Vielleicht half Jinjer gerade das intensive Touring (unter anderem mit Arch Enemy) im vergangenen Jahr dabei, ihre Stärken zu bündeln und weiterzuentwickeln. Ihrem vierten Album eine EP vorauszuschicken, erscheint insofern sicher wie eine richtige Entscheidung. Die vier Songs von "Micro" wirken wie …

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  • Vor 7 Tagen

    Stark. Vor allem technisch absolut versiert. Kannte die Band noch nicht. Ist doch immer wieder schön, auf laut.de was Neues zu entdecken …

  • Vor 7 Tagen

    Haben ja praktisch 3/5 der EP schon häppchenweise im Voraus releast - da fand ich amüsant, wie auch unter YT-Kommentatoren diese einhellig scheinende Kritikermeinung, dass dieser Band "eine großartige Zukunft im Metal" bevorstehe, kolportiert wurde. Und ich höre solche Sätze sehr viel häufiger als mir lieb ist - einer der Gitarristen in meiner Band hat ein spontanes Fandom(e) um die Band herum errichtet. Von der kommerziellen Verwertbarkeit her sind die doch längst dort, wo andere sie erst in 3-5 Jahren wähnen, das ist Napalm Records, Leute und die sind gerade Everybody's Darling der gar nicht mal so zahlschwachen und seit Jahren ständig zunehmend auf sie aufmerksam werdenden Metalgemeinde...

    Gleichzeitig freut mich, dass sich Jinjer nicht auf dem kommerziellen Verwertungspotential ihres Nischendaseins ausruhen und wirklich am bisher kritischsten Punkt - dem Songwriting - gearbeitet haben sowie weiter zu arbeiten scheinen. Fände es schade, wenn die nen ähnlichen Weg gingen wie Mudvayne nach der LD50 (Platte bleibt ein weiterhin präsent hörbarer Einfluss mindestens auf den Basser bzw. auf die gesamte Rhythmusfraktion von Jinjer, der mir in der Rezi bissl fehlte - auch was diese Wechsel zwischen melodiösen Parts und stampfenden Krummtaktern betrifft). Aber so etwas wie ihr eigenes LD50 haben sie mit "Micro" streng genommen wieder nicht gebracht, dafür sind vier gute Songs von fünf auf einer EP einfach zu wenig - für das Format EP aber wiederum Königsklasse.

    Aber hinsichtlich Marketing sicher ein geschickter Zug, den dürstenden Fans an dieser Stelle der Karriere lieber vier fast vollständig gelungene Songs plus Dudel-Outro zu servieren statt des nächsten durchwachsenen Albums mit Zwölf, von denen die Hälfte Filler sind. Für mich musikalisch eh nichts mehr für jeden Tag, daher bin ich um das Format beinahe dankbar, es weiß aber diejenigen Tage, an denen so was geht, auf äußerst eigenwillige Weise qualitativ zu verbessern. Die Antwort auf die Frage, ob Jinjer ihr von allen Seiten zugesprochenes Potential je zu einem meilensteinwürdigen Album hin kanalisieren können, bleiben sie uns nach "Micro" jedoch schuldig.

    Ebenfalls 4/5 von mir.

  • Vor 7 Tagen

    Und eine weitere BWLer-Rezi auf laut.de...
    Liest sich nach geringer künstlerischer Eigenständigkeit der Band. Als ob die ganze Musik nur ausgerichtet wird, um möglichst viel Kohle zu scheffeln. Nach dem Motto: Klingt wie Band X und wenn das gemocht wird, kaufen sie doch noch das Produkt Y, denn da gibt es am Ende noch ein wenig von Z. Und das zur jetzigen Verkaufszeit richtig platziert im Regal in der Mitte. Dann gehen die Verkaufszahlen durch die Decke...traurig!

  • Vor 7 Tagen

    Bisschen Voivod höre ich da raus.

  • Vor 7 Tagen

    Kann den "Appeal" zwar nachvollziehen und stimme vor allem Soulburn bzgl. gutem Marketing zu, für mich ist das leider nichts... Das ist halt ein buntes Potpourri aus verschiedenen bereits bekannten Versatzstücken (bzw. Künstlern), hat für mich aber kaum eigene Identität. Dadurch, dass sie so viel miteinander verwässern, bleibt halt auch was auf der Strecke. Klar kann man hier mal Gojira, da mal Meshuggah oder auch Sikth raushören - aber wenn ich Bock auf so ne Mukke hab, hör ich lieber die Originale, die ziehen ihren Stiefel dann halt auch konsequenter durch...
    Wirkt auf mich wie der nächste größere "Mainstream-Act" (sofern man in diesem extremeren Metalbereich von sowas sprechen kann) - nicht mehr und nicht weniger... Alles unter dem Vorbehalt, dass ich der Band keineswegs Talent oder musikalische Fähigkeiten absprechen möchte.

  • Vor 6 Tagen

    Weiß net, sind für mich irgendwie nur Versatzstücke. Musikalisches Talent ist unbestreitbar, aber das Songwriting fesselt mich so gar nicht...dann lieber mal wieder Eths, Stolen Babies, Rejectionary Art...oder eben die alten Djent-Hasen.