David Bowies Musik aus den 1970ern mit der aus den 1980ern zu vergleichen, ergibt so viel Sinn, wie einen Van Gogh einem Marvel-Comic gegenüber zu stellen. Künstlerisch spielen sie nicht ansatzweise in derselben Liga, aber Spiderman macht trotzdem jede Menge Spaß. Denn gleichzeitig ist dies eine …

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  • Vor 2 Jahren

    Mit seinen besten Stücken aus diesen fünf Jahren hätte er eine durchschnittliche Bowie-Platte machen können. Die 80er waren eine überwiegend grauenhafte Zeit für die Musik des Meisters.

  • Vor 2 Jahren

    Seine grukigsten Platten auf einem Haufen gesammelt. Alternativ kann man sich einfach die Lets Dance kaufen, und wenn man dann weiter Lust hat noch die Tonight. Spätestens dann ist es vorbei mit der Lust auf Bowie ;-)

  • Vor 2 Jahren

    ein Plädoyer pro 80er Bowie:

    Mit dem 80er-Bowie ist es ein wenig wie mit dem 80er-Miles Davis. Sein Schaffen in dieser Dekade wird unterschätzt. Obwohl sich in dieser Periode auf den Alben auch manch ein Füllsong findet, bleiben genug Nummern übrig als helle Seite des Jahrzehnts.

    Auf dem Soundtrack „Brecht's Baal“ zerrt Bowie den alten Berthold komplett in die Finsternis. Die sinistre Totenklage „The Drowned Girl“ garantiert unbedingte Gänsehaut.

    Mit “Cat People” (nur echt in der 1982er Soundtrack/12 Inch-Version; nicht die zerhackte LP-Variante von “Let’s Dance”) und dem prophetischen “Time Will Crawl” gelingen ihm zwei der besten melodischen Rockstücke aller Zeiten. “Loving The Alien” ist ein anmutiger Monolith epischen Pops. Der melancholische Protestsong “This Is Not America”, der sexy drei Minuten-Klopper “Blue Jean” (samt viertelstündigem Shortstory-Videofilm) oder das romantische “Absolute Beginners” sind allesamt Zierden ihrer Zunft. Seine einflussreiche Hymne “Let’s Dance” geriet zum Gradmesser damals zeitgenössicher Unterhaltungsmusik.

    Und mit den damals weitgehend unverstanden gebliebenen Tin Machine dekonstruiert er all dies 1989 konsequent. Mit dem Zorn des Punk und dem Weltschmerz des später folgenden Grunge tanzt er auf den Trümmern der Yuppie-Ära und feiert die Desillusion („Heaven’s In Here“, 1989).

    Schade finde ich, dass auf diesem Boxset die ultimative Version fehlt.
    “Cat People” – Full Length; eine 10 min Version – und die einzig komplette – die auf dem Soundtrack fehlt und lediglich 1982 in Australien als limitierte 12 Inch Veröffentlichung findet. Hätte hier gut ins Bild gepasst.

    • Vor 2 Jahren

      Cat People (leider nicht full length) und Baal sind und gehören ja auf die „A New Career In A New Town (1977-1982)“. Tin Machine dürfte dann ja auf der nächsten Box sein.

    • Vor 2 Jahren

      verstehe...abgesehen von dem "cat people"-einwurf war das auch eher als reaktion auf ragism gedacht. ies gibt einfach verdammt viel gutes zwisch 80 und 89.

  • Vor 2 Jahren

    China Girl ist mein absolutes Lieblingslied von David Bowie, saugeiles Stück. Ich bin aber an sich auch kein Bowie-Fan. :)