laut.de-Kritik

Geil! Lauter! Bier!

Review von

Ich weiß noch genau was ich dachte, als ich "Whatever Happened To My Rock'n'Roll" zum ersten Mal hörte. Geil. Lauter. Bier. Genau in der Reihenfolge. Die hingerotzte Rocknummer mit der schönsten Songzeile seit langem ("I gave my heart to a simple chord") ist eine verdammte Hymne. Auf Tonspuren gebannt von drei Amis, die ihr Debutalbum in der Hoffnung vorlegen, gleich noch eine Antwort auf ihre Frage mitzuliefern.

Hach ja, der Rock'n'Roll. Genre-Vater Mick Jagger muss sich heute Lenny Kravitz ins Studio einladen, um ihm gerecht zu werden. Doch die Jugend will die Strokes. Und vielleicht auch einen Club voller Rebellen. Denn die sehen in Lederjacken eben noch cool aus.

Eine zweite Hymne finde ich auf Albumlänge allerdings erstmal nicht. Im Vergleich zur Single schalten Peter Hayes, Robert Turner und Nick Jago einen deutlichen Gang runter und geben sich psychedelisch: "Space Is The Place" steht in den Sprechblasen der übrigen Songcharaktere groß geschrieben. Die Eigen-Produktion ist dick und trotzdem unmittelbar wie zu seligen Monster Magnet-Zeiten, auch wenn es hier natürlich nicht scheppert wie auf alten Black Sabbath-Bootlegs.

Hat man sich aber mit der Midtempo-Vorstellung abgefunden, finden sich doch noch kleine Juwelen. Das umwerfende "Love Burns" kriegt kein Mensch mehr aus dem Kopf und mit dem dunklen "Red Eyes And Tears" folgt der zweite Highlight auf dem Fuß. Die Kalifornier schichten Tonspuren wie die Weltmeister. Vier Hallgeräte für ein Hallelujah. Im vertrackten "White Palms" steckt ein kleiner Drogen-Wyndorf, ganz stark mutiert nach seltsamem Mantra-Beginn auch "Rifles". Wenn BRMC jetzt noch kleine Durchhänger ("Too Real", "Head Up High") ausmerzen und ihren Proberaum mit Lavalampen beleuchten, dann wird das alles richtig heiß. Abwarten und Bier trinken.

Trackliste

  1. 1. Love Burns
  2. 2. Red Eyes And Tears
  3. 3. Whatever Happened To My Rock'n'Roll (Punk Song)
  4. 4. Awake
  5. 5. White Palms
  6. 6. As Sure As The Sun
  7. 7. Rifles
  8. 8. Too Real
  9. 9. Spread Your Love
  10. 10. Head Up High
  11. 11. Salvation

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11 Kommentare

  • Vor 10 Jahren

    mittlerweile würde ich "baby 81"(killing the light!) als bestes album bezeichnen. danach kommt das gleichnamige debüt(white palms! rifles!), das ich als gut, wenn auch nicht herausragend empfand. aber für das erste album schon ein ganz schöner kracher. auf der anderen seite der beliebtheitsskala "take them on when your on" und ganz unten "howl", das mir bis auf "ain't no easy way" wenig gibt.

  • Vor 10 Jahren

    Howl ist meiner Meinung ein Meisterwerk, so unterschiedlich kann man das sehen. :p

  • Vor 9 Jahren

    Das Debut ist für mich auch ihr bestes Stück. Die anderen Alben fallen dann leicht ab. Jeder Song ist gut und reiht sich perfekt an. Ist auch ihr Album mit dem gewissen Psychedelic Rock und darum meine Nr. 1. 5 Punkte dafür!