laut.de-Kritik

Die Amis covern Metallica, Queen, Pink Floyd und Smashing Pumpkins ...

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Seitdem Between The Buried And Me letztes Jahr Ende August ihr Album "Alaska" veröffentlicht haben, sind sie eigentlich ununterbrochen auf Tour gewesen. Trotzdem haben sie es zwischendrin geschafft, mal kurz in einem Studio vorbeizuschauen und dort 14 Song einzuspielen.

Allerdings handelt es sich dabei nicht etwa um neue Eigenkompositionen, sondern um ein ganzes Bündel Coverversionen, das mal mehr und mal weniger gut zündet. So was liegt meist in der Natur der Sache, doch spielt es allerdings doch eine gewisse Rolle, ob man die Songs lediglich nachspielt, oder versucht, sie ein wenig in den eigenen Bandkontext einzubauen. Zumindest in dieser Hinsicht hätte ich mir von Between The Buried And Me schon etwas mehr erwartet.

Passable Ansätze liefern sie mit Metallicas "Blackened", das von der Arbeit am Drumset her doch ein wenig mehr auffährt als das Original. Das Gegrunze von Tommy Rogers dazu ist allerdings Geschmackssache. "Kickstart My Heart" von Mötley Crüe weicht fast noch weniger vom Vorbild ab, wenn man mal vom etwas saftlosen Gesang absieht, und auch "Day I Tried To Live" von Soundgarden stehe ich etwas kritisch gegenüber, obwohl der Gesang gut bis interessant ist.

Queens "Bicycle Race" ist schon knorke genug, um im Between The Buried And Me-Kontext voll aufzugehen, und auch King Crimsons "Three Of A Perfect Pair" so abgespaced, dass man den Jungs den Song ohne weiteres abnimmt. Vor allem passt Tommys Stimme sehr gut dazu, und auch der Pink Floyd-Klassiker "Us And Them" muss als durchaus gelungen bezeichnet werden. Nur steht immer noch er Kritikpunkt, dass die Originale zu selten angekratzt oder verändert werden.

Die Smashing Pumpkins spielen die Jungs aus North Carolina ebenfalls ganz ordentlich nach und mit leichten Abzügen auch Earth Crisis und Sepultura zu. Wie sich das Original von Blind Melons "Change" anhört, vermag ich nicht zu sagen, aber das ist ne ganz ordentliche Nummer. Der Faith No More-Track "Malpractice" ist mal wieder abgedreht genug und macht auch in dieser Version richtig Spaß.

Mutiger werden sie endlich mal bei Depeche Mode und "Little Fifteen". Nicht allein wegen der Songauswahl (so weit ich weiß wurde das Teil nicht schon 1.397 Mal gecovert), sondern auch wegen der gelungenen Interpretation. Ich wünschte, das könnte ich auch über "Cemetary Gates" von Pantera sagen, doch stimmlich geht das hier gar nicht, und an das Gitarrenspiel von Dimebag Darrell kommen weder Paul Waggoner, noch Dustie Waring ran.

Als Bonus Track haben sie sich noch "Colorblind" von den Counting Crows aufgehoben. Immerhin sind sie dank der Band auf die Idee zu ihrem recht ungewöhnlichen Namen gekommen. Für Fans sicherlich ne lustige Sache, aber weit davon entfernt, ein Klassiker in der Bandhistory zu werden.

Trackliste

  1. 1. Blackened
  2. 2. Kickstart My Heart
  3. 3. The Day I Tried To Live
  4. 4. Bicycle Race
  5. 5. Three Of A Perfect Pair
  6. 6. Us And Them
  7. 7. Geek U.S.A.
  8. 8. Forced March
  9. 9. Territory
  10. 10. Change
  11. 11. Malpractice
  12. 12. Little 15
  13. 13. Cemetary Gates
  14. 14. Colorblind

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