laut.de-Kritik

Techno der härteren Gangart, aber alles andere als Schranz.

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Im Rahmen der Collabs-Serie des Rotterdamer DJs und Techno-Produzenten Speedy J erscheint mit "Metalism" nun in Zusammenarbeit mit Chris Liebing ein Album unter dem Alias Collabs 3000. Zuvor hatte Speedy J unter dem Collabs-Banner bereits eine Reihe von 12inches bereits mit den Kollegen Adam Beyer, Literon, George Issikidis veröffentlicht.

Die erste gemeinsame Live-Session mit Chris Liebing fand auf dem Detroit Electronic Music Festival statt, mit Hilfe von Ableton Live, dem Auflege-Tool Final Scratch und anderen Software-Technologien. Darauf aufbauend, entwickelten Liebing und Speedy J nach und nach mit Laptop, Sampler und anderem Gerät eine komplexe Live-Performance, bei der mittlerweile sogar die Plattenspieler außen vor bleiben.

Die dabei entstandenen Ideen und Skizzen flossen als Collabs 3000 in die gemeinsame Arbeit im Studio des Niederländers ein. Techno der härteren Gangart, mit der unverkennbaren Handschrift der beiden langjährigen Produzenten. Konsequent in der Ausführung, dabei alles andere als Schranz. Geprägt von sonischen Sounds und harter Bassdrum erscheint vieles metallisch-düster und harsch. Zugleich mäandernd und energetisch treibend vermittelt das Album zeitweise sogar das Gefühl, den Lärm einer Walzstraße mitten im Stahlwerk in den Ohren zu haben.

Gerade bei "Eventide", das mit intensiver Geräuschkulisse beeindruckt. Oder "Hilt" mit im Hintergrund ausstaffierten Klängen, die gut und gerne auch aus einem Horrorstreifen stammen könnten. "Triflon" dagegen überzeugt im gefälligen Midtempo. Bis spätestens ab Track fünf denn auch merklich Tempo und Härte anziehen.

Nach der Tribal-Rhythmik und peitschenden Drums von "Tunox" macht sich bei "Acid Trezcore", der Titel kündet bereits davon, entsprechendes Gebrutzel zwischen den Tönen bemerkbar. Während perkussive Rhythmik den Track "Lava" kennzeichnet und das zweifelsohne vorhandene Potenzial der deutsch-holländischen Techno-Force in der Live-Version von "Trikco" einen weiteren Höhepunkt findet. Musik für Puristen.

Trackliste

  1. 1. Lego
  2. 2. Modish Ride
  3. 3. Triflon
  4. 4. Hilt
  5. 5. Tunox
  6. 6. Acid Trezcore
  7. 7. Cream 3
  8. 8. Eventide
  9. 9. Lava
  10. 10. Assault
  11. 11. Trikco Live

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