Während Gentleman im Song "Fight For No Reason" Hennessy, also Marken-Cognac, empfiehlt und wie Schleichwerbung klingt, verwandelt Jesus eine Zeile später Wasser in Wein. Ähnlich wie Rum ist das schleichbeworbene Getränk beliebt in der Karibik. Der Kölner Künstler inszeniert sich auf "Mad World" …

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  • Vor einem Monat

    Ja, muss leider zustimmen.
    Mochte Gentleman immer sehr, aber dieses Album (und der Vorgänger) sind wirklich extrem langweilig und kraftlos. Schade. Vielleicht wachsen ein paar Songs noch in den Live Versionen, wenn er wieder auf Tour ist.

  • Vor einem Monat

    Schön, daß sich in den letzten Jahren mal herumgesprochen hat, was seit Album 1 eigentlich offensichtlich war - Patrick ist der James Corden von Jamaika. Super penetrant und fake, so glücklich er auch sei, ab und zu mal bei den coolen Jungs auf die Fahrräder aufpassen zu dürfen. Zu ihnen gehören wird er aber immer weniger, je mehr er es versucht.

    • Vor einem Monat

      "Patrick"? Aber hier geht es doch gar nicht um Fler...

    • Vor einem Monat

      Ach, stimmt. Tillmann heißt er. Warum hab ich den bloß als Patrick im Kopf? Tillmann Otto ist ja noch viel deutscher!

    • Vor einem Monat

      Wahrscheinlich mit Patrick Lindner verwechselt.

    • Vor einem Monat

      Ragi
      DU bist ja auch voll der Hardcore Reggae-Superspezialist und setzt höchste Maßstäbe an. Für eine weiße Kartoffel ist er schon überdope. Außerdem ein feiner sehr netter Kerl und meiner Meinung nach halt völlig autenthisch und unpeinlich, was sich auch in seiner Akzeptanz auf Jamaica und seinen Künstler niederschlägt.

    • Vor einem Monat

      Ich verachte vor allem, wofür er steht und wovon er lebt. Und das sind halt so chronisch aggressive 20-30jährige, die ihre unermessliche Wut und Privilegierung mit "Niceness" und "One Love" überdecken wollen. So n bissl weltoffen und so sein, aber bloß nicht echten Kontakt zu Fremden haben, weil das die romantischen, postkolonialen Bilder von ihnen gefährden könnte. Da ist Gentleman der perfekte Stoßdämpfer für diese Art von Kiffern. Weiß, harmlos, in seiner naiven Ignoranz ähnlich vereinnahmend wie sie selbst.

    • Vor einem Monat

      Bitte ragisimus, argemongo ist ein fake.

  • Vor einem Monat

    Als "behutsame" Ballade hätte ich Mad World bis jetzt nicht eingeordnet :)

    • Vor einem Monat

      Der gute Revier hat leider das 80er Elektro-Pop-Original von TfF mit der Balledenversion Gary Jules verwechselt- dürfte nicht passieren

    • Vor einem Monat

      Gentleman hält sich ein paar Takte lang ans Klavier-Intro von Gary Jules. Dann macht er aus dem sehr schönen Originaltext, der tieftraurig ist und behutsam formuliert, einen neuen Text. Mit populistischen Holzhammer- Formulierungen. Das Bienensterben nennt er in einem Rutsch mit Kriegen und dem Bau von Hochhäusern. Letzteres hält er für einen Plan des Teufels. Unterm Strich ist alles ganz mies und schlecht, wenn man ihm glaubt.
      Dein guter Revier wünscht beste Unterhaltung.

    • Vor einem Monat

      Ja, ziemlich schlimmer Irrtum. Der Rezensent kennt sich nicht aus, wie man hier sehr schön erkennen kann. Die Tears For Fears sollte man musikhistorisch schon auf dem Zettel haben. Neuerdings gibt's die sogar wieder, auch wenn es kaum jemand bemerkt hat.

    • Vor einem Monat

      Dieser Kommentar wurde vor einem Monat durch den Autor entfernt.

  • Vor einem Monat

    Guter Mann, freu mich auf das Album! Einer der ganz wenigen Europäer die Reggae wirklich fühlen, leben und autenthisch vermitteln können.

  • Vor einem Monat

    Sorry, aber ich bleibe dabei: #cancelgentleman
    Geht gar nicht, was der macht.

