Die erste Hälfte ist geschafft. Mit "Addicted" liegt das zweite von insgesamt vier Alben vor, die Devin Townsend unter dem Banner 'Devin Townsend Project' veröffentlichen wird. Teil drei soll bereits Anfang nächsten Jahres folgen und den Härtegrad nochmal deutlich nach oben schrauben.

Naja, lassen …

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  • Vor 10 Jahren

    @laut.de (« Naja, lassen wir uns überraschen. Mussten wir mit "Addicted" ja auch tun, denn viele alte Fans halten "Ki" nach wie vor für ein recht schwaches, fast schon enttäuschendes Album. Und das nicht nur wegen der fehlenden Härte, sondern auch wegen der mitunter belanglosen Musik. »):

    Ich bin auch enttäuscht... nein nicht von der Review... ich dachte bloß Edele wäre was Musik angeht bisschen geschmackssicherer... Aber okay, nach dem Ki-Review hätte mich was anderes auch gewundert.. :)

    Also ich bin seit Accelerated Evolution nun dabei - weiß nicht, ob ich damit zu den "neuen" oder "alten" Fans gehöre. Jedenfalls hat dieses Album sehr viele helle Momente wo ich einfach vor mich hingrinsen muss und das find ich geil.

    Was das dtp angeht so hängt das einfach sehr stark damit zusammen welche musikalischen Vorlieben man selbst hat. Sofern man neben Metal mit recht poppigen/eingängigen Rythmen nichts anfangen kann, ergeht es einem wie mit Ki, wenn man mit einem recht minimalistischen Sound nichts anfangen kann.

    P.S.: Edele komm doch mal aus deiner Metal-Ecke raus und laß dich doch mal drauf ein, dann rockt dat Ding schon.. trau dich!

  • Vor 10 Jahren

    Hab mich ja schon im Band Thread unbeliebt gemacht. Aber ich finde das Album größtenteils furchtbar langweilig. Ich hab kein Problem mit den eingängigen Melodien vielmehr mit deren Umsetzung. Gerade die Produktiopn strahlt absolut kein leben aus.

    Und auf stumpfes, so in der Art von Prong abgekupfertes Riffing kann ich auch verzichten. 2/5 Punkte für einige ganz passable Ohrwürmer.

  • Vor 10 Jahren

    Zitat (« Doch die wirklich tiefgehenden, emotional bewegenden Momente sind auch auf "Addicted" relativ rar gesät. Zwar lassen sich hin und wieder durchaus Parallelen zu "Oceanmachine" ausmachen, doch "Addicted" zieht im direkten Vergleich dazu den Kürzeren. »):

    Das ist die Crux. Mit der Ehrlichkeit und der Emotionalität hat dieses aalglatte Machwerk wenig zu tun. Da kann einer noch so oft sagen "ja, das wollte er ja so, er wollte ja ne Popplatte machen". Meiner Ansicht nach ist die Mittelmäßigkeit von Addicted nicht berechnet, sondern das Resultat von Unvermögen. Schließlich hat der Mann in seiner Karriere schon mehrmals mit Pop kokettiert, und da sah das Ergebnis ungleich überzeugender aus.

    Es scheint, der gute Mann hat seinen kreativen Zenit nun endgültig überschritten. Mal sehen, was Deconstruction bringt. Hoffentlich das progressive, unberechenbare Element von früher.

  • Vor 10 Jahren

    @KNHO («

    P.S.: Edele komm doch mal aus deiner Metal-Ecke raus und laß dich doch mal drauf ein, dann rockt dat Ding schon.. trau dich! »):

    Das ist ne beliebte Methode, seine Meinung über die eines Rezensenten zu stellen, indem man sagt, er habe das rezensierte Werk nicht verstanden und/oder sei nicht aufgeschlossen genug...

  • Vor 10 Jahren

    Kann die ganzen Negativ-Aussagen nicht nachvollziehen. Das einzige was man an der Platte anlasten kann, ist das sie zu spät kommt. Wenn jetzt noch Sommer währe könnte ich mir das Grinsen garnicht mehr aus dem Gesicht wischen.
    Unehrlich? Unvermögend? Townsend ist aus der Hölle seiner eigenen Weirdness raus und mach einfach mal Gute-Laune Musik. Und das auch noch richtig gut. Bend it like Bender haut einen weg, und das zweitverwertete Hyperspace perfektioniert den besten Song von Ziltoid. Ki war schon klasse. Addicted ist besser. Townsend ist jetzt ganz anders. Ich nehm's ihm nicht übel.

