29. Juli 2015

"Die Leute können bis an ihr Lebensende twittern"

Interview geführt von

Jimmy Page ist selbstbewusst genug, dass es ihm am Allerwertesten vorbeigeht, was andere Leute an Led Zepplins Musik auszusetzen haben. Dennoch lud er nach Berlin, um über die letzten drei Re-Issues zu parlieren.

Der Reigen an neuerlichen Wiederveröffentlichungen des Back-Kataloges der Rock-Legenden von Led Zeppelin neigt sich dem Ende entgegen. Laut Jimmy Page ist mit dem Erscheinen der letzten Companion-Discs von "Coda" alles gesagt, das es über die Aufnahme-Historie der Band zu sagen gibt. Archiv-Aufnahmen sollen dann komplett zu haben sein.

Der Gitarrist hielt aus diesem Grunde im postmodernen Bunker des Grand Hyatt zu Berlin Hof, um über die alten Zeiten zu reden, die Musik zu lobpreisen und fast nichts über seine eigenen Zukunftspläne zu verraten. Dass der Saitenvirtuose in der Stadt weilte, sprach sich in der Hardcore-Fangemeinde offensichtlich herum, so dass im Foyer auffallend viele graumelierte Langhaar-Guschtls unterwegs waren, die auffallend unauffällig durch die Lobby marschierten. Das Personal kannte dennoch kein Pardon und setzte die Groupies vor die Tür.

Auch wenn man seiner reservierten Art anmerkte, dass er mit der journalistischen Mischpoke nicht verheiratet ist, lockerte Page im Laufe des Gesprächs ein wenig auf und ließ sich sogar zu diversen Lachern hinreißen.

Findet die Geschichte von Led Zeppelin, die 1968 begann, mit den Re-Issues von "In Through The Outdoor", "Presence" und "Coda" jetzt ihr Ende?

Die Geschichte von Led Zeppelin reicht weiter zurück als bis 1968, aber reden wir mal ganz frei von der Geschichte der Led Zeppelin-Aufnahmen, weil 1968 das erste Album erschien. Die Aufnahmen erstrecken sich von 1968 bis 1979, also vom Debüt, das in London entstand bis zu "In Through The Outdoor", das wir in den Stockholmer Polar Studios aufnahmen. Dann kam noch "Coda", das zwar posthum nach John Bonhams Ableben erschien, aber noch zu Zeiten entstand, als die Band noch aktiv war. Es geht also um die Studiotracks, und da denken die meisten an "Whole Lotta Love", "Kashmir", "Stairway To Heaven". Ich wollte jetzt sicherstellen, dass diese Musik auch in allen Formaten in der besten Qualität zu haben ist, ob Download, CD oder Vinyl. Das war ein Teil der Aufgabe. Der andere war, alle verschiedenen Mixe und Songs, die noch nie gehört wurden, zu veröffentlichen. Es gab insgesamt neun Studio-Alben und jetzt haben wir quasi doppelt so viel Material. Die Reaktionen bislang waren bislang absolut phänomenal.

Wie bist du vorgegangen?

Ich habe nicht locker gelassen, denn das war wirklich kompliziert, das kann man nicht wirklich erklären. Das waren Hunderte Stunden, das alles anzuhören, Notizen zu machen und die einzelnen Versionen miteinander zu vergleichen.

Und jetzt hast du endlich Zeit, um etwas anderes zu machen? Ich habe gehört, du hast 18 bis 20 Stunden pro Tag daran gearbeitet?

Ja, alles, das Led Zeppelin aufgenommen haben, ist nun für jedermann verfügbar, und jetzt hab' ich auch endlich mal wieder Zeit, andere Sachen zu machen. Ich möchte unbedingt wieder Gitarre spielen.

Echt? Nicht Angeln?

Ich werde eine kleine Pause einlegen, aber es dauert nicht lange, bis ich wieder ruhelos werde und Gitarre spielen will.

Dann hast du sicher schon eine Vorstellung davon, in welche Richtung es als nächstes gehen soll.

Ja.

Kannst du uns dann auch etwas darüber erzählen?

Nö. (Lacht)

Klare Ansage.

