laut.de-Kritik

In jeder Minute huldigen die Kalifornier dem allmächtigen Riff.

Review von

Death Angel sind eine dieser Bands, vor denen man einfach Respekt haben muss - egal, was man von der Musik hält. Seit Jahren touren sie sich das Hinterteil ab, um dann vor maximal 200 Gestalten auf der Bühne zu stehen. Diese Leidenschaft hört man auch auf den Platten. Ein gutes Album reiht sich ans nächste, bisher war kein einziger Ausfall dabei. Trotzdem werden sie seltsamerweise selten genannt, wenn es um die besten Thrash-Kapellen geht.

Auch "The Dream Calls For Blood" liefert wieder gut ab - wird aber auch nicht dazu führen, dass die Kalifornier demnächst Wacken headlinen dürfen. Kein Jota weichen die fünf von ihrem klassischen Bay-Area-Sound ab. In jeder Minute huldigen sie dem allmächtigen Riff und klingend dabei so spielfreudig und frisch, als sei dies ihre erste Veröffentlichung.

Großen Anteil daran hat die wiederum knackige Produktion von Jason Suecof, der schon "Relentless Retribution" seinen Stempel aufdrückte. Aus seinen Reglern und Knöpfchen holt der Mann einen Sound, der Moderne und Tradition verbindet und schön druckvoll daherkommt. Daumen hoch dafür, dass der Bass so klar zu hören ist, eine Seltenheit im Metal.

Im direkten Vergleich fällt die neue Platte weniger glatt aus - und gefühlt einige Lichtgeschwindigkeitsstufen schneller als der mittlerweile auch schon drei Jahre alte Vorgänger. Der Titeltrack oder auch "Don't Save Me" legen zwischendurch ordentlich los, Gitarrist und Hauptsongwriter Rob Cavestany wedelt sich hier und in seinen Soloparts ordentlich einen vom Griffbrett, variiert das Tempo immer wieder innerhalb der Songs und baut etliche Breaks ein.

Einen originellen Gastauftritt wie den von Rodrigo Y Gabriela auf dem letzten Album gibt es auf der siebten Death-Angel-Scheibe nicht. (Wer's nicht kennt, unbedingt mal das Stück "Claws In So Deep" anhören.) Ruhige Intros mit Akustikgitarren lockern das Riffgewitter aber gekonnt auf. Death Angel hatten halt immer schon ein Händchen für Dynamik und kein Interesse daran, nur voll auf die Zwölf zu ballern.

Richtig Spaß in den Backen hat auch wieder Sänger Mark Osegueda. Am Ende von "Detonate" quiekt er seinen Text in die Landschaft hinaus. Gelungene Reminiszenz an die frühen Alben oder angestochene Sau? Entscheiden Sie selbst. Oseguedas Texte lassen glücklicherweise alle Klischees links liegen, kein Satanistenkram, keine ausufernden Gewaltfantasien. Angenehme Sache, gute Platte.

Trackliste

  1. 1. Left For Dead
  2. 2. Son Of The Morning
  3. 3. Fallen
  4. 4. The Dream Calls For Blood
  5. 5. Succubus
  6. 6. Execution/Don't Save Me
  7. 7. Caster Of Shame
  8. 8. Detonate
  9. 9. Empty
  10. 10. Territorial Instinct/Bloodlust

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