Irgendwann musste es ja so kommen. Devin Townsend kann nicht all die Jahre nur geniale Musik veröffentlichen, ohne dabei nicht auch mal ordentlich ins Klo zu greifen. Das ist nun also mit "Ki" passiert. Wobei ... völligen Stuss liefert der verrückte Kanadier mit der ersten von insgesamt vier geplanten …

Zurück zum Album
  • Vor 11 Jahren

    Nach dem Durchlesen der Kritik und ohne die Platte bisher gehört zu haben(!), fällt es schlicht und einfach auf, mit welcher Voreiligkeit diese Kritik verfasst und - und das scheint viel schwertragender im Bezug auf die Bewertung des Albums zu sein - mit welch bereits vorgefasster Erwartungshaltung das Album offenbar aufgenommen wurde. Beides und das dürfte dem Kritiker durchaus geläufig sein und ist mir im Hinblick auf 2,5 Punkte daher umso unverständlicher - sollte gerade bei einem Devin Townsend Project ganz klar außen vor bleiben. Der offensichtlich der SYL-Seite zugewandte Kritiker erwartet hier scheinbar musikalisch brachiale Gewaltexzesse, die meiner Meinung nach für den Einsteig in ein 4-Album Konzept überhaupt nicht reinpassen würden und auch niemals Intention des Künstlers waren, der sich speziell für das erste Album der vierteiligen Triologie entsprechende Musiker aus einem ganz fremden Genre (Jazz, Blues, also hohes Jam-Potential) ins Studio geholt hat. Im Hinblick auf die Ambient-Schlagseite seien an dieser Stelle lediglich drei Projekte erwähnt: Ass-Sorbid Demos, The Hummer und Project EKO. Ich denke, der Leser dieses Artikels sollte sich von dem selbigen einfach nur dadurch beeinflussen lassen, nicht die gleiche Grundhaltung gegenüber diesem Album anzunehmen.

  • Vor 11 Jahren

    Guten Tag Herr Edele,

    ich möchte Ihr Review zum neuen Album von Devin Townsend nicht unwidersprochen lassen.

    Über die Bewertung will ich nicht diskutieren, mir als Fan fällt es selbst sehr schwer, die Platte zu bewerten - ich bin froh, keine Rezension schreiben zu müssen. Ich hoffe jedenfalls, dass Sie Herrn Townsends Rat gefolgt sind, und die Platte längere Zeit, auch mal im Hintergrund, auf sich haben wirken lassen, bevor Sie zu Ihrem Urteil gekommen sind.

    Es stört mich jedoch, dass aus Ihrer Rezension nicht herauszulesen ist, dass Sie sich mit dem Entstehungskontext dieses Albums beschäftigt haben. Es soll ja laut Herrn Townsend eben gerade zeigen, dass er NICHT der Verrückte ist, für den er lange Jahre gehalten wurde (und als der er sich zeitweise ja auch präsentiert hat - siehe Promofoto beim hiesigen Starportrait). Dass er also gerade aus sehr guten Gründen NICHT stilistisch an alte Tage anknüpfen wollte. Da er in vielen Interviews extrem reflektiert seine Motive beschreibt, finde ich es etwas unfair, eine vergleichsweise schlechte Bewertung scheinbar vor allem damit zu begründen, dass er etwas "vollkommen anders" gemacht hat als bisher.

    Die Sängerin Ché Dorval wird im Booklet übrigens sehr wohl genannt.

    Falls es Sie beruhigt: Die nächsten beiden Alben werden wieder sehr viel heavier, die Aufnahmen zum zweiten (Addicted) sind in vollem Gange. Zwar nicht mit SYL-Kollegen, aber wieder mit Ryan van Poederooyen am Schlagzeug (was alles seit Wochen nachlesbar gewesen wäre, z. B. bei http://de.wikipedia.org/wiki/Devin_Townsend).

    Insgesamt bleibt bei mir das Gefühl hängen, dass Sie sich mit "Ki" und dem Devin Townsend Project etwas weniger intensiv beschäftigt haben, als es meiner Meinung nach verdient hätte.

    Viele Grüße

    PS: Als Fan bin ich übrigens begeistert davon, wie Devin es schafft, sich ständig neu zu erfinden. Allein für seinen Gesang bei "Coast" könnte ich ihn schon knutschen.

  • Vor 11 Jahren

    @KNHO (« ... der sich speziell für das erste Album der vierteiligen Triologie ... »):

    :D :D :D

    Aber zurück zum Thema: als großer Fan des Herrn Townsend werd ich mir mal die Platte zu Gemüte führen. Ich bin gespannt.

  • Vor 11 Jahren

    …für ein Album das die Entdeckung der Langsamkeit zelebriert. Ich halte es für vermessen dieses Werk am Erscheinnungstag zu bewerten. Das zeigt das Herr Edele sich mit dem „dtp“ nicht beschäftigt hat.