Ja.

Wie sieht es in dir aus? Es ist ja jetzt nicht anzunehmen, dass du im Bezug auf Led Zeppelin noch einmal eine Album-Promo machen wirst. Schwingen da nicht auch ein wenig Sentimentalitäten im Hintergrund mit?

Wenn ich etwas anpacke, dann mache ich es gründlich. Traurig bin ich nicht, ich bin froh darüber, dass ich das alles machen kann und darf und dass das Feedback so gut war. Es gibt auf den Companion-Discs ja auch jede Menge Überraschungen. Hast du das neue Material gehört?

Ja, alles. Apropos Überraschung: Eine Überraschung waren die Vocals im Reference-Mix von "Royal Orleans". Singt da wirklich Robert?

Ja.

Wie kann man sich das dann bei dir zu Hause vorstellen? Bist du so etwas wie der Hüter der Led Zeppelin-Mastertapes?

Ich habe meine eigenen Referenz-Bänder, klar. Aber ich werde dir jetzt nicht erzählen, wo sie genau sind. (Lacht)

"Das Gitarrespiel des Led Zeppelin-Kataloges ist nicht wirklich perfekt, aber es ist rau"

Bereitet dir das Vermächtnis von Led Zeppelin Schwierigkeiten, dich von der Vergangenheit zu lösen und in der Gegenwart zu leben?

Nein, das ist schon okay. Bei dir ist es ja so, dass du Led Zeppelin hörst, aber ich habe das gelebt. 24 Stunden am Tag. Wenn wir nicht unterwegs auf Tour waren, habe ich neue Sachen geschrieben. Das fing ja schon an, als ich noch bei den Yardbirds war. Ich habe mich damals schon darauf vorbereitet, mal mein eigenes Ding durchzuziehen. Für mich geht das auch weiter, das ist eine lebenslange Erfahrung. So war das und so ist es immer noch. Das ist ja auch Teil meines Lebens als Studiomusiker. Ich betrachte das so ähnlich wie bei einem Schriftsteller.

Über die Jahre haben sich immer neue Generationen von Fans für eure Musik begeistert. Hat sich die Rezeption von Led Zeppelin über die Jahre irgendwie geändert?

(Denkt längere Zeit nach)

Ich denke, der Kern dessen, das Led Zeppelin Musik ausmacht, mit diesen vier besonderen Musikern und die Art, wie sie zusammenspielen, ist ansteckend. Das ist alles sehr aufrichtig. Das ist ehrliche Musik und ist sehr gut eingespielt und nicht einfach zusammengefummelt worden. Und wenn man sich das anhört, also nicht im Hintergrund, sondern sich wirklich der Musik widmet, zieht das den Hörer in den Bann. Das ist heute genauso, wie es früher der Fall war.

Du gibst mir das Stichwort. Wenn es um Musik hören geht: Wie hörst du selbst Musik?

Ich bin da ein ziemlicher Oldschool-Typ. Ich höre Musik den ganzen Tag nur analog. Ich höre Musik auf Vinyl, weil das Klangbild eine größere Tiefe besitzt. Das ist die Art, wie ich mir ein Klangbild vorstelle. Es gibt zwar hochauflösende Musikformate, aber es gibt anscheinend immer noch viele Leute, die Vinyl hören. Das lebt ja gerade wieder auf, und ich bin mir sicher, in Deutschland ist das genauso wie überall. Die Presswerke können ja mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Das hätte man den Leuten vor zehn Jahren mal erzählen sollen, das hätte dir keiner geglaubt, das ist schon phänomenal. Ich habe ja schon immer Vinyl gehört. Die Musik von Led Zeppelin ist in erster Linie dafür gedacht, dass man sie auf Kopfhörer hört, in welchem Format. Das einzige, wofür diese Musik nicht gedacht war, ist, dass man sie in ein MP3-Format quetscht und sie komprimiert. Ganz im Gegenteil, diese Musik sollte atmen können und benötigt Raum, damit man den Hall der Echos hören kann.

Dann kann man davon ausgehen, dass du kein Fan von Streamingdiensten bist.