  • Vor 10 Jahren

    kack dich nicht gleich ein. Der Kommentar ging nicht gegen die Meinung eines Rezensenten. Ich glaube einfach, dass das was Townsend mit seinem Projekt macht sich jeglicher Beurteilung entbehrt und entsprechend völlig ungeeignet für Rezensionen ist. Da hat Edele als Rezensent nichts falsch gemacht.. wie gesagt.

  • Vor 10 Jahren

    Ich finds knorke. 4/5 hat das Werk schon verdient.

    Die Kritik an der bassarmen keybordlastigen Produktion kann ich voll nachvollziehen, das war aber schon immer so auch bei Synchestra und Ocean Machine. Das macht die Musik nicht schlechter von der Konzeption und der Komposition, nur etwas anstrengender zu konsumieren.

  • Vor 10 Jahren

    @Catch Thirtythree («
    Zitat (« Doch die wirklich tiefgehenden, emotional bewegenden Momente sind auch auf "Addicted" relativ rar gesät. Zwar lassen sich hin und wieder durchaus Parallelen zu "Oceanmachine" ausmachen, doch "Addicted" zieht im direkten Vergleich dazu den Kürzeren. »):

    Das ist die Crux. Mit der Ehrlichkeit und der Emotionalität hat dieses aalglatte Machwerk wenig zu tun. »):

    Für diesen Quatsch hast du in dem anderen Thread schon ne lange Antwort bekommen (auch in Form eines Townsend-Zitates) und es nicht für nötig befunden, darauf zu antworten.

    Ich glaube, du hast das rezensierte Werk nicht verstanden und/oder bist nicht aufgeschlossen genug. -> Was ich übrigens nur als Antwort zu deiner "Ehrlichkeit und Emotionalität"-Aussage meine. Du kannst das Album ja gerne scheiße finden (und jeder andere auch), aber warum gleich in Frage stellen, dass der Herr Townsend das eben so wollte? Im Unterschied zu praktisch allen anderen mir bekannten Musikern macht er seine Beweggründe ja auf sehr reflektierte Weise transparent. Schon es überhaupt mit Ocean Machine vergleichen zu wollen, ist schon ein Fehler. Völlig klar, dass Ocean Machine in der Disziplin "Ocean Machine" überlegen ist.

    Und du fandest Ki und Addicted also berechenbar? Ooookaaaay...

    Übrigens: Wo seht ihr alle eine aalglatte Produktion? Habt ihr die Songs nur mit Ohrstöpseln in der U-Bahn gehört oder warum fallen euch die Details nicht auf? Aber vielleicht verstehe ich was anderes unter dem Begriff.

  • Vor 10 Jahren

    @KNHO (« Ich glaube einfach, dass das was Townsend mit seinem Projekt macht sich jeglicher Beurteilung entbehrt und entsprechend völlig ungeeignet für Rezensionen ist. »):

    Und wieso das? Weil Townsend so ein musikalischer Übergott ist? Komm mal aufn Teppich. Ich liebe ihn auch, bin aber auch in der Lage, seine Schwächen zu erkennen.

  • Vor 10 Jahren

    @Unschaf («
    Für diesen Quatsch hast du in dem anderen Thread schon ne lange Antwort bekommen (auch in Form eines Townsend-Zitates) und es nicht für nötig befunden, darauf zu antworten. »):

    Was sollte ich darauf auch antworten? Townsend schreibt, dass jeder ne subjektive Meinung hat. Bravo.

    Ich bezweifle gar nicht, dass er die Platte so gewollt hat. Das war alles genauestens durchdacht. Aber die Mittelmäßigkeit, die aus einem Konzept resultiert, das vorsieht, eine (relativ) massentaugliche Platte mit klinischer Produktion zu machen, ist ihm dabei wohl nicht aufgegangen. Pop ist ja nicht umsonst Pop.

