laut.de-Kritik

Eine der Thrash-Platten des Jahres.

Review von

Und die nächste Truppe, von der ich nie im Leben gedacht hätte, jemals wieder ein Album zu rezensieren. Nachdem Sacred Reich wirklich stark mit "Awakening" vorgelegt haben, reißen Exhorder auf "Mourn The Southern Skies" nicht etwa die Latte - sie hüpfen locker aus dem Stand noch einen Meter drüber!

Im Gegensatz zu Sacred Reich passen hier nicht nur die Songs - die sind absolute Killer! Auch Sound und Produktion stimmen: Sänger Kyle Thomas, Gitarrist Vinnie LaBella und Co. legen 27 Jahre nach dem letzten Studioalbum eine absolut großartige Scheibe vor.

Mit "My Time" gelingt ein Einstieg nach Maß. Ein satter Thrasher, der vordergründig schnörkellos auf die Zwölf haut. Bei genauerem Hinhören begeistert aber die Gitarrenarbeit von Vinnie und Jay Ceravolot. Kyles Vocals sind dazu erstklassig - die ersten, richtig guten Hooks liegen schon auf den Tisch.

Dann spielen sie ihre wahre Stärke aus: Sie grooven, wie es kaum eine andere Truppe schaffte - mal mit deutlich bluesigem Southern Rock-Einschlag ("Asunder"), mal verspielter ("Hallowed "Sound"). Und wieder wird klar, wer Pantera einst beeinflusste. Allerdings legten diese so geilen Scheiß wie "Vulgar Display Of Power" später nicht mehr wirklich hin.

Mit der harten, schnellen Nummer "Beware The Wolf" geht es weiter auf die Zwölf, und wer einfach brachial den Sack rasiert haben will, kommt bei der neu eingespielten Version von "Ripping Flesh" auf seine Kosten: Die Nummer haut in drei Minuten alles kurz und klein.

Das schleppende, wanderlbare "Yesterday's Bones" zeigt gegen Ende erneut diese großartige Gitarrenarbeit. Das Feeling der beiden Klampfer ist einfach großartig, und die leichten Latin-Einflüsse zum Schluss runden den Song perfekt ab. Beim im Midtempo gehaltenen "All She Wrote" erinnert die Gitarrenarbeit in der Strophe ein wenig an Exodus, während das sich langsam aufbauende "Rumination" im Refrain wieder eine echte Hookline auffährt.

Wer unbedingt meckern will, könnte sich darüber beschweren, dass die Scheibe mit dem düster schleppenden "Arms Of Man" sowie dem melancholischen, fast balladesken Titeltrack sehr ruhig ausklingt. Die Qualität der Scheibe mindert das gleichwohl nicht - die Kaufempfehlung für den September!

Trackliste

  1. 1. My Time
  2. 2. Asunder
  3. 3. Hallowed Sound
  4. 4. Beware The Wolf
  5. 5. Yesterday's Bones
  6. 6. All She Wrote
  7. 7. Rumination
  8. 8. Ripping Flesh
  9. 9. Arms Of Man
  10. 10. Mourn The Souther Skies

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