  • Vor 11 Jahren

    Herr Edele bewertet an die 5-6 Platten in der Woche, da kann man KEINE EINZIGE Kritik ernst nehmen...

  • Vor 11 Jahren

    Finde die Platte genial!
    Ein deutlicher Einfluss scheint bei dieser Scheibe Pink Floyd gewesen zu sein. Bei manchen Liedern drängt sich dieser Vergleich richtig auf. Manchmal erinnert sogar der Gesang an David Gilmour (z.B. bei Terminal).

  • Vor 11 Jahren

    @Roggä (« Ich halte es für vermessen dieses Werk am Erscheinnungstag zu bewerten. Das zeigt das Herr Edele sich mit dem „dtp“ nicht beschäftigt hat. »):

    tz tz tz.....nicht immer so dümmlich weit aus dem fenster fenster lehnen und die eigene unkenntnis als vorwurfskeule ("vermessen") nutzen.

    sehr "vermessen"!

    warum denn?

    weil du folgend doofes glaubst:

    die labels schicken ihre sachen natürlich immer erst einen tag vor der veröffentlichung an die rezensenten, logisch!
    letztere hören dann kurz rein und mühen sich, innerhalb weniger stunden noch schnell einen text zu fabrizieren!
    so muß es sein!

    ......schon klar.....hopfen und malz und so, ne?

  • Vor 11 Jahren

    Na mein lieber Herr Anwalt, wer wird denn so vermessen sein, andere User ziemlich direkt als "dümmlich" und "doof" zu titulieren?

    Mal ganz davon abgesehen, dass es durchaus nicht immer der Fall ist, dass Platten weit im Voraus (wenn überhaupt) von den Labels herausgegeben werden, ist Ihre Annahme, dass Herr Edele des Albums "Ki" nun schon länger habhaft ist als wir, genauso spekulativ wie jede andere und kann wohl nur durch den Autor selbst bestätigt oder widerlegt werden.

    Darüberhinaus erweckt Herr Edeles Rezension allerdings den Anschein der Oberflächlichkeit (siehe auch die bereits angesprochene Falschaussage, die Gastsängerin sei im Booklet nicht namentlich erwähnt). Schon allein, dass auf den Titeltrack so gut wie gar nicht eingegangen wird und sich offenbar nur sporadisch über das Gesamtkonzept des dtp informiert wurde, lässt diesen Schluss zu.
    Außerdem ist Herr Edele offenbar mit einer recht konkreten Erwartungshaltung an dieses Album herangegangen, mehr vom alten und gewohnten hoffte er zu hören - als selbsternannter Devin Townsend Fan könnte oder eher sollte man es besser wissen.

    Mir persönlich gefällt "Ki" eben durch die hier von einem Vorredner bereits erwähnte und treffend formulierte "Entdeckung der Langsamkeit" sehr gut. Die oberflächliche Einfachheit (in der Rezension kritisiert) gibt bei näherem hinhören doch eine Vielschichtigkeit frei, wie sie schöner nicht sein könnte. Die Vermischung verschiedener Stile und die meiner Meinung nach hervorragende Wahl der Sessionmusiker machen dieses Album für mich schon nach einer Handvoll Durchläufen so interessant. Es ist sicherlich kein eingängiges Album, aber von Ideenlosigkeit kann man hier ganz und gar nicht sprechen.

    So long,
    Antiproduct

  • Vor 11 Jahren

    @Antiproduct (« Na mein lieber Herr Anwalt, wer wird denn so vermessen sein, andere User ziemlich direkt als "dümmlich" und "doof" zu titulieren?

    Mal ganz davon abgesehen, dass es durchaus nicht immer der Fall ist, dass Platten weit im Voraus (wenn überhaupt) von den Labels herausgegeben werden, ist Ihre Annahme, dass Herr Edele des Albums "Ki" nun schon länger habhaft ist als wir, genauso spekulativ wie jede andere und kann wohl nur durch den Autor selbst bestätigt oder widerlegt werden. »):

    bitte genau lesen. ich bezeichne nicht die person als dumm etc sondern die methode der person. das ist auch in ordnung, wenn eben jene methode nur dem ungerechtfertigten angriff auf den autoren gilt (die unterstellung der oberflächlichen arbeitsweise).

    desweiteren: ich neige nicht zum spekulieren. ohne diesbezgl kenntnis hätte ich nicht vom zeitlichen faktor geschrieben.

    inhaltlich stimme ich euch übrigens weitgehend zu. für mich ist das werk in seiner wirking auf mich eher intensiver als die vorherigen alben. das downstripping tut eher gut als das es die songs ruiniert. das songwriting ist für mich auch stark wie eh und je.

