30. September 2015

"Ich will jetzt nicht der Polit-Rapper sein"

Interview geführt von

Knapp eineinhalb Jahre nach dem Kollaboalbum mit Snaga liefert Fard Mitte Oktober ein Soloprojekt, das den treffenden Titel "Ego" trägt. Mit den 22 Tracks, thematisch unterteilt in fünf verschiedene Phasen, will der Gladbecker eine Art Film kreieren. Wie er sich das vorstellt oder was er von Deutschrap hält, erzählt er uns im Interview.

Wir treffen Fard am frühen Vormittag mitten in Kreuzberg. Ob es an der Uhrzeit oder der Hektik rund um das Schlesische Tor liegt: Zu Anfang wirkt der 31-Jährige eher unmotiviert. Doch je länger man sich mit ihm unterhält, desto redefreudiger und sympathischer wird es. Das trifft sich gut, denn es gibt eine Menge zu besprechen:

Lass uns direkt über dein Album sprechen. 22 Tracks finde ich extrem viel. Hast du das später in die fünf Phasen aufgeteilt, damit es übersichtlicher wird, oder war das von Anfang an so geplant?

Von Anfang an. Also die Phasen standen zuerst, und dann habe ich das Album drum herum gebaut. Es war so eine Wunschvorstellung, dass ich einen kleinen Film erzählen kann. Dass alles miteinander übereinstimmt.

Thematisch konnte ich das auch nachvollziehen, abgesehen von der 'Huckleberry-Finn-Phase'. Kannst du kurz das Konzept dahinter erklären?

Huckleberry Finn ist für mich jemand, der teilweise einfach anarchistisch vor sich hin gelebt hat. Einfach einer, der das macht, was er will. In dieser Phase gibt es für mich Lieder, die einfach ein Stück weit abstrakt sind, teilweise auch ein bisschen irre. Dieses typische Representen: Möglichst ohne Inhalt einfach nur auf die Kacke hauen.

Du hast außerdem mit zehn verschiedenen Produzenten zusammengearbeitet. Wie lief das?

Dadurch, dass wir jetzt mit Warner zusammenarbeiten, hab' ich diesmal finanziell die Möglichkeit, die Leute in mein Studio in Gelsenkirchen zu holen und unterzubringen, damit die auch mal länger dableiben. Zum Beispiel Abaz hier aus Berlin oder Joshimixu sind zehn Tage geblieben. Gut, nach sieben Tagen haben wir nur noch Scheiße gebaut im Studio und keine Musik mehr gemacht, weil wir einfach durch waren mit Allem. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man die nutzen, meiner Meinung nach.

Hast du konkret gesagt, was du für Beats haben möchtest?

Voll. Ich hab' denen gesagt, wie meine Wunschvorstellung aussieht. Dann haben wir versucht, dementsprechend zusammen Samples zu finden oder Musik einzuspielen, die dem nahe kommt. So haben wir das dann teilweise umgesetzt. Aber da sind auch Beats dabei, die komplett aus der Feder der Produzenten stammen. Da haben die mir einfach eine Vorlage gegeben und ich hab' mich der angepasst. Also auf Produktionsebene ist das keine hundertprozentige Vorlage von mir.

Legst du inzwischen mehr Wert auf deine Features? Am Anfang hattest du noch Summer Cem und Farid auf einem Album, dann Redman und jetzt Mobb Deep. Oder kommt das auch daher, dass du jetzt die finanziellen Möglichkeiten dazu hast?

Auch. Ich habe immer wenige Features gemacht, weil ich etwas Eigenes kreieren und einen exklusiven Status genießen wollte. Aber mal schauen, was die Zukunft bringt, ich schließe da nichts aus. Das mit Mobb Deep kam über meinen Partner, der da hinten sitzt, zustande, der macht halt auch Veranstaltungen für das Label. Da waren dann auch Mobb Deep und so kam eins zum anderen.

War es nach dem Kollabo-Album mit Snaga schwieriger oder einfacher, wieder ein Soloalbum aufzunehmen?

Ich komme ja eigentlich vom Soloalbum her, aber ich kann das gar nicht so leicht beantworten. Ich hatte einfach wieder richtig Bock auf Rap-Musik. Auch ein bisschen kopffreiere Musik zu machen, einfach nur rappen und der Intuition folgen. Davor war ich eine Zeit lang ein bisschen verkrampft und hab' hardcore auf jedes Wort und jede Zeile geachtet. Dieses Mal habe ich gemerkt, dass man es manchmal auch einfach laufen lassen muss und sich nicht so versteifen darf. So macht man nämlich auch manchmal ein Gefühl in der Musik kaputt.

