Porträt

laut.de-Biographie

Grandson

"Ich habe immer die Künstler bewundert, deren Arbeit die Zeit widerspiegelte, in der sie sie geschrieben haben." Grandson lässt ganz bewusst gesellschaftliche Debatten in seine Texte einfließen. Musikalisch geprägt von Künstlern wie A Tribe Called Quest oder Bill Withers verschmilzt er Einflüsse aus Rock and Roll, Hip Hop, Alternative, Elektronik und Trap, wie er gegenüber dem Musikmagazin Mind Equals Blown erklärt: "Ich liebe es, das zu tun, bin jeden Tag so dankbar dafür, dass ich dazu in der Lage bin, und möchte Geschichten erzählen, die sonst nicht erzählt werden."

Grandson - Death Of An Optimist Aktuelles Album
Grandson Death Of An Optimist
Alternative Rock gegen die Resignation.

Jordan Edward Benjamin wird im Herbst 1993 in Englewood geboren. Im Alter von drei Jahren zieht er mit seiner Familie aus der beschaulichen Stadt im US-Bundesstaat New Jersey in die kanadische Metropole Toronto. Obwohl er bereits während seiner High-School-Zeit Gitarre und Klavier spielt, strebt er zunächst den Lehrer-Beruf an und besucht dazu ab dem 17. Lebensjahr die McGill University in Montreal. Zwei Jahre später wechselt er auf die Concordia University. Parallel zum Studium arbeitet er in Nachtclubs und übt sich weiter in der Produktion eigener Songs.

2013 fühlt sich Benjamin fit genug für eine musikalische Karriere. Er bricht seine akademische Laufbahn ab und verlagert seinen Lebensmittelpunkt nach Los Angeles. Ab 2015 tritt er öffentlich als Grandson in Erscheinung. RCA Records verpasst ihm zwei Jahre später seinen ersten Künstlervertrag. Nach einigen Singles gelingt ihm mit einem Song über Gier und Korruption der kommerzielle Durchbruch. Alleine Spotify verzeichnet über die folgenden drei Jahre mehr als 200 Millionen Streams für "Blood//Water". Auch in Seth Meyers' Late-Night-Show präsentiert er den Song.

Als es Anfang 2018 zum Schulmassaker von Parkland kommt, schließt sich Grandson der daraus hervorgehenden Protestbewegung "March for our Lives" an. Musikalisch verarbeitet er mit "Thoughts & Prayers" seine kritische Haltung zu den US-Waffengesetzen. Um den mannigfachen Herausforderungen seiner Zeit auch handfester begegnen zu können, gründet der Wahl-Kalifornier den XX Resistance Fund. Von Umweltschutz über Frauen- und LGBTQ-Rechten bis zu Bildungsfragen und Hungerhilfe schreibt sich die Wohltätigkeitsorganisation eine Reihe von Themen auf die Fahne.

Das sonst für Bands wie Fall Out Boy oder Twenty One Pilots zuständige Label Fueled By Ramen nimmt Grandson im April 2018 unter Vertrag. Bereits zwei Monate später folgt seine erste EP "A Modern Tragedy Vol. 1". Auf Mike Shinodas zeitgleich erscheinendem Album "Post Traumatic" ist er mit "Running From My Shadow" ebenfalls zu hören. Im Herbst begleitet er die Tourneen der Smashing Pumpkins und Nothing But Thieves, bevor er 2019 die EPs "A Modern Tragedy Vol. 2" und "A Modern Tragedy Vol. 3" folgen lässt.

 - Aktuelles Interview
Grandson "Wir heißen dich mit einem Platz an unserem Tisch willkommen."
Über "Death Of An Optimist", politisches Engagement, zeitlose Kunst und seinen Late-Night-Auftritt.

Das Pandemie-Jahr steht im Zeichen seines ersten Albums "Death Of An Optimist", das "persönliche Ängste mit politischen Realitäten" verbinden solle. "Das Album erzählt die Geschichte einer Person, die an einem Scheideweg darum kämpft, ob sie weiterhin Hoffnung auf ihre Zukunft haben soll", erklärt er dem Substream Magazine. Auf die ersten Auskopplungen "Identity" und "Riptide" folgt der von Outkast und Amy Winehouse inspirierte Song "Dirty". Anlässlich des 20. Jubiläums von Linkin Parks "Hybrid Theory" bekundet er mit einer Coverversion zu "One Step Closer" seinen Respekt.

"Es war für mich immer eine großer Herausforderung, meine Zeit darauf zu verwenden, meiner Stimme Gehör zu verschaffen, wenn ich dabei nicht das Gefühl hatte, einen gewissen Einfluss zu hinterlassen, der gut für die Welt wäre." So pflegt Grandson die fortschrittlichen Werte seiner Familie und überführt sie in seinen musikalischen Kosmos: "Ich möchte jungen Menschen das Gefühl geben, nicht machtlos zu sein. Ich möchte Menschen dazu ermutigen, gegen Apathie vorzugehen. Und ich möchte eine progressive Agenda auf der ganzen Erde vorantreiben. Das ist mein Ziel."

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