    Aber das ist ja nicht alles. Nicht nur dass das Konzept imo nicht stimmt, weist Addicted schlicht und einfach songwriterische Schwächen auf. Daher ist es wohl rechtens zu sagen, das der Mann in jüngster Zeit qualitativ deutlich nachgelassen hat.

  • Vor 10 Jahren

    Hab ja meinen Senf auf schon zur Genüge auf im Band-Forum kund getan, aber dann halt auch nochmal hier.....

    Also Pop-Rock-Platte funktioniert die Scheibe ausgezeichnet. Überproduktion hin oder her.
    Man darf/sollte halt keine Parallelen zu den früheren Werken ziehen. "Terria" ist sowieso unerreicht, aber der eine oder andere Song auf "Addicted" hätte in ähnlicher Art und Weise auch auf "Accelerated Evolution" oder "Biomech" funktioniert.

    Und mal ehrlich, die ersten 2 Songs von Addicted rocken wieder ordentlich. Über den Rest lässt sich zanken, aber gute Hooks hat "Addicted" allemal am Start.

  • Vor 10 Jahren

    @Splatterzivi («
    Man darf/sollte halt keine Parallelen zu den früheren Werken ziehen. »):

    Warum eigentlich nicht? Die musikalischen Ergüsse von so ziemlich jedem Künstler dürfen mit den früheren Ergüssen verglichen werden. Warum soll man das bei Devin Townsend nicht dürfen?

  • Vor 10 Jahren

    @Unschaf («

    Übrigens: Wo seht ihr alle eine aalglatte Produktion? Habt ihr die Songs nur mit Ohrstöpseln in der U-Bahn gehört oder warum fallen euch die Details nicht auf? »):

    Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Auch ein Song von Rihanna kann mit allerlei Gefiepe und Chören ausgestattet sein. "Glatt" würde ich folgendermaßen umschreiben: keine Ecken, keine Kanten.

  • Vor 10 Jahren

    @Catch Thirtythree (« Nicht nur dass das Konzept imo nicht stimmt, weist Addicted schlicht und einfach songwriterische Schwächen auf. Daher ist es wohl rechtens zu sagen, das der Mann in jüngster Zeit qualitativ deutlich nachgelassen hat. »):

    Diese Meinung "darfst" du natürlich gerne vertreten. Was mich gefuchst hat ist, dass du hier schon zum zweiten Mal mit der "Ehrlichkeit" um die Ecke gekommen bist und Herrn Townsend auf die Weise aus meiner Sicht einfach das Falsche vorgeworfen hast. Nämlich nicht (nur), wie du jetzt oben geschrieben hast, dass seine Songschreiber-Qualitäten offenbar limitiert sind, sondern dass er nicht mehr ehrlich wäre und quasi "lieblose" (jedenfalls habe ich das so verstanden) Musik verklappen würde. Und ich glaube, dass man ihm mit DEM Vorwurf ziemlich Unrecht tut.

    Ansonsten finde ich persönlich die Addicted ziemlich super, wobei mich bei Numbered das recycelte Arpeggio in der Mitte stört, mich Hyperdrive schon bei Ziltoid nicht vom Hocker gehauen hat und die ich ersten beiden Songs vergleichsweise langweilig finde. Insgesamt aber geiler Sound, rockt, macht Spaß, kann ich ständig hören, ohne dass es mir auf den Keks geht. "Ih Ah" fand ich zwar "objektiv" nicht gerade besonders innovativ, aber für mich als Fan ist es einfach geil, dass Herr Townsend mal eben ne ziemlich schöne Coldplay-Ballade aus dem Ärmel schütteln kann. Und Supercrush ist einfach ein Hammer.

  • Vor 10 Jahren

    @Catch Thirtythree (« @Splatterzivi («
    Man darf/sollte halt keine Parallelen zu den früheren Werken ziehen. »):

    Warum eigentlich nicht? Die musikalischen Ergüsse von so ziemlich jedem Künstler dürfen mit den früheren Ergüssen verglichen werden. Warum soll man das bei Devin Townsend nicht dürfen? »):

    Darf man, bringt nur nichts. Es gibt halt kaum ein anderen Künstler, bei dem jedes Album so deutlich anders ist als die vorigen. Kannst es ja mal ausprobieren und "City" mit "Ocean Machine" vergleichen. Welches ist besser?