Hat dich eigentlich die Kritik, die nach "Talion 2" auf dich eingeprasselt ist, irgendwie beeinflusst während des Entstehungsprozesses?

Nö. Ich mein', auf dem Album sind Lieder wie "Al-Fatiah" oder "Maskenball" und da spreche ich nach wie vor diese Themen an. Aber ich kann und will jetzt auch nicht der Polit-Rapper sein. Das ist eher so eine Wahrnehmung von außen und wird auch ein bisschen falsch dargestellt. "Talion 2" war ja ein Streetalbum mit einfachen Rap-Themen.

Hat sich Staiger eigentlich zu der Zeile auf "Nazizi" geäußert? ["Ihr seid islamophob wie Marcus Staiger", Anm. d. Red.]

Er ist halt ein islamophobischer Typ. Der hat mit Kollegen auf Twitter geschrieben und Muslime dabei Muselmänner genannt und entschuldigt sich dann einen Monat später wieder. Von jemandem in seinem Alter erwarte ich, dass man vorher weiß, dass das falsch ist. Das ist genau wie mit dem Typ, der Roberto Blanco einen "wunderbaren Neger" genannt hat.

Irgendwann macht es einfach keinen Sinn mehr, sich zu entschuldigen. Meiner Meinung nach macht deine Einstellung dann einfach deutlich, welche Ideologie du hast. Heute verdiene ich mein Geld mit schwulenfeindlicher Musik und morgen damit, dass ich sage, alle Deutschrapper sind homophob. Irgendwie passt das alles nicht. Wir reden hier auch nicht von jemandem, der diese Sachen mit Fünfzehn gesagt hat, wenn man noch fast ein Kind ist, sondern von einem, der erwachsen ist. Meiner Meinung nach ist das Doppelmoral.

Auf "Rohdiamant" hast du aber auch eine Zeile, die mir negativ aufgefallen ist: "Rap ist Männersache, du bist nur ein schwuler Hund." Damit beleidigst du in einem Satz Frauen und Schwule.

Ja, aber extra. Weil ich gerade das Gefühl habe, dass diese Fraktion im Deutschrap immer lauter wird, die sagt: Alle Deutschrapper sind homophob. Wenn du dir meine Texte genau anschaust, bin ich eigentlich nicht der Typ, der solche Lines droppt. Aber im Moment mache ich das einfach, um mich von diesen Leuten zu separieren und sie auch zu provozieren. Aus dem einfachen Grund, weil diese Leute eine Doppelmoral haben.

Wenn zum Beispiel die Juice schreibt, dass sie es ganz schlimm findet, dass deutsche Rapper so homophobe Texte haben und in der gleichen Ausgabe einen Typen auf dem Cover haben, der dafür bekannt ist, dass er Lines hat wie "Dein Vater ist ein Schwuler", dann hat das für mich kein Gewicht. Dann sind das für mich Heuchler. Diese Leute will ich dann auch provozieren und aus der Reserve locken.

"Gesine Schwan ist eine super Persönlichkeit"

Zum Teil klingt "Ego" aber auch ziemlich eingängig: Du hast eine Sängerin dabei, einen Kinderchor und singst in den Hooks zum Teil auch.

Ich wollte einfach neue Sachen ausprobieren. Das mit dem Kinderchor war so: Ich hab' den Song gemacht und die Hook, genau wie sie jetzt ist, selbst eingesungen. Aber das hat irgendwie nicht gecatcht, einen nicht abgeholt. Meine Stimmlage ist für diese Melodie einfach zu tief, es klang wie gewollt und nicht gekonnt. Und da noch eine Sängerin auf einen etwas kitschigen Track zu holen, war mir dann zu schnulzig.

Also haben wir es einfach mit Kindern versucht und es hat auf Anhieb alle Leute, die dabei waren, beeindruckt. Ich fands in dem Moment einfach schön. Ich weiß, das manche Leute das noch kitschiger finden als eine Sängerin. Aber ich fand, dass es einfach gut zur Thematik gepasst hat, weil ja aus der Sicht eines Kindes erzählt wird. Der Gedanke war, dass sich das quasi ein Stück weit relativiert.

Wie wichtig sind dir Chart-Positionen?