Ach, das ist schon okay, wenn das jemand benutzt. Aber wenn ich wirklich und wahrhaftig Musik hören will, möchte ich all die Details wahrnehmen, möchte fühlen und verstehen, was da aufgenommen wurde. Möchte hören, wie der Klang von der Wand im Aufnahmeraum wieder zurückgeworfen wird. Das ist auch genau das, was ich an den frühen Aufnahmen von Robert Johnson mag, wenn er direkt auf Transcription Discs gesungen hat. Oder nimm die Chess-Aufnahmen von Howling Wolf, ich möchte eine Verbindung haben zu diesem Musiker.

Eine ganz persönliche Frage, die mich umtreibt, seit ich zum ersten Mal "Since I've Been Loving You" gehört habe: Hast du nie versucht, das quietschende Bassdrum-Pedal von John Bonham rauszumachen?

Nein. Warum? Du kannst dir ja jetzt die erste Version auf der Companion Disc zu "III" anhören. Ja, ich habe das seinerzeit gehört, aber dem habe ich eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt und habe viel eher auf die Performance, die Leidenschaft und die Dynamik geachtet. Aber sei doch froh, dass du HiFi-Equipment hast, mit dem man ein quietschendes Bassdrum-Pedal hört. Das macht das doch auch sehr menschlich. Ich habe das damals bei den Aufnahmen wahrgenommen, aber das war nicht von Bedeutung. Hätte ja auch ein quietschender Drum-Hocker sein können. Das war nunmal der Take, und wenn du diese Magie auf Band aufnimmst, was willst du dann machen? Stoppst du dann deswegen und ölst das Pedal? Quatsch, man macht weiter und nimmt dann den nächsten Song auf. Da gibt es mehr von dieser Sorte. Das Gitarrespiel des Led Zeppelin-Kataloges ist nicht wirklich perfekt, aber es ist rau, es ist ehrlich und gefühlsgeladen, und das ist viel wichtiger als die technische Perfektion.

Das ist ja auch das Problem bei Neuaufnahmen, wenn Bands ihre alten Sachen nochmal einspielen. Da geht viel von der Magie flöten.

Oft ist es so, dass bei den ursprünglichen Aufnahmen alles per Hand gemacht wurde. Bei uns war alles von Hand, bis zu "In Through The Outdoor" wo wir ein klein wenig Automatisierungen verwendet haben.

War dann die Versuchung nicht groß, noch mehr von diesen Gimmicks zu verwenden?

Ich habe während der ganzen Geschichte von Led Zeppelin immer das Neueste vom Neuen verwendet. Ich hatte auch später eine automatische Konsole zu Hause. Nicht von Anfang an, bevor wir ins Polar Studio gegangen sind, hatte ich zu Hause mein eigenes automatisiertes Studio.

"Inwiefern kontrovers?"

Wenn man sich die Led Zeppelin-Songs anhört, stellt man sich mitunter die Frage, wie die einzelnen Lieder entstanden. Kannst du uns für "The Song Remains The Same" und "Ten Years Gone" mal erklären, wie sich das entwickelt hat?

Bei "The Song Remains The Same" bin ich vom "Houses Of The Holy"-Album ausgegangen. Ich stellte mir vor, dass es cool wäre, wenn wir das Album mit einem Instrumental beginnen würden, mit auflösenden Akkorden und so weiter und den Hörer dann in "Rain Song" führen. Das Stück war dann so intensiv und die Idee eines Instrumentals war brillant, aber für das Album schien es nicht die beste Lösung zu sein. Als Einleitung zum "Rain Song" entwickelte sich das Ganze zu einem eigenständigen Lied. "Ten Years Gone" habe ich daheim in meinem Studio fast zur Gänze ausgearbeitet, die gesamte Instrumentierung, die Bass-Parts und alle Gitarren, bevor ich es der Gruppe vorgestellt habe. Das ist der Vorteil eines Home-Studios, dass du so lange an Sachen herumwerkeln kannst, bis du sicher sein kannst, dass es funktioniert. Normalerweise arbeite ich nicht alle Details aus, aber bei diesem Stück habe ich es so gemacht, ich wollte es als komplettes Stück so haben. Bei "The Song Remains The Same" hatte ich die Struktur bis zum Einsetzen der Vocals im Kopf, dann hat Robert bei den Proben übernommen und die Vocals hinzugefügt. Das ist jetzt nur ein grober Überblick, es würde zu sehr ins Detail gehen, das jetzt alles genau zu erklären.

