laut.de-Kritik

Mehr als nur der Spirit von Black Sabbath und Down.

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So sehr man bedauert, dass Heartbreak Engines auf Eis liegen und vielleicht gar für immer in die ewigen Jagdgründe eingegangen sind, so sehr freut es mich, dass Sänger Lou und Gitarrist Syd jetzt bei Death Of A Demon weiterhin gemeinsame Sache machen.

Gemeinsam mit Lous ehemaligen The Spooks-Kumpanen an Bass und Drums sowie Cover-Artist Jan Meininghaus an der zweiten Gitarre (der natürlich das genial düstere Cover kreiert hat), widmen sich beide hier etwas metallischeren Tönen. Wobei das Eingangsriffs des ersten Songs "The Holy Name" nach dem Intro deutlich die Handschrift von Syd trägt: So hätte auch eine Heartbreak Engines-Nummer losgehen können.

Die Glocken, das düstere Ambiente und der rohe und druckvolle Sound (für den Heartbreak Engines-Drummer Rocco verantwortlich zeichnet) sprechen natürlich eine ganz andere Sprache. Apropos Sprache: Sänger Lou, der durch seine markante, eigenständige Stimme stets prägend für seine Bands war, legt die Latte gleich mal richtig hoch.

Wer sich etwa für den aktuellen Danzig-Output "Deth Red Sabaoth" wünscht, dass der Muskelzwerg endlich mal wieder zu alter Stärke aufläuft und sich auch für die alten Samhain-Sachen begeistert, liegt mit Death Of A Demon richtig. Gerade bei den lang gezogenen Schreien kommt Lou verdammt nah an den Spirit der alten Danzig und Samhain ran ("The Holy Name" oder "When The Worlds End").

Und die weitgehend lausigen Riffs und Soli eines Tommy Victor (ich spreche hier nicht von Prong, sondern ausschließlich von seiner Arbeit bei Danzig), schütteln sich Syd und Jan mit links aus dem Ärmel. Die bluesgeschwängerten Licks und Melodien von Syd könnten allerdings noch öfter zum Einsatz kommen. Da ist noch Raum nach oben.

Ein zweiter Zakk Wylde wird der Mann zwar nicht mehr, doch das Strophenriff aus "Second Class" und die großartige Southern Rock-Nummer "Resigned (To The Devil)" könnten ebenfalls aus der Feder des ehemaligen Ozzy-Klampfers stammen. Dazu noch der recht eigene Stil der alten Heartbreak Engines-Tage, und die eigenen Trademarks sind schnell vorhanden.

Wie breit gefächert der Sound des Quintetts tatsächlich ist, machen die beiden letzten Tracks deutlich. Der Spirit wie Black Sabbath oder Down ist deutlich zu spüren, wenngleich die swingende Rhythmik der Gitarren dem Ganzen den eigenen Stempel aufdrückt.

Der mit über sieben Minuten Spielzeit relativ lange Titeltrack sticht in Sachen Gitarrenarbeit besonders heraus, dominieren hier doch breitflächige Riffs, die man bei den restlichen Songs in der Art nicht findet. Da wäre ein Ansatzpunkt für die Zukunft.

Trackliste

  1. 1. Belial (Praeludium)
  2. 2. The Holy Name
  3. 3. Oblivion
  4. 4. Second Class God
  5. 5. Dominate The Serpent
  6. 6. When The World Ends
  7. 7. Resigned (To The Devil)
  8. 8. Black Eyed Woman
  9. 9. St. Georgia
  10. 10. Doomsday Euphoria

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