Überhaupt nicht. "Bellum Et Pax" ist zum Beispiel auf der Zwei gechartet, hat sich in der ersten Woche aber nicht so gut verkauft wie "Talion 2". Wenn ich jetzt in der gleichen Woche release wie Iron Maiden und die verkaufen 50.000 und ich nur 30.000 auf Platz Zwei oder Drei, dann ist da zwar ein großer Unterschied, aber der Absatz ist trotzdem hoch. Ich denke nicht in Charts. Ich weiß, dass das mittlerweile wichtig für die Kids und vielleicht auch für einige Club-Bookings ist, aber nichtsdestotrotz habe ich lieber ein Album in der Hand, das gut bei den Leuten ankommt und sich nachhaltig durchsetzt. Sodass die Leute die nächsten eineinhalb Jahre mit Spannung auf etwas Neues warten.

Gibt es schon konkrete Pläne für die Zeit nach der Veröffentlichung?

Also ich gehe erst im März damit auf Tour und bringe im Winter noch eine EP raus. Die schieße ich direkt hinterher, und wenn ich es schaffe, auch noch ein Mixtape. Aber das sind große Pläne, die man da anstrebt. Wenn ich in den Modus komme, schreibe ich so 12 Stunden am Tag und werde irgendwann wahnsinnig. Aber macht Spaß, ne.

Du spielst demnächst auch eine kleine Rolle in einem Film ["Dünnes Blut", Crowdfunding-Projekt von Mehrdad Tageri, Anm. d. Red.]. Kannst du darüber schon mehr erzählen?

Da wurde mir absolutes Redeverbot erteilt. Ich kann ein bisschen was zu dem Film sagen, aber nicht zu meiner Rolle. Der Fokus liegt da auch nicht auf mir, das war einfach ein kleines Experiment. Im Grunde genommen geht es um zwei Brüder, die in Mafia-ähnliche Strukturen verwickelt sind. Parallel dazu gibt es einen jungen Boxer, der durch einen Unfall zurückgeworfen wird. Wegen Geldproblemen gibt er dann der Verlockung nach. Das ist eine spannende Geschichte. Man erwartet ein ganz anderes Ende, also sollte man sich wirklich angucken. Ich werde da auch ein Lied beisteuern, das nicht auf dem Album drauf ist.

Du warst außerdem Gast in der WDR-Sendung Nachtrausch. Warum denkst du, haben die ausgerechnet dich eingeladen?

Weil ich ein unglaublich gutaussehender Typ bin. Das hat nur diesen Grund gehabt (grinst). Nee, aber das war ganz gut. Gesine Schwan ist eine super Persönlichkeit, sehr frisch im Kopf. Sie ist wie ein kleines Geschichtsbuch. Ich hab' ihr viele Fragen gestellt über Personen aus der Vergangenheit, die in Deutschland Impulse gegeben haben. Da konnte sie mir viele Dinge erzählen, nicht unbedingt außergewöhnliche, aber sie war halt dabei und hat Ahnung.

Von ihr habe ich am meisten mitgenommen, weil wir an dem Abend nach dem Dreh auch noch privat geredet haben. Leider nur kurz, ich hätte gerne mehr von ihr erfahren. Aber ich glaube, wenn viel mehr Linke so wie Gesine Schwan wären, würde es der Szene noch viel besser gehen. Die sind häufig zu dogmatisch, zu festgefahren, statt dass sie den Wandel der Zeit akzeptieren. Dagegen ist sie schon eher modern eingestellt, aber mit dem Herzen immer noch am linken Fleck.

Gibt es für dich einen Plan B abseits der Musik?

Nö. Ich hab' irgendwann mal eine Ausbildung abgeschlossen und mein Abitur nachgeholt. Ich war auch mal kurz an der FH, aber bin schon nach einem Jahr wieder geflüchtet und hab' meinen Zivildienst gemacht. Aber es gibt keinen Plan B. Ich bin gesund, meine Eltern sind gesund, deswegen bin ich im Moment sehr unbekümmert. In Deutschland wird immer viel Wert auf einen Plan B gelegt, aber hätte ich das damals gemacht, hätte ich es wahrscheinlich nie mit der Musik geschafft. Einfach machen, irgendwas wird schon gehen.

"Ich kann mich nicht mit den Flüchtlingen aus Syrien oder dem Irak vergleichen"

Siehst du dich eigentlich in dieser Gruppe von Ruhrpott-Rappern oder spielt deine Heimat keine Rolle?

Also egal ist mir meine Heimatstadt nicht, aber ich kann mich natürlich nicht mit Jedem im Ruhrpott identifizieren. Ich mache einfach das, von dem ich der Meinung bin, dass es mich und mein Umfeld repräsentiert und bin glücklich darüber, wenn es andere Leute anspricht. Aber ich gönne auch jedem Anderen seinen Erfolg und sein Standing.

Aber man bekommt schon den Eindruck, dass du auf die Deutschrap-Szene einen Abfuck schiebst. Im Interview mit hiphop.de hast du das "Drecksgesindel" genannt.

