
    Beschämt blickte ich auf den mit mattgelben Steinen ausgelegten Boden, der jetzt von aneinander gereihten Holzbrettern abgelöst wurde und geradewegs zum hellblauen Meer führte.
    "Komm, zieh doch deine Flip-Flops aus", schlug Bieber mir vor.
    "Lass mal", winkte ich leise ab und betrat, immer noch mit Schuhen, den weißen Sand.
    "Seit wann bist du schon hier auf Hawaii?", bohrte der Möchtegern-Superstar.
    "Ein paar Tage. Und du?", ging ich auf ihn ein. Hey, vielleicht würde ich durch ihn ja sogar ein paar Follower mehr auf Twitter kriegen. Immer alles positiv sehen. Auch wenn ich mit dem Zwerg jetzt die nächsten Tage- oder Wochen aushalten musste.
    "Komm, lass uns jetzt schwimmen gehen", lächelte er mich an und zog mich an meinem Arm mit. Lachend stolperte ich hinter ihm her und schlüpfte schnell aus meinen Flip-Flops aus, um ihm ins Wasser zu folgen.

    http://justin-bieber.youneed.us/t2431-next…

    • Vor 6 Jahren

      bewegend. aber seit 3 jahren warten wir jetzt schon auf teil 2.

    • Vor 6 Jahren

      mir gefällt besonders der strukturierte Aufbau, das Setting und die klare, mit vielen Fachausdrücken gespickte Sprache
      aber DAS muss doch wirklich nicht sein:

      "überhaupt angreifen können, keine Angst", lachte Bieber.
      "Haha", murmelte ich und ging schweigend hinter Bieber "

      "Bieber" auf "Bieber" in so kurzer Folge zu schreiben zerstört den bis dahin grandiosen Wortfluss und verärgert mich in höchtem Maß

      ein weiteres Beispiel der Schande:

      "er jagte mir eine Gänsehaut auf die sonnengebräunte Haut"
      "Haut" auf "Haut". DAS muss nicht sein

      und solche pubertären Scherze wie

      "Plötzlich spritzte es auf und ich war klatschnass."

      will ich bei solch einer ernsten Thematik einfach nicht lesen

      KEIN WUNDER, dass nach diesem syntaktischem Debakel der zweite Teil lieber nicht veröffentlicht wurde, da hier allem Anschein nach der nötige Ernst und Fingerspitzengefühl fehlen

    • Vor 6 Jahren

      Ich hab angefangen zu lesen im Glauben, dass das Material vom Weltraumaffen ist, und das früher oder später ein lustiger Twist kommt, der lautvser einen Auftritt hat o.Ä.

      Und dann das... :| Die zwei Minuten bekomm ich nie mehr zurück, Affe

    • Vor 6 Jahren

      die Pool-Atmosphäre passt auf jeden Fall

    • Vor 6 Jahren

      @DaFunk: Das tut mir leid, aber manchmal muss ich auch meinen Kulturauftrag wahrnehmen und das Ego mal Ego sein lassen.

    • Vor 6 Jahren

      Habe ebenfalls eine erotische Laut-Geschichte erwartet und bin schon etwas enttäuscht :(

      Das geht besser!

  • Vor 6 Jahren

    Absolut geiles Album - pop Perfektion geil produziert. Hammer Album

  • Vor 5 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 5 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 5 Jahren

    Ich bin spät dran... Und mehr anti Bieber wie ich kann man nicht sein... und deshalb war ich schockiert mich dabei zu erwischen einen Bieber song zu pfeifen... Es war "love yourself". Ich dachte nur guck mal der Bieb... so gefällt er mir mit hauchender Stimme, minimalisticher Instrumentierung und einfach nur smooth mit coolen text..."my mama dont like you and she likes everyone" richtige Richtung weg vom Bieb hin zum grossen Bieber... zum Album hören hat es noch nicht gereicht.