laut.de-Kritik

Fette Riffs, die von einem satten Groove getragen werden.

Review von

In den USA zählen Five Finger Death Punch zum ganz heißen Scheiß und auch die Untertanen von Queen Elizabeth II fressen den Amis förmlich aus der Hand. Die beiden ersten Scheiben "The Way Of The Fist" und "War Is The Answer" wurden bereits vergoldet, und auch bei "American Capitalist" dürfte die Auszeichnung nur noch eine Frage der Zeit sein.

Wie das in unseren Breitengraden aussieht, ist schwer vorauszusagen. Mit ihrer Mischung aus Hellyeah, Stone Sour und einer Prise Nickelback scheint der Sound von 5FDP perfekt auf den nordamerikanischen Markt zugeschnitten zu sein. Folglich wurde einmal mehr mit Produzent Kevin Churko gearbeitet, der bereits Ozzys "Black Rain" in eine unnötig moderne Richtung trimmen wollte. Für die Jungs aus L.A. ist er aber offensichtlich der richtige Mann, denn in Sachen Klang gibt es an "American Capitalist" nichts zu meckern.

Der Einstieg mit dem Titeltrack ist ein satter Tritt ins Gesicht und bringt die Stärken der Band auf den Punkt: Fette, moderne Riffs, die immer von einem satten Groove getragen werden und ein Ivan Moody, der kraftvoll darüber weg röhrt und im Refrain auf seine klare Gesangsstimme zurück greift. An der könnten sich die Geister scheiden, da die Tonlage des Refrains für seine Stimmlage nicht hundertprozentig geeignet scheint.

Die Single "Under And Over It" passt schon besser zu ihm und klingt wie ideales Futter für alle Fans von Slipknot, Stone Sour, Hellyeah und Konsorten. Live dürfte das auf jeden Fall ein echter Nackenbrecher sein. Wenn man sich allerdings nicht traut, ein Wort wie 'dick' auch auszusprechen, zeigt das schon eindeutig, wie sehr man aufs Airplay schielt. Sei's drum, mit der Zeile "I'm not selling out, I'm bying in" aus "The Pride" haben sie den Bonus wieder drin.

Die nächste Single wartet schon mit dem balladesken "Coming Down", dem kaum ein Fan von Corey Taylor widerstehen dürfte. Die werden auch mit "Back For More" mehr als zufrieden sein. Von einer echten Ballade kann man aber nicht sprechen, die gibt es dafür mit "Remember Everything", sogar mit ein paar unvermeidlichen Streichern. Da wird sich wohl sogar Chad Kroeger ein Grinsen nicht verkneifen können.

Allerdings ist es eher müßig, von einer nächsten möglichen Single zu sprechen, denn Kandidaten gibt es auf der Scheibe mehr als genug. Selbst etwas bissigere Nummern wie "Menace" oder "If I Fall" sind immer mit einem melodischen Chorus ausgestattet und retten die Nummer somit auch für das potentielle Radiovolk.

Ob man 5FDP deswegen einen Strick draus drehen muss, sei mal dahin gestellt. Wen solche Kleinigkeiten nicht scheren, der hat mit "American Capitalist" jedenfalls ein Album in der Hand, das zwischen den genannten Bands eine gute Figur abgibt.

Trackliste

  1. 1. American Capitalist
  2. 2. Under And Over It
  3. 3. The Pride
  4. 4. Coming Down
  5. 5. Menace
  6. 6. Generation Dead
  7. 7. Back For More
  8. 8. Remember Everything
  9. 9. Wicked Ways
  10. 10. If I Fall
  11. 11. 100 Ways To Hate

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3 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    Oh, gar nicht gewusst, dass die ne neue Platte am Start haben. Grad reingehört. Klingt super! =) Gesellt sich zu ihren anderen Silberlingen im Regal!

  • Vor 9 Jahren

    grad mal reingehört, man kanns sich auf jeden Fall anhören aber auf dauer ist das nichts für mich. Wobei ich sagen muss, dass einige riffs und solopassagen ganz interessant sind.
    Das album ist auf jeden fall besser als der letzte Stone Sour output.

  • Vor 9 Jahren

    Etwas spät die Rezension, aber durchaus passend. Wobei sie auf mich relativ schnell gemacht wirkt. Zwar erhält sich 5FDP deren Essenz und rocken ordentlich ab, aber so dieses i-Tüpfelchen fehlt dieser Scheibe leider. Das gab es bei beiden vorherigen Alben. 4/5 Sterne bekommt sie dennoch von mir.