Ja, ich halte nicht viel von Rappern. Aber eher menschlich, musikalisch gibt es viele gute Leute. Das Ganze ist so ein Zirkus ohne richtige Prinzipien. Heute hier, morgen da. Das ist alles ein bisschen verwaschen und unehrlich, meiner Meinung nach. Aber weißte, ich will die auch alle nicht verurteilen. Vielleicht ändern ein paar auch noch ihre Ansichten. Aber wenn ein 38-jähriger Samy Deluxe seit drei oder vier Jahren in Interviews erzählt, dass er total glücklich darüber ist, mit dem Marihuana-Konsum aufgehört zu haben, aber auf dem Album mit Afrob ist dann ein Track wie "Tortellini Augen", dann finde ich das einfach albern. Heute hü, morgen hott.

Ist das auch einer der Gründe, warum du nicht nach Berlin ziehen würdest?

Ich bin einfach kein Großstadt-Fan. Die sind mir zu hektisch, das ist völlig anstrengend für mich. In Gladbeck weiß ich, wo ich hingehen kann und es auch ein bisschen ruhig ist. Hier ist es einfach heftig. Das macht für einen kurzen Moment Spaß, aber auf lange Zeit würde ich hier nicht glücklich werden. Ich würde meine Kinder auch nicht gerne in Berlin aufwachsen sehen. Nach der Promo bin ich auch direkt wieder weg (lacht).

Nochmal zum Thema Deutschrap: Wegen deines 'Interviews' mit dem kleinen Niklas und "Mittellos Auf Dem Mittelmeer" wirst du häufig mit der Flüchtlingsthematik in Verbindung gebracht. Findest du, dass deine Kollegen in der Hinsicht mehr tun könnten?

Jeder muss für sich selber wissen, was er seiner Umwelt mitgeben und was er vertreten will. Wenn sich einer musikalisch nicht damit beschäftigt, ist das völlig okay. Da geht es ja auch um Kunstfiguren, zu denen das einfach nicht passt. Jeder muss das für sich selbst interpretieren. Ich vermute, dass die meisten einfach keinen Bezug und vielleicht auch nicht den Horizont dafür besitzen. Ich befasse mich damit halt schon länger. Auf "Talion 2" gab es zum Beispiel schon einen Track zu dem Thema, der von Kritikern völlig ignoriert wurde.

Ich hab' da halt einen Bezug zu, weil ich selbst als Flüchtling mit meinen Eltern nach Deutschland gekommen bin. Trotzdem kann ich mich natürlich nicht mit den Flüchtlingen aus Syrien oder dem Irak vergleichen, die erleben da schon viel heftigere Dinge, haben härtere Schicksale. Inwieweit ich als Musiker wirklich etwas verändern kann, kann ich dir so nicht sagen. Ich versuche einfach, den jüngeren Hörern etwas mitzugeben.

Engagierst du dich auch abseits der Musik?

Meine Ma und meine Schwestern betreuen Flüchtlinge. Wenn ich Zeit habe, komme ich ab und zu mit. Die Jungs da sind ein bisschen jünger, aber ich versuche halt nach und nach, dass die Vertrauen zu mir haben. Aber man darf solche Geschichten auch nicht auf die leichte Schulter nehmen und denken, man kann da einfach einlaufen, nur weil man die gleiche Haarfarbe oder Religion hat. Man muss den Leuten auch Zeit geben. Ich gucke Schritt für Schritt, wie ich mich da einbringen kann.

In Gladbeck hat jetzt ein neues Heim aufgemacht. Da muss ich auch mal mit dem Bürgermeister reden, inwieweit wir da irgendwas machen können, zum Beispiel ein kleines Konzert. Das haben wir auch für den Jungen gemacht, der ins Koma geschlagen wurde. In meiner Stadt ist es halt leichter, etwas umzusetzen, da ist Gladbeck mir auch wohlgesonnen.

Du hast von den Politikern gefordert, dass sie in ihren Ansagen konkreter werden. Glaubst du, dass das in den Köpfen des rechten Randes wirklich etwas bewirken würde?

Vielleicht nicht bei denen, aber vielleicht bei denen mit einer neutralen Haltung. Die durchs Leben gehen und mit den Problemen einfach nichts zu tun haben wollen. Dass die im positiven Sinne eventuell aktiver werden. Ich habe das Gefühl, dass der rechte Rand im Moment sehr aktiv ist und die Leute zum Teil mit wirklich stupiden Argumenten überzeugen kann. Wenn die Mehrheit schweigt, bringt das einfach nichts. Das ist wie in einer Schulklasse: Wenn alle Dummen laut sind, dann hört man die Intelligenten eben nicht.