  • Vor einem Monat

    Bei allem teils gerechtfertigten Wokismus ist der Aspekt der kulturellen Aneignung tatsächlich der lächerlichste und am wenigsten ernstzunehmende Teil dieser Welle. Ich finde die Mucke von Gentleman auch maximal egal und die "Ich wäre so gerne einer von euch"-Attitude höre ich auch stark durch, trotzdem sollte es kein Problem sein, dass er diese Musik macht. Was will man denn stattdessen lieber haben? Weiße dürfen nur Dinge tun, die "typisch weiß" sind (was auch immer das genau jetzt sein soll)? Die ganze Einstellung dazu ist wirklich nicht weit weg vom von Neurechten propagierten Ethnopluralismus.

    • Vor einem Monat

      Word! Zustimmung in allen Punkten.

    • Vor einem Monat

      Das mit der kulturellen Aneignung ist mir herzlich schnuppe. Nur kann man sich dabei auch lächerlich machen, wie Gentleman eben.

    • Vor einem Monat

      In meiner Wahrnehmung schlägt das schon hmrecht häufig über die Stränge und viel der unter diesem Label geäußerten Kritik ist mMn großer Quatsch. Wie etwa das ausladen dieser Dreadlock-Sängerin von einer FFF-Veranstaltung. Aber im Kern steckt da schon was hinter. Rockmusik wurde beispielsweise von Weißen quasi geklaut. Wobei ich da nicht unbedingt denjenigen die Schuld geben, die es als Weiße repliziert haben, sondern eher denjenigen, die das als "weiße" Musik verkauft und daran verdient haben und nicht zuletzt die Gesellschaft (meint die weiße Mehrheitsgesellschaft). Aktuelle Vorwürfe finde ich meist fragwürdig bis hanebüchen, insbesondere wenn sich Künstler explizit auf ihre Inspiration beziehen.

    • Vor einem Monat

      +1 Copslack

  • Vor einem Monat

    1. Sie sollen gute Musik machen statt durchschaubare Plastikware, an die sich in 2 Wochen keiner mehr erinnert, 2. sie sollen sich nicht an einer Karibikinsel mit einer extrem krassen Arm-Reich-Spaltung bereichern, 3. sie sollen sich selbst in den Songtexten frei machen von neurechtem Pauschal-Schimpfen auf "das" System und "die" da oben. Von politischer Differenzierung war Gentleman auch früher weit entfernt, schon als er auf dem Chiemsee Summer vor 20 Jahren Edmund Stoiber einen "Wichser" genannt hat.

  • Vor einem Monat

    Sehr passende Kritik.
    Richtig normale Pop Musik. Kein bisschen Reggae. Hat garnichts mehr von journey to jah, confidence oder another intensity. Hört sich an wie ein Album komplett mit Garageland erstellt. Und dann diese Kirmes-Schreihälse von Jugglerz. Wo hat er die denn aufgetrieben???? Ein paar angesoffene Spinner die auf der Bühne mit Glas in der Hand rumspringen und ununterbrochen Müll quatschen. Hört sich an wie aufm Autoscooter. Die muss gentleman gaaaaanz schnell wieder los werden.
    Mad World, ein 33 Minuten Album. Eine Frechheit für die Fans, die schon seit 20 Jahren zu seinen Konzerten pilgern. So wenig Material war noch nie auf einem Album. Damit kommen zu den nächsten Konzerten die ganzen Bravo Hits und DSDS Freaks. Was kommt noch??? Eine Nicht-Reggae Nummer mit Gil Ofarim featuring Pietro Lombardi?
    Blaue Stunde war ja schon ein Witz, aber das kann den Besten passieren. Mad World und Jugglerz allerdings grenzt an Körperverletzung. Selbst die Stimme klingt irgendwie wehleidig.Wir haben sehnsüchtig, wie bei allen seinen Alben, auf die Veröffentlichung gewartet. Diese 33 Minuten kann man auch live wahrscheinlich nicht verbessern. Bei manchen Vorgängen hat es ja geklappt. Das Publikum auf den nächsten Konzerten wird wahrscheinlich dem eines Düsseldorfer Clubs ähneln. Richtig schade.
    Also, bitte back to the roots, the Evolution einpacken, irgendwo einschließen und ein richtig geiles Reggae Album produzieren. Mit Johanna on the saxophone geht das schon. Dann kommen wir auch noch die nächsten 20 Jahre.