In diesem Sommer fand die honduranische Reggaeton-Künstlerin Isabella Lovestory unerwartete Anerkennung in Übersee, als sie für die koreanische Girlgroup Le Sserafim den viralen Song "Anti-Fragile" mitproduzierte. In der dortigen Bubble wurden sofort Vergleiche mit Rosalía gezogen, die wiederum …

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  • Vor 12 Tagen

    Disclaimer für Neulinge

    4 Punkte vom Gölz bedeuten: Kann sich keiner ernsthaft anhören.

  • Vor 12 Tagen

    Ich versuche ja, der Sache hier eine Chance zu geben. Dann mach ich das verlinkte Video zu Cherry Bomb an, sehe ein Standard-Arsch-und-Titten-im-Dutzend-billiger-Video, innerhalb von Sekunden setzt der seit 30 Jahren gleich klingende Dum-Ta-Dum-Tata-Reggaeton-Beat ein und ich sage mir mal wieder, dass ich es von Anfang an hätte wissen müssen, nachdem ich nur den Untertitel des Reviews gelesen hatte. Gibt es eigentlich Genres, die eintöniger und gleichförmiger sind als Reggaeton? Ich meine, was definiert denn dieses Genre außer eben dieser typische Drumbeat?

    • Vor 12 Tagen

      Drumbeat und Produktion sind fast das einzig Wichtige bei dem Genre. Die "Musiker", "Sänger" usw. sind quasi egal. Sie sollten möglichst peinlich gangster-bad-boyig, oder nach Maßstäben der dümmsten Ballermann-/Glam-Porno-Hirnis möglichst "sexy" sein. Inhalte oder Talent sind weitgehend irrelevant.

      Ist ja nicht verkehrt. Gibt einige respektable Genres, die quasi nur aus der Arbeit des DJs/Produzenten bestehen.

    • Vor 12 Tagen

      Bad Bunny und Rosalia sind an der Genre-Spitze sowohl vom Erfolg als auch vom Talent her. Beide extrem krasse Alben dieses Jahr rausgebracht. Gibt und gab sicher noch paar weitere Acts die paar gute Melodien in das Genre gebracht haben aber 90 Prozent aller mir bekannten und Reggaeton Künstler sind total gleichförmig und beliebig. Siehe Anuel AA, Lunay usw. J Balvin finde ich aber noch ganz gut obwohl die Alben meistens eher mittelmäßig sind. Das Album hier finde ich aber auch total Banal.

    • Vor 12 Tagen

      Bad Bunny und Rosalia sind an der Genre-Spitze sowohl vom Erfolg als auch vom Talent her. Beide extrem krasse Alben dieses Jahr rausgebracht. Gibt und gab sicher noch paar weitere Acts die paar gute Melodien in das Genre gebracht haben aber 90 Prozent aller mir bekannten und Reggaeton Künstler sind total gleichförmig und beliebig. Siehe Anuel AA, Lunay usw. J Balvin finde ich aber noch ganz gut obwohl die Alben meistens eher mittelmäßig sind. Das Album hier finde ich aber auch total Banal.

    • Vor 12 Tagen

      "Ich meine, was definiert denn dieses Genre außer eben dieser typische Drumbeat?"

      Vermutlich der Hass auf Kunst.

    • Vor 12 Tagen

      @Hitek: Kann sein, daß Rosalia für dieses ziemlich öde Genre was getan hat. Habe nur überhaupt nicht verwunden, wie diese fantastische Sängerin sich zu so austauschbarem Autotune-Müll herablässt. Also, im Vergleich zu manchen ihrer vorherigen Werke.

    • Vor 12 Tagen

      Nun, das wird es mangels anderer Merkmale wohl sein.

      Hiteek, mich interessiert es ernsthaft: Wo genau siehst du bei einer Rosalia und einem Bad Bunny, wie sich sich vom Genre-Einheitsbrei abgrenzen? Ich habe mir jetzt gerade nochmal zu beiden ein paar Tracks angehört, und bei beiden höre und sehe ich nichts, aber auch gar nichts, was in irgendeiner Weise vom Genre-Standard abweicht. Sound, Produktion, Video-Ästhetik - alles schon vor mehr als zehn Jahren so oder so ähnlich dagewesen und als Genre-Tropes etabliert. Das hätte aus meiner Sicht alles genauso zu Zeiten erscheinen können, als Jennifer-Phoebe und ihre crazy Freundinnen damals in der Großraum-Disse am Autobahndreieck zu Daddy Yankees "Gasolina" mega abgedanced haben.

    • Vor 12 Tagen

      "Ich versuche ja, der Sache hier eine Chance zu geben."

      Warum eigentlich? Lass den Müll links liegen, gibt genug tolle Musik da draußen.

    • Vor 12 Tagen

      @Dudebro
      Hier, ein weiterer viel zu alter Reggaeton-Hater. Zu Bad Bunny kann ich nichts sagen, kenne ich nicht; aber Rosalia ist eine andere Hausnummer, alleine schon, weil sich hier jemand mit musikalischer Bildung und Klasse am Genre abarbeitet, und dieses zwar zitiert, aber eben auch sublimiert.

      Den ersten Hinweis darauf gibt es schon im ersten Track des aktuellen Albums - zuerst wird gekonnt das 1mal1 des Genres geliefert (gekonnt, weil es sich zwar nach Standard anhört, aber trotzdem schon beim zweiten Hören einen erstaunlichen Wiedererkennungswert offenbart); dann folgt aber ein seltsamer Jazz-Break. Spätestens beim vierten Lied, Bulerías, sollte dann jedem klar sein, dass das hier anders ist. Der Song ist rein faktisch schon melodisch komplexer als ca. 99,9 % aller Popmusik, und dabei experimenteller als das allermeiste, was heute so z. B. unter Indierock läuft.
      Rosalia macht, wenn man die Oberfläche mal durchschaut hat, progressivere Musik als viele Prog-Bands, die die inzwischen seit Jahrzehnten bekannten Genrestandards wiederholen.
      Weitere Anspieltipps vom Album: Hentai, G3 N15, Diablo, Delirio de Grandeza, CUUUUuuute, Como un g, Sakura. Alles weit weg vom Standard.

      Eines meiner momentanen Lieblingslieder ist außerdem Nos Quedamos Solitos vom älteren Album Los Ángeles. Ein herrlich herausforderndes Stück mit einem ergreifenden Schluss. Keine Ahnung, wo dein musikalischer Sweetspot liegt, aber das sollte auch jedem Indiehörer gut reingehen. :)

  • Vor 12 Tagen

    Jaja, dieses Albung ist auf jeden Fall besser als KD3, jaja.