Diese Tage lässt sich viel darüber lesen, was man von Billie Eilish über diese heranwachsende Generation lernen kann. Ein nachvollziehbarer Umgang, denn die Wucht, mit der die 17-jährige L.A.-Durchstarterin die U18-Crowd mit bizarren musikalischen Konzepten anzieht, wirft hier und da Bedenken auf, …

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  • Vor einem Monat

    Da passiert etwas. Die nächste Generation meldet Ansprüche an. Ja, Eilish hat ihre Familie im Rücken, aber entscheidend ist das Ergebnis: Dass auf solche Musik plötzlich Millionen von Teenagern abfahren, wäre vor 5 oder 10 Jahren beinahe undenkbar gewesen. Vor 20 Jahren hätte man Song und Video für eine Botschaft vom Mars gehalten.

  • Vor einem Monat

    Überhaupt muss man erst die Kühnheit haben, auf ein Album, das schon im Vorfeld extrem gehypt wurde, einen schwierigen Song wie "Xanny" zu packen, der nebst sehr ruhigen Strophen mit seltsamer Stimmzerhackelung im Refrain arbeitet (um nur ein Beispiel zu nennen). Hier kommt nun endlich wieder ein musikalischer Jugendtrend daher, dem ich selbst alles andere als abgeneigt bin. Würde mich nicht wundern, wenn dieses Album die nächsten Jahre der Popmusik entscheiden mitprägen wird. Persönliche Highlights sind die ersten 3 Vorab-Singles und dazu noch "Xanny" und "Ilomilo".

  • Vor einem Monat

    Sehr schön geschriebene Rezension btw.

  • Vor einem Monat

    Nö, das gesäuselte Stimmchen ertrage ich keine 3 Lieder lang... da können die Inhalte noch so gut durchdacht sein. :(

  • Vor einem Monat

    Ich hab's vor Release gesagt und ich sag's nach Release immer noch: Dieses Album ist für den Pop das, was Behemoth's "The Satanist" für den Metal war. Ein Grenzgänger, der abgestecktes Terrain sprengt, auf jegliche Konvention scheisst, inhaltliche Tabus bricht und dabei nicht gekünstelt provokativ, sondern im Gegenzug dazu absolut echt ist.

    Genau das finde ich das eigentlich faszinierende dran. Das Teil ist halt wirklich das Kid und ihr Bruder im Schlafzimmer vorm Rechner, keine konstruierte Masche, sondern - bei aller Abneigung, ich find's geschmacklich furchtbar - gruselig authentisch. Das sowas weirdes ausserdem noch Massensound der nächsten Jahre werden könnte - auf solchen Beats wie "Bad Guy" wurde vor einer Dekade noch "Tut tut tut ench amun, ja?" gesagt - setzt dem ganzen die Krone auf.

    In einer logischen Welt wäre der Bruder mit seinen eigenen Blaupausen-Popsongs und Wahnsinnsstimme berühmt und die kleine Schwester ein YouTube-Phänomen irgendwo zwischen Kunstschule und HgichT. Dass es sich umgekehrt verhält, zeigt mMn die Ironie des Internets, vielleicht aber auch den unausgesprochenen Nervtreffer einer Gesellschaft, die nach all den Jahren der Party-Palmen-Plastik - Auswürfe der Industrie davon angeekelt step by step vom konstruktiven zum destruktiven Hedonismus abwanderte. Artists vom Schlage Billie sind somit auch nur die konsequente Ausprägung der eigenen Kaputtheit, die man sich nicht traut selbst zu sein und daher projizieren muss.

  • Vor einem Monat

    Hauptsache sie rettet den Pop und lässt sich in keine Schublade stecken. Wie Charlie XOX. Und Lorde. Und Lana Del Rey. Und Sia. Und Dua Lipa. Und Ava Max. Und..

  • Vor einem Monat

    Hab heute als Reflexion mit der Befassung solch depressiver Jugendphänomene mal wieder "Fear of a blank Planet" gehört. Solltet ihr auch mal, da habt ihr zusätzlich zu suizidalen Jugendlichen auch noch gute Musik.

    • Vor einem Monat

      Musikalisch gerne, textlich fand ich das Album immer platt.

      "We're lost in the mall, shuffling through the stores like zombies. But what is the point, what can money buy?"

      :rolleyes: Gääähn...

    • Vor einem Monat

      :lol: wenns wenigstens anathema wären...aber der fucking wilson...der ist so süß, den würde ich ungefähr genau so gerne in den arsch ficken, wie ich ihn verabscheue

  • Vor einem Monat

    Album ist gut, aber dieses hochstilisieren zur Heilsbringerin, das hier teils in den Kommis stattfindet, ist dann doch etwas drüber. 4/5 passt!

  • Vor einem Monat

    Ich finde die Qualität der Songs variiert stark. Vor allem die Balladen gehen mir zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus, während Tracks wie Bury a Friend schon Hits sind. Insgesamt erinnern mich der Aufbau vieler Songs an Musical- oder Disneystücke. Das ist eher szenisch und weniger rund (Besser kriege ich es grade nicht ausgedrückt). Wenn man das jetzt in einem "Teenies hören das"-Kontext betrachtet, darf sie da gerne die neue Heilsbringerin sein, aber ich glaube nicht, dass das über seine Zeitgeist-Relevanz hinaus interessant bleibt und finde auch das allgemeine Austreasten des Feuilletons übertrieben.

  • Vor einem Monat

    Doch, cooles Album. Bei diesen ganzen Depressions- und Suizid-Andeutungen vll. sogar ein bisschen arg cool für meinen Geschmack. Habe mich zumindest noch nicht so recht entscheiden können, ob ich das wie dieser geschätzte Yannik als Spiel zwischen Zynismus und echtem Gefühl für eine der Stärken halten oder einfach ein bisschen verantwortungslos finden soll. Andererseits, wie entscheiden, ab wann es nur noch oder überwiegend Ästhetik ist (und warum wäre das dann überhaupt schlimm?). Außerdem bringt sie mit xanny ja nach meinem Verständnis auch eine ziemlich unzweideutige Nummer für mein Bausparer-Herz.

    Gut ist das Album sowieso. Dass sie den Pop hier nicht rettet oder neue erfindet - geschenkt, diese Maßstäbe setzt ja auch nicht sie in die Welt. Die 3 Nummern zum Schluss sind mir trotz netten Konzeptes irgendwie zu lahm, sonst gibts musikalisch eigentlich nix zu meckern. Schön, wenn Talent und Aufmerksamkeit mal so zusammenfallen.

  • Vor einem Monat

    Merke wenn etwas so gehypt wie aktuell Billie Eilish verdient es maximal 1 Stern.
    Aus Neugier mal reingehört.
    Okay ich nehme alles zurück 1 Stern sind 11 zuviel!