Du hast Ende 1981 mit Chris Squire, Gott hab ihn selig, und Alan White unter dem Namen XYZ an Material gearbeitet, das jedoch offiziell nie veröffentlicht wurde. Gibt es in der Hinsicht Pläne, das zu ändern?

Was für ein tragischer Verlust! Wenn man sich die Musik von Yes anhört, war der Bass immer so wichtig im Gesamtbild. Ich weiß es, ehrlich gesagt, nicht. Ich hatte bislang nie wirklich Zeit, mir darüber Gedanken zu machen. Ich bin schon über die Sachen gestolpert, als ich mein gesamtes Material archiviert habe. Das Zeug ist gut und es wäre sicher spaßig, sich dessen einmal anzunehmen, aber es wäre noch schöner gewesen, wenn wir das angegangen hätten, als Chris noch unter uns war. Ich hatte nur keine Zeit, das Thema aufzugreifen. Es gibt ja eine Bootleg-Version davon. Es war wirklich interessant, mit diesen Jungs zu spielen. Das war das erste Mal, dass ich nach dem Tod von John Bonham mit jemandem zusammengespielt habe. Ich musste erst einmal tief durchatmen. Diese Typen waren auf der absoluten Höhe, was ihre Instrumentenbeherrschung anbelangt, und ich musste von jetzt auf gleich auch alles abrufen. Ich habe das sehr genossen.

Aber es bestehen keine rechtlichen Hürden, die eine Veröffentlichung verhindern?

Ich habe überhaupt keinen Schimmer, wie die rechtliche Situation da aussieht. Das ist das Problem: Du fragst mich, und ich habe keine Ahnung. Ich habe noch nie über diesen Aspekt nachgedacht. Es war doch so: Drei Typen haben zusammen Musik gemacht, und so viele Leute würden das gerne hören wollen, aber vielleicht wird es nie erscheinen. Das steht jetzt nicht ganz oben auf der Agenda, aber es wäre schon toll, das irgendwann einmal zu machen. Ich möchte mir nur keine Gedanken über die rechtliche Seite machen. Wenn ich irgendetwas über rechtliche Angelegenheiten höre, muss ich sofort wegrennen. Musik ist eine kreative Kraft, die nicht von rechtlichen Sachen abgefuckt werden sollte, man sollte sich von so etwas nicht einschüchtern lassen.

Kann man in Zukunft wieder so etwas wie die Zusammenarbeit mit David Coverdale erwarten, oder eventuell mit Jack White?

Ich könnte wohl bis in alle Ewigkeit Kollabos machen. Jack White ist fantastisch. Er hat ja seine eigenen Ideen und weiß auch sehr genau, wie er diese umsetzen möchte. So, wie ich ihn kennengelernt habe, plant er drei oder vier Projekte im Voraus, sehr bemerkenswert. Das kann ich nicht. Ich kann mich auf die Musik konzentrieren, die ich machen möchte, aber nicht, mit wem ich das spielen werde.

Auf "Presence" befindet sich "Achilles Last Stand". Von dem heißt es, dass es einer deiner Lieblingssongs sei. Stimmt das?

"Achilles Last Stand" ist ein sehr langer Track, bei dem ich recht genaue Vorstellungen hatte, wie er letztendlich klingen sollte. Anders als bei "Ten Years Gone" habe ich aber nicht alles schon im Vorneherein ausgetüftelt. Die Gitarrenparts sind alle an einem Abend entstanden. Die anderen Jungs wollten in einen Club gehen, und ich habe dann währenddessen gearbeitet und ihnen das Ergebnis präsentiert, als sie zurück kamen. Ich war damit sehr zufrieden, weil die Ideen nur so gesprudelt sind. Klar gefällt mir das. Das ist Gitarren-Epik.

