laut.de-Kritik

Hinterlässt einen bleibenden Schaden.

Review von

Da Morbid Angel schon seit Ewigkeiten nicht mehr aus dem Quark kommen und man bei den Jungs nie weiß, wann endlich mal wieder mit einem neuen Album zu rechnen ist, bleiben Hate Eternal ne sichere Bank in Sachen technischem Death Metal. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich Erik Rutan mal wieder ne komplett neue Band zusammenstellen musste.

Der überraschende Tod von Ex-Basser Jared Anderson im letzten Jahr war tragisch, spielte für Hate Eternal in personeller Hinsicht aber keine Rolle mehr. Vom Line-Up, das "I, Monarch" eingetrümmert hat, ist einmal mehr nur noch der Bandleader selbst übrig geblieben, doch das neue Team zockt ebenfalls in der ersten Liga mit.

Dabei hat sich Erik hauptsächlich auf alte Bekannte verlassen und mit Cannibal Corpse-Basser Alex Webster sogar wieder den Mann dabei, der Hate Eternal 1997 ursprünglich mitgegründet hat. Auch Shaune Kelley ist kein Unbekannter, hat er doch mit Erik schon bei Ripping Corpse die Klampfen qualmen lassen.

Allein Drummer Jade Simonetto ist in der Szene bisher noch nicht sonderlich bekannt, doch das dürfte sich nach der Scheibe mit Sicherheit ändern. "Fury & Flames" ist ein unglaubliches Album, das alleine anhand der brachialen Wirkung einen bleibenden Eindruck bzw. Schaden hinterlässt. Im Gegensatz zum Vorgänger ist "Fury & Flames" aber nicht nur brutal und technisch von einem anderen Planeten, sondern bietet tatsächlich auch zahlreiche Wiedererkennungswerte, was Grooves und ein paar verdammt melodische Soli angeht.

Hört euch nur das Ende von "Tombeau (Le Tombeau De La Fureur Et Des Flammes)" an und ihr wisst was ich meine. Auch Drummer Jade sorgt mit seinem zwar meist rasend schnellen, aber durchaus abwechslungsreichen Spiel für einige Akzente. Allerdings ist der Sound nicht wirklich differenziert genug, um alle spielerischen Feinheiten der Scheibe wirklich zu erkennen.

Das nimmt Tracks wie "Whom Gods May Destroy" oder "Thus Salvation" ein wenig von ihrer Faszination, aber natürlich nicht von ihrer Durchschlagskraft. Eriks Stimme ist trotz des tiefen Gebrülls weitgehend verständlich und erinnert damit nicht selten an seine ehemaligen Arbeitgeber. "Fury & Flames" ist jedenfalls ein verdammt starkes Album, das mit einem differenzierteren Sound wohl die Höchstwertung eingefahren hätte.

Trackliste

  1. 1. Hell Envenom
  2. 2. Whom Gods May Destroy
  3. 3. Para Bellum
  4. 4. Bringer Of Storms
  5. 5. Funerary March
  6. 6. Thus Salvation
  7. 7. Proclamation Of The Damned
  8. 8. Fury Within
  9. 9. Tombeau (Le Tombeau De La Fureur Et Des Flammes)
  10. 10. Coronach (Outro)

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