laut.de-Kritik

Alles beim Alten - und das macht die Scheibe zum Killer!

Review von

Ach ja, die neue Cannibal Corpse ist draußen. Ab in den Laden und fertig!

Wie jetzt? Was wollt ihr denn noch wissen? Glaubt ihr ernsthaft, "Evisceration Plague" klingt einen Hauch schlechter als "Kill" oder "The Wretched Spawn"? Oder meint jemand, die Florida-Krawallcombo habe ihren Sound tatsächlich irgendwie verändert?

Die neue Scheibe bleibt für Fans genauso existenziell wichtig wie für jeden Nachwuchs-Gitarristen/Bassisten, der glaubt, dass er seine Riffs schon verdammt auf dem Griffbrett hobeln kann und technisch was auf dem Kasten hat.

Was soll ich sagen? Es ist alles beim Alten geblieben - und exakt das macht die Scheibe zum Killer. Technische Präzisionsarbeit, die mittlerweile nur noch selten mit Lichtgeschwindigkeit durch die Boxen gejagt wird, ist auch angesagt. Ganz im Gegenteil, der Titeltrack kommt richtig schleppend daher, und auch "A Cauldron Of Hate" geht in den Strophen relativ langsam zu Werke. Von den Riffs her gehen beide Nummern trotzdem als absolute Nackenbrecher durch.

Nichts anderes gilt für die schnellen Stücke, wobei vor allem die kurzen "Scalding Hail" und "Beheading And Burning" viehisch über einen hinweg brettern. Ebenfalls erwähnen muss man Nummern wie "Carnivorous Swarn", das tatsächlich immer wieder wie ein Schwarm Killerwespen klingt.

Wie hat Robbie Williams mal so schön geäußert: "Swing When You're Winning". Dazu kann ich nur sagen: "Grind, when you're killing". Hundertprozentige Kaufempfehlung.

Trackliste

  1. 1. Priest Of Sodom
  2. 2. Scalding Hail
  3. 3. To Decompose
  4. 4. A Cauldron Of Hate
  5. 5. Beheading And Burning
  6. 6. Evidence In The Furnace
  7. 7. Carnivorous Swarm
  8. 8. Evisceration Plague
  9. 9. Shatter Their Bones
  10. 10. Carrion Sculpted Entity
  11. 11. Unnatural
  12. 12. Skewered From Ear To Eye

Videos

Video Video wird geladen ...

Weiterlesen

LAUT.DE-PORTRÄT Cannibal Corpse

1988 gründen Shouter Chris Barnes, die beiden Gitarristen Bob Rusay und Jack Owen, Basser Alex Webster und Drummer Paul Mazurkiewicz in Buffalo im Staate …

4 Kommentare

  • Vor 10 Jahren

    Tötet wie immer: 5/5

    Man muss dazu keine Worte verlieren. Die Kalifornier werden von Album zu Album geiler, technischer, härter, usw.. Manche schreckt das ab, mich nicht.

  • Vor 10 Jahren

    Mit Chris Barnes waren die noch geil, aber sein Nachfolger ist so ein grottiger Sänger.

  • Vor 10 Jahren

    @satanic666 (« Mit Chris Barnes waren die noch geil, aber sein Nachfolger ist so ein grottiger Sänger. »):

    Ich find den Corpsegrinder besser. Wenn man mal Barnes mit Six feet under sieht dann merkt man auch das der Kerl eigentlich gar keinen Bock mehr hat.

  • Vor 10 Jahren

    Das Dilemma schlechthin: Barnes war definitiv der bessere Grunzer, Corpsegrinder engagierter...c´est commes ca...

    Mir persönlich wäre es jedoch noch sehr recht, wenn die Herren sich lyrisch weiterentwickeln würden (siehe DEATH).
    Weg von dem ewigen Splatter - das würde der technischen Härte einen ganz anderen, neuen Glanz verleihen.

    Aber bevor man mich jetzt zerfleischt...keine Angst...das wird wohl nicht passieren.