In dem hiphop.de-Interview habt ihr auch kurz über Farin Urlaub gesprochen, der gesagt hat, dass man auf seine Herkunft nicht stolz sein kann, weil man nichts dafür getan hat. Du hast dem widersprochen. Inwieweit kann man deiner Meinung nach auf seine Nationalität stolz sein?

Also ich sehe das so: Man kann ja mit positivem Beispiel vorangehen. Wenn ich ein guter Mensch mit deutschen Vorfahren bin, der hier aufgewachsen und zu Geld gekommen ist, der seinen Nächsten gegenüber positive Werte vermittelt, sich für Schwächere und Bedürftige engagiert, dann kann der doch stolz darauf sein, einer Familie anzugehören, die diese Kultur vertritt. Also quasi darauf, wer man ist und wo man herkommt.

Immer dieses: Man darf nicht stolz sein, weil man keinen Einfluss darauf hatte. Das ist ein schönes Argument, aber es zählt nicht. Ich steh' auch nicht auf diese antideutsche Fraktion. Ich finde die Ideen der Antifa interessant und teilweise auch nachvollziehbar. Aber innerhalb von denen gibt es diese Separierung, die sehr gefährlich ist.

Fühlst du dich inzwischen eher als Iraner oder als Deutscher?

Im Iran liegen meine Wurzeln, aber so hundertprozentig bin ich das auch nicht. Eigentlich eher eine Mischung, vielleicht fünfzig, vierzig ... ich kanns nicht so sagen. Ich glaube, ich bin eine gute Mischung aus Beidem. Vielleicht auch eine schlechte (grinst).

Du hast mal gesagt, dass du dir unbedingt eine Familie wünschst. Wie sollte die Mutter deiner zukünftigen Kinder denn idealerweise sein?

Ich bin da nicht so festgefahren, es gibt keine genauen Vorstellungen. Ich glaube aber, dass ich schon ein schwieriger Mensch bin. So ein freiheitsliebender Mensch, Verantwortung übernehmen fällt mir auch schwer. Also wenn ich ehrlich bin, liegt es schon öfters an mir. Ich bin kein schlechter Mensch oder so, aber eher ichbezogen. Ego halt.

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5 Kommentare mit 3 Antworten

  • Vor 3 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 3 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 3 Jahren

    Freue mich auf den Film "Dünnes Blut" in dem Fard mitspielen wird. Die Story klingt spannend.

  • Vor 3 Jahren

    Fard ist und bleibt für mich eine Heulsuse die nicht in der Lage ist Kritik zu ertragen.
    Zu Gesine Schwan passt er mit seiner Einstellung ganz gut, die meinte ja auch dass Moslems die "neuen Juden" Deutschlands sind.
    Staiger ist zwar in meinen Augen 'ne viel zu linke Socke aber Islamophob würde ich ihn nicht einschätzen. Der Track mit Snaga (Intro war es glaube ich) ist einfach extrem effekthascherisch und dümmlich. Selten so einen politisch so verkürzten, heuchlerischen und unreflektierten Mist gehört.

  • Vor 3 Jahren

    Selbst die Menschen die Leute kritisieren weil sie zu SCHWARZEN "Neger" sagen sind oft blöder als diejenigen die "Neger" sagen. Weil das sind Leute die haben sich dieses Land ausgesucht, ohne das sie jemand eingeladen hat. Es gibt soviel RASSISTISCHE SCHWARZE. Und wir bekotzen uns gerne vor EUCH. Wir bleichen nicht die Haut von Schwarzen, Wir wachsen nicht und wir betrügen auch nicht so wie ihr EUROPA und Deutschland. Von INTERPOL gesucht werdet IHR, und wegen KRIMINALITÄT gesucht werdet ihr und EUER MÜTTER oder VÄTER. Allein mit Euerm Aufenthalt in Europa werdet ihr zum AUSBEUTER und Sklavenhalter der anderen. Tja, Betty Ford war klüger! Wir haben den Hass auf Alkoholiker und Raucher und den Aufruf sie zu töten nie produziert. Der Mordaufruf kommt aus einer PSHÄRE, die VERACHET wird. Es gibt Schlimmere Drogen und diejenigen die sie dealen und verkaufen sind Kriminelle. Ihr seid für uns LINKSEXTREMISTEN. Und wer eine Waffe trägt, hat wo keine Bären sind, der sollte wissen das ihr das GHETTOGEN habt und anderen MENSCHEN den LEBENSRAUM streitig macht. Tätowierte sind meist NEONAZIs und neuer FEUDALADEL!