Gerade bei "Presence" hat man euch unterstellt, ihr wärt von der aufkommenden Heavy Metal-Szene beeinflusst gewesen.

Ne. Leute haben das zwar behauptet, aber das stimmt so nicht. Die Scheibe wurde ja 1976 aufgenommen, war Metal da schon unterwegs? Wir haben einfach die beste Musik machen wollen, uns weiter testen und pushen und Sachen machen, die wir zuvor noch nicht ausprobiert haben. Es sollte da keine Grenzen und Restriktionen geben im Bezug auf das, was Led Zeppelin machen können.

Jetzt steht der Release der letzten drei Studio-Alben als Re-Issues an. Nimmst du wahr, dass gerade diese drei in der Led Zeppelin-Community sehr kontrovers diskutiert werden?

Inwiefern kontrovers?

Es ist ja nicht wirklich von der Hand zu weisen, dass zum Beispiel ein Album wie "IV" weit mehr Anziehungskraft besitzt als "In Through The Outdoor".

Versteh' mich nicht falsch: Ich mag es ja, wenn Sachen kontrovers diskutiert werden. Aber das sind alles tolle Alben mit toller Musik. Wenn du es mit anderen Sachen vergleichst, die es zu der Zeit gab, steht das doch gut da. Das hat alles Hand und Fuß, das sind gute Werke. Die Leute können gerne hierüber kontrovers diskutieren und bis an ihr Lebensende twittern, ändert meine Meinung darüber, wie gut Led Zeppelins Musik ist, nicht im geringsten.

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3 Kommentare mit 6 Antworten

  • Vor 3 Jahren

    Der Jimmy ja ja der hats definitiv drauf und auch seine Kapelle...Plagiator und Innovator

    • Vor 3 Jahren

      Ich habe damals noch nicht gelebt. Aber würde sagen, die Gitarren sind wohl Blues-Plagiate und der Rest damals ziemlich innovativ und immer noch Maßstab für heutige Rockbands.

  • Vor 3 Jahren

    nicht der groesste sympath durch seine arroganz.. auch witzig, wie er zum quietschenden pedal einen vortrag haelt, dass feeling und one-take ja zehnmal wichtiger sind als klang, wenn man seine generelle produktionswut bedenkt (vor allem denke ich grad an die edits bei the song remains the same)
    dennoch interessante infos hier von einem genialen musiker

  • Vor 3 Jahren

    Sehr sympathischer Typ. Wer selbst Musik macht, wird praktisch all seine Aussagen unterschreiben können. Danke fürs Interview!

    • Vor 3 Jahren

      Ich tu mich ja mit Ironie im Netz generell schwer, aber findest du den wirklich sympathisch?

    • Vor 3 Jahren

      Zumindest sympathischer als all diejenigen, die nicht damit umgehen können, wenn jemand zurecht etwas auf sich hält. Die schlimmste Arroganz wäre falsche Bescheidenheit - da ist mir Page doch lieber.

    • Vor 3 Jahren

      entschuldige, dass ich deinen gott beleidigt habe ^^ hoerst du eigentlich auch nur vinyl?

    • Vor 3 Jahren

      Aber ja, ich finde ihn wirklich sympathisch. Kann gar nicht verstehen, was man gegen ihn haben kann. Auch in diesem Interview finde ich keinen Satz, der von Arroganz zeugen würde. Wie sonst auch stellt er stets die Leistung der Band in den Vordergrund und hält sein Gitarrenspiel auch nie für wahnsinnig gut. Er ist eher ein umgänglicher Mann des Understatement, der auf der Bühne fast immer eine kindliche Freude versprüht.

      Wenn ich also einen Vorwurf verstehen würde, dann höchstens Santiagos Einwurf der falschen Bescheidenheit (ja, ich weiß, das hast Du ihm nicht vorgeworfen ;)). Und nein, ich bin nicht der größte Led-Zeppelin- oder Jimmy-Page-Fan.

    • Vor 3 Jahren

      Hab schon länger keine Interviews von ihm mehr gelesen oder gesehen, aber als arrogant hab ich ihn noch nie empfunden. Kam mir immer wie der Stereotyp des britischen Gentleman rüber.