  • Vor 10 Jahren

    @Unschaf («
    Diese Meinung "darfst" du natürlich gerne vertreten. Was mich gefuchst hat ist, dass du hier schon zum zweiten Mal mit der "Ehrlichkeit" um die Ecke gekommen bist und Herrn Townsend auf die Weise aus meiner Sicht einfach das Falsche vorgeworfen hast. Nämlich nicht (nur), wie du jetzt oben geschrieben hast, dass seine Songschreiber-Qualitäten offenbar limitiert sind, sondern dass er nicht mehr ehrlich wäre und quasi "lieblose" (jedenfalls habe ich das so verstanden) Musik verklappen würde. Und ich glaube, dass man ihm mit DEM Vorwurf ziemlich Unrecht tut. »):

    Ich finde das nicht. Der Punkt ist doch: Devin Townsend macht nun mal keinen Pop. Devin Townsend macht progressiven Metal. Ich hab grundsätzlich gar nichts dagegen, wenn er Ausflüge in andere Genres macht, hat ja bislang auch meist funktioniert. Aber Pop?! Hätte er gesagt, er will ne Jazz- oder ne Unplugged-Platte machen, hätte ichs super gefunden, allein schon des Konzeptes wegen. Aber Townsend ist kein Popmusiker. Er macht keine glatten Produktionen. Das meine ich mit fehlender "Ehrlichkeit". Und wenn all das noch mit zunehmenden Ermüdungserscheinungen im Songwriting einhergeht, kann ich eben nicht anders, als enttäuscht zu sein.

    btw: Ich finde auch nicht jeden Song auf Addicted schlecht. Ich würde insgesamt zwischen 2 und 3 von 5 Punkten geben.

  • Vor 10 Jahren

    @Catch Thirtythree (« Der Punkt ist doch: Devin Townsend macht nun mal keinen Pop. Devin Townsend macht progressiven Metal. ... Aber Townsend ist kein Popmusiker. Er macht keine glatten Produktionen. Das meine ich mit fehlender "Ehrlichkeit". »):

    Lies dir nochmal durch, was du da gerade geschrieben hast. Weil du ihn in eine bestimmte Schublade gesteckt hast, bestimmst du jetzt darüber, was seine ehrlichen kreativen Ausdrucksformen sind?

    Der Punkt ist doch der, dass du dich mit einigen seiner früheren Sachen total identifizieren konntest (siehe das OM-Logo in deinem Profil) und dachtest, dass ihr beide ähnlich tickt, oder? Und weil DU nie Popmusik machen würdest und es unehrlich wäre, wenn du sowas machen würdest, glaubst du, dass er unehrlich ist, wenn er es doch macht. Ich bleibe dabei: Du hast ihn einfach falsch eingeschätzt.

  • Vor 10 Jahren

    @Unschaf («

    Der Punkt ist doch der, dass du dich mit einigen seiner früheren Sachen total identifizieren konntest (siehe das OM-Logo in deinem Profil) und dachtest, dass ihr beide ähnlich tickt, oder? »):

    naja, nicht wirklich...das ist zuviel freudianische logik ;)

  • Vor 10 Jahren

    @Catch Thirtythree (« Der Punkt ist doch: Devin Townsend macht nun mal keinen Pop. Devin Townsend macht progressiven Metal. »):

    Metal ist Pop.

  • Vor 10 Jahren

    Ich finde es gut dass Devin Leute die nach 13 Jahren noch Ocean Machine-Aufgüsse verlangen vor den Kopf stößt. Der Mann ist ein neugieriger Grenzgänger und wenn das aalglatt sein soll oder gar angepasst, dann habe ich da eine andere Vorstellung.

    Ich kenne keinen Musiker mit so großer Bandbreite von Ambient über Progressiv und ja auch Pop (den gabs schon immer > Christeen, Life, Traveller, Stagnant, Sunset) bis Heavy funckin Metal. Wenn seine Songwriting mittelmäßig sein soll dann zeigt mir Produktionen aus 2009 die Supercrush oder Numbered auch nur ansatzweise das Wasser reichen können.