laut.de-Kritik

Die französische Techno-Polka erobert Berlin.

Review von

Der sechste Teil der Mix-Compilation-Reihe des Berliner Clubs Watergate wartet mit einer Premiere auf. Erstmals steht mit dem französischen Produzenten-Team Dop ein Trio am Mixer. Und erstmals machen Eigenproduktionen den Großteil der zu hörenden Stücke aus.

Lediglich einer Fremdproduktion vertrauen Clement Zemtsov, Damien Vandesande und Jonathan Illel in gleichem Maße wie ihren eigenen Tracks. Die Abwechslung bleibt auf "Watergate 06" trotz dieser Entscheidung gewahrt. Studiopartner wie Nôze, Mathias Kaden, Catz & Dogz und Wareika prägen die Tracks und sorgen für Abwechslung.

Trotz der unterschiedlichen Schattierungen während der knapp 70 Minuten Spielzeit ist das Set der Franzosen dennoch das homogenste, das der Berliner Club bislang veröffentlichte. Zwar standen auch bei den Vorgängern hochkarätige DJs wie Sascha Funke, Ellen Allien oder Sebo K am Mixer. Sie alle haben sich bei ihren Sets aber als klassische DJs verstanden, die unterschiedlichste Tracks anderer Produzenten zusammenführten. Von dieser Formel weichen Dop ab.

Bis auf einen Track sind sie bei allen Stücken, die einen Platz in ihrem Set finden, involviert: Sei es als Produzenten, sei es als Remixer. Der französische Act Art Of Tones alias Ludovic Llorca mit seinem Stück "Call The Shots" bildet auf "Watergate 06" die einzige Ausnahme. Die Tatsache, dass Dop überall die Finger im Spiel hatten, erklärt auch den homogenen Charakter. Hier passt eben Bass zu Bass und Hi-Hat zu Hi-Hat wie sonst nur bei einem Liveset.

Dennoch durchläuft der Mix eine ganze Reihe von Stimmungen. Angefangen vom Opener "The Dust", einem Livemitschnitt aus dem Watergate, über die druckvolle Koproduktion mit den derzeit schwer angesagten Nôze, der deepen Exkursion an der Seite von Daniele Papini, das verträumte Zwischenspiel gemeinsam mit Catz N' Dogs bis hin zum swingenden Track "Play Play Play", der in Zusammenarbeit mit dem deutschen Trio Wareika entstand.

Die Eigenheit von Dop, sich eher als Band denn als Verbund von Produzenten zu begreifen, hat ihnen seit Karrierebeginn im Jahr 2007 eine ganze Reihe von Veröffentlichungen eingebracht. Namen wie Dirt Crew Recordings, Circus Company, Orac Records und nun Watergate Records finden sich in ihrer Diskografie.

Das aktuelle Release, ihr erstes DJ-Liveset, dürfte ihren guten Ruf weiter untermauern. Weitere Releases des französischen Trios auf bestens etablierten Labels scheinen vor diesem Hintergrund nur eine Frage der Zeit.

Trackliste

  1. 1. Enliven dOP Acoustic – The Dust (Recorded Live at Watergate)
  2. 2. dOP & Nôze – Les Fils du Calvaire
  3. 3. Aquarius Heaven & dOP – Before You Go
  4. 4. Daniele Papini & dOP – Carte Blanche
  5. 5. dOP & Seuil – New York
  6. 6. dOP – Stock Option (Tiefschwarz Remix)
  7. 7. Mathias Kaden & dOP – The Ceremony
  8. 8. Seuil & dOP – Glory Hole
  9. 9. Catz & Dogz & dOP – Deaf Wagrant (Selianka Edit)
  10. 10. Warieka & dOP – Play Play Play
  11. 11. Art of Tones ft. Jaw – Call The Shots (Motor City Drum Ensemble Remix)
  12. 12. Khan – Candy Girl (dOP Remix)
  13. 13. dOP – Goodbye

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