laut.de-Kritik

Kopfhörer aufgesetzt und ab ins Planetarium.

Review von

Im vergangenen Jahr setzten Harald Blüchel und Christopher von Deylen mit dem Album "Bi Polar" ihr erstes Lebenszeichen ab. Mit den beiden haben sich zwei Elektronik-Tüftler par excellence gefunden. Blüchel, in den 90ern als Cosmic Baby einer der Technoprotagonisten, und von Deylen, in den vergangenen Jahren als Schiller Dauergast in den Charts, setzen mit ihrem zweiten gemeinsamen Album "Mare Stellaris" ihr schwereloses Sounddesign fort.

Eingebunden ist das aktuelle Album in die in diesem Jahr erstmals bei uns initierte 'langen Nacht der Sterne'. Museen und Planetarien und Deutschland, Österreich und der Schweiz luden am vergangenen Wochenende interessierte Sternengucker zu ungewöhnlich später Stunde in ihre Institutionen ein, um die Augen in den schwarzen Himmel zu richten. Harald Blüchel und Christopher von Deylen, kosmischen Klängen seit jeher zugetan, nahmen dieses Event zum Anlass und zogen sich ins Studio zurück, wo elf Tracks zwischen verträumter Schwerelosigkeit und technoider Bodenständigkeit entstanden sind.

Damit schließt Sternenmeer oder "Mare Stellaris", um in einer toten Sprache zu sprechen, nahtlos an den Vorgänger "Bi Polar", der bereits vor einem Jahr die Assoziationskette in Richtung Kosmos, Universum und Planeten davon galoppieren ließ. Der Auftakt von "Mare Stellaris" nimmt die Zuhörer sanft bei der Hand, bereitet sie auf die anstehende Sternenreise vor. "Ad Astra", zu den Sternen, ist nicht zufällig gleich zu Beginn zu finden. Sanfte Beats und typische Schiller-Melodien werden von vielschichtigen Space-Sounds umweht.

Danach gewinnt die Weltraumexkursion deutlich an Fahrt. Bei "M83" erinnert sich Blüchel seiner Veröffentlichungen als Cosmic Baby und erdet die sanft dahingleitenden Flächen mit einem straighten, doch nie aufdringlichen Technobeat. Weich gefedert fliegt man mit den beiden Raumschiffkapitänen Blüchel und von Deylen selbst in den turbulentesten Momenten und darf bei der Bassline von "Einklang" gar von Donna Summer träumen.

Wer's am letzten Wochenende nicht in eines der rund 160 Planetarien geschafft hat, kann nun mit "Stella Maris" im Gepäck Versäumtes nachholen.

Trackliste

  1. 1. Shuttle
  2. 2. Ad Astra
  3. 3. M83
  4. 4. Blick zum Himmel I
  5. 5. Mare Stellaris
  6. 6. Lied von der Erde
  7. 7. Einklang (Blüchel & von Deylen Remix)
  8. 8. Kosmologie #1
  9. 9. Parsec
  10. 10. Kontakt
  11. 11. Blick zum Himmel II

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