  • Vor 11 Jahren

    Mal im Allgeimeinen: mir isses wirklich schnurzpiepegal, wer meine Reviews hier ernst nimmt und wer nicht. Frag mich dann nur, warum sie überhaupt gelesen werden, wenn man sie eh nicht für voll nimmt, da ich ein paar CDs mehr bewerte, als die meisten anderen bei uns ... Warum alle auf einmal wissen, dass ich ne SYL-Scheibe erwartet habe, wundert mich allerdings doch. Kurzes Nachlesen bei laut.de dürfte zeigen, dass ich die anderen Devin Townsend Scheiben auch besprochen habe und obwohl die sich stellenweise komplett von SYL unterscheiden, find ich die fast durch die Bank genial. Wenn sich mancher auch "Ki" schön hören kann, dann ist das toll für ihn/sie. Mir gibt das Album relativ wenig allerdings NICHT deswegen, weil es nicht nach SYL klingt. Ich weiß auch sehr wohl, dass die nächsten Scheiben wieder härter werden sollen, aber allein deswegen geh ich nicht davon aus, dass sie mir mehr geben.

    Manchmal frag ich mich, was mancher hier von einer Review erwartet? Ich versuche eigentlich, eine CD so zu beschreiben, dass man sich auch was drunter vorstellen kann, wenn man die Band nicht kennt. Deswegen Vergleiche mit anderen Bands, vielleicht auch mit älteren SCheiben oder eben anderen Projekten. Wenn ICH PERSÖNLICH, die CD aber scheiße oder eben nur minderwertig im Zusammenhang mit der bisherigen Historie finde, dann nenn ich das halt beim Namen. Wenn's einem nicht passt - mir egal :)

    Und wenn die Dame im Booklet erwähnt, wird - klasse. In meiner Promo gab es sowas leider nicht und auch keine namentliche Erwähnung.

  • Vor 11 Jahren

    Sie werden auf jeden Fall nicht drum gelesen, weil Sie ein gewisser Michael Edele geschrieben hat. ;) Nichts für ungut, aber so ist das nun mal, wenn man sich subjektiv gibt in einem review, von welchem die Leser eine gewisse Objektivität erwarten. Aber wenns eh schnurzpiepegal ist... :)

  • Vor 11 Jahren

    Schön, dass er sich mal persönlich meldet.
    Als "kenner" ist er bestimmt eine gute Quelle und hat Ahnung, als Referenz zur Plattensuche taugt er dennoch nichts

    Der Herr hat damals die In Rainbows in einem halben Tag rezensiert und da gabs definitiv keine Promoplatte!!!

  • Vor 11 Jahren

    "In Rainbows" wurde vom Schwalbenmoeller rezensiert, nicht von Eddie.

    Du = monolithic fail?

    Aber ich finde die ganzen fanboys schon lustig, die sich hier auskotzen, dass jemand nicht ihre Meinung teilt. Fotzen.

  • Vor 11 Jahren

    Oh, war mir dann doch zu egal das nachzugucken, aber schön, dass du die Zeit gefunden hast, dies zu tun. Die nehmen sich aber beide eh nicht viel.

    Ich kenn das Album nichtmal, und im Grunde wäre mir die Wertung auch egal, wenn sie prinzipiell relevant wär. So wollt ich nur verdeutlichen, dass mich die Wertung nicht mal ansatzweise am Sack kratzt, dich ja anscheinend schon.

  • Vor 11 Jahren

    Na dann frag ich mich aber einmal mehr, warum die die Reviews überhaupt liest? Nur um dich hier gern aufspielst oder hast du sogar auf dem Lokus Internet und verbringst einfach zuviel Zeit auf dem Klo?

  • Vor 11 Jahren

    Ich hab die ja nichtmal gelesen, das ist ja der Spaß daran. :D

  • Vor 11 Jahren

    so ein scheiss hier - ich - du - mir - wir können uns eh alles nichts blablabla. Alle Sperrfelder Klasse 10 und nichts kommt durch ins Deppen-Universum. typisch oder?

  • Vor 11 Jahren

    Cool. Was - willst ... du uns damit(! sagen! Ja, 43 Klassenkameraden sind == wir alle??\

  • Vor 11 Jahren

    Ironischerweise scheinen manche Kritiker mit Kritik einfach nicht umgehen zu können. Denn du scheinst den Inhalt der Kritik an deinem review nicht verstehen zu wollen. Um es auf den Punkt zu bringen, kann ich mich eigentlich genau deiner Worte bedienen, die du in der Plattenkritik benutzt: "Irgendwann musste es ja so kommen. Michael Edele kann nicht all die Jahre nur gute reviews veröffentlichen, ohne dabei nicht auch mal ordentlich ins Klo zu greifen. Das ist nun also mit "Ki" passiert. Wobei ... völligen Stuss liefert der bodenständige Deutsche mit der 1839. Plattenkritik nun auch wieder nicht ab.

    Denn.. diese Platte, braucht eben drum weil sie, wie du völlig richtig erkannt hast "vollkommen anders" ist, auch eine ganz andere Herangehensweise. Genau das ist dir leider offensichtlich nicht ganz gelungen. Macht nichts. Drei Versuche hast du ja noch..