laut.de-Kritik

Hardcore aus Dresden - räudig und mitreißend.

Review von

Zuletzt habe ich mich relativ wenig mit Hardcore-Bands beschäftigt. Man kann wohl davon ausgehen, dass es nicht an einem Mangel an Veröffentlichungen lag, sondern eher daran, dass mein Interesse in dem Bereich eher selten neu geweckt wird.

Im Prinzip liegen die Dresdener ziemlich genau in der Schnittmenge aus Hatebreed und Terror, ballern meist im Midtempo ihre Riffs raus, die mal näher beim Hardcore, mal näher beim Metal liegen. Ihre fetten Grooves paaren sie dazu mit saftigen Gangshouts. Soweit so gewöhnlich.

Dennoch gibt es auf "The Harsh Fangs Of Life" eine Power, die einen mit jedem Durchlauf aufs Neue mitreißt und die vielen anderen Bands im Genre irgendwie abgeht.

Mit "Bite The Dust" und "Love Left Me" haben sie zwei Nummern auf dem Album, die definitiv herausstechen. Erstere, wegen den leichten Leads der Gitarre und Letztere, wegen dem vergleichsweise melodischen Gesang von Fronter Simon Krauss. Der mag zwar komplett neben der Spur sein, aber dadurch wird das Ganze noch eine Spur räudiger.

Wem das nicht reicht, der lässt sich eben vom 50-sekündigen "DTE" die Ohren frei pusten. Coldburn machenin diesen 25 Minuten bestimmt kein neue Hardcore-Revolution. Doch bis mir Hatebreed im kommenden Januar mit "The Divinity Of Purpose" die Frisur vom Kopf blasen, werd ich mit "The Harsh Fangs Of Life" noch jede Menge Spaß haben.

Trackliste

  1. 1. Losing Game
  2. 2. When The Sun Is Dreaming Quietly
  3. 3. Sons Of The Night
  4. 4. Bite The Dust
  5. 5. Love Left Me
  6. 6. D.T.E.
  7. 7. Pressure & Pain
  8. 8. A Spitedul Remark
  9. 9. Free Spirit
  10. 10. Wild Wild Away

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