laut.de-Kritik

Auf Tour mit Ex-Kyuss-Sänger John Garcia.

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Was machen Stoner Rocker auf Tour? Machen sie ihrem Namen alle Ehre, trinken und kiffen? Gucken sie ständig mit einem breiten Grinsen in der Gegend rum? Diese DVD gibt einen Einblick ins Tourleben der Band um Frontmann und Ex-Kyuss-Sänger John Garcia und den eigentlichen Mastermind Dandy Brown, die sie durch Europa führt.

Dort beginnt gleich die "Rockumentary", der erste Teil der DVD. Die Anfangssequenz ist ein relativ chaotischer Mitschnitt eines Hermano-Gigs. In einem Gewirr aus tobenden Fans, wackeliger Kamera, blinkendem und blendendem Licht kann man irgendwann sogar die Band erkennen. Ganz vorne ein breit grinsender (Aha!) John Garcia. Dann hört man noch einige übersteuerte Instrumente und die erste Szene ist zu Ende. Hier geht es dann eigentlich erst los, jedoch wieder alles mit ziemlich unsteter Handkamera. Hermano packen massig viele Kartons in ihren Tourbus. Der Chauffeur heißt übrigens Willy, dies nur nebenbei. Willy wird dafür sorgen, dass die Stoner Rocker auch alle Stationen ihrer "Angry American Tour 2004" einhalten.

Etwa im französischen Bordeaux. Dort erweist sich, dass es gar nicht so einfach ist, einen Parkplatz zu finden. Auch wenn man eine Legende im Bus kutschiert. In der Schweiz beobachten wir die Musiker beim gemütlichen Relaxen im Backstage-Bereich, wo es sogar die eine oder andere weiße Socke zu sehen gibt. Nach dem Soundcheck in Spanien proben Hermano in den Niederlanden.

Die Sequenzen der "Rockumentary" sind ziemlich kurz gehalten und größtenteils Impressionen der Tour-Stationen. Dazwischen sind einige Interviews mit den Bandmitgliedern gestreut. Etwa über das unorthodoxe Making Of von "Dare I Say...". Da erzählen sie über die Schwierigkeiten, Songs zu spielen, die es (noch) gar nicht gibt. Dann erzählen Hermano von ihren Familien und 'normalen' Jobs ... und vom Älterwerden.

Zitat John Garcia: "Vor zehn Jahren war das Touren noch leichter." Wegen der kurzen Dauer der Ausschnitte gehen die Interviews allerdings nie wirklich in die Tiefe. Trotzdem sammelt die Band einige Sympathiepunkte aufgrund ihres natürlichen und liebenswerten Auftretens, das ohne jegliche Allüren auskommt. Darüber hinaus erfahren wir, dass Hermano als Right Said Fred-Doubles keineswegs sexy, sondern nur okay aussehen.

Das nächste Kapitel nennt sich "Live At W2", das einigen auch als Live-Album bekannt sein dürfte. Genau um diesen Gig im Club W2 in Holland handelt es sich hier auch, der ziemlich sehenswert ist. Vor allem bei David Angstrom ist es eine Freude, beim Spielen zuzusehen. Nach dem Konzert folgen drei Musikvideos. Die ersten beiden "Let’s Get It On" und "On The Desert" kommen mal wieder ziemlich semiprofessionell daher. "My Boy" besticht da schon durch bessere Qualität. Das letzte Kapitel "Festimad, Spain" ist eine Bildercollage unterschiedlichster Impressionen.

Begonnen von Hermano auf der Festivalbühne über die begeisterten Fans hin zu Hemano beim Autogramme verteilen und den stolpernden Rettungsleuten. Musikalisch unterlegt vom "Live At W2"-Gig. "The Sweet And Easy Of Brief Happiness" malt in Schwarz-Weiß-Bildern einen positiven Gesamteindruck von fünf professionellen und am Boden gebliebenen Musikern, die einfach Freude am Spielen zu haben scheinen.

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