laut.de-Kritik

Fear Factory-Sänger Burton C. Bell macht wie immer eine gute Figur.

Review von

Über zu viel Freizeit dürften sich weder Bassist Byron Strout, noch Sänger Burton C. Bell beschweren können. Beide sind schon seit Jahren gemeinsam bei Fear Factory aktiv und während Burton noch bei den verzichtbaren Ascension Of The Watcher und diversen Al Jourgensen-Aktivitäten dabei ist, hat auch Byron mit Zimmers Hole und zahlreichen anderen Projekten mehr als genug um die Ohren.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt werkelte Byron allerdings auch noch einige Jahre in einer Band namens Caustic Thought zusammen mit dem ehemaligen Econoline Crush-Drummer Ian White. Dort ging es musikalisch eher um alternativ-rockig angehauchte Töne und nach einer kurzen Reunion im heimischen Vancouver 2008 macht die Rumpftruppe nun unter dem Banner City Of Fire weiter. Allerdings singt nun nicht mehr Gitarrist und Produzent Terry 'Sho' Murray, sondern eben Mr. Bell.

So lange er nicht auf der Bühne singen muss, ist der Mann ja bekanntlich eine sichere Bank und so gibt es auch auf "City Of Fire" keinen Grund zu Klage - musikalisch schon gar nicht. Allerdings könnte man vom bissigen Opener "Carve Your Name" einen falschen Eindruck bekommen, denn die Nummer klingt deutlich metallastiger, als der Großteil des restlichen Albums.

Abseits davon zeigen sie ein feines Händchen für Melodien, die wie in der Single "Rising" durchaus auch Mainstream-Potenzial aufweisen. Allerdings sind weder die Songs, noch die Produktion des Albums vordergründig auf Mainstream-Publikum ausgelegt. Dazu geht das Quintett meist zu druckvoll zu Werke und auch der Sound dürfte dem gängigen Radiohörer zu sehr durch die Löffel pusten, als dass man "City Of Fire" nur nebenher hören könnte.

Zudem dringt die Scheibe mit voranschreitender Spieldauer in dunkle Sphären vor. Dies setzt besonders Burton stimmlich bei "Hollow Land" und auch dem fragilen "Dark Tides" sehr schön um. Wovon man allerdings lieber die Finger hätte lassen sollen, ist die The Cult-Coverversion. "Rain" hat für mich einen persönlichen Kultstatus und der wird hier nicht mal ansatzweise erreicht.

Trackliste

  1. 1. Carve Your Name
  2. 2. Gravity
  3. 3. Rising
  4. 4. A Memory
  5. 5. Spirit Guide
  6. 6. Coitus Interruptus
  7. 7. Hanya
  8. 8. Emerald
  9. 9. Hollow Land
  10. 10. Dark Tides
  11. 11. Rain
  12. 12. Children of the Revolution (Bonus)
  13. 13. Last Wish (Bonus)
  14. 14. Dark Tides Revisited (Bonus)
  15. 15. Rising (Video)

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