laut.de-Kritik

Metalcore: tempo- und abwechslungsreich.

Review von

Bereits das Debüt "The Healing" zeichnete sich schon allein optisch durch ein verdammt starkes Cover sowie ein darauf abgestimmtes Fotoshooting aus. Auch "Riotology" setzt zwei Jahre später auf ein stimmiges Gesamtkunstwerk, das dieses Mal deutlich düsterer ausfällt.

Musikalisch setzen die Österreicher allerdings nach wie vor eher weniger auf ein rundes Gesamtbild, denn auch "Riotology" setzt dermaßen auf unterschiedliche und abwechslungsreiche Nummern, dass man gern mal den roten Faden verliert. Wobei die aktuelle Scheibe schon eingängiger kommt als das Debüt, das trotz guter Ansätze doch eine Spur zu zerfahren war. Was allerdings wieder nur zeigt, dass man es eh nie allen recht machen kann.

Musikalisch sind Artas nach wie vor irgendwo im Metalcore zwischen Bands wie Heaven Shall Burn, Unearth oder As I Lay Dying angesiedelt. Handwerklich und in Sachen Songwriting lassen die Jungs nichts anbrennen und haben mit Sänger Obimahan einen Knaben in ihren Reihen, der gesanglich ein enorm breites Spektrum abdeckt und sowohl im derben wie im klaren Bereich absolut überzeugt.

Probleme bereitet dem Rezensenten höchstens "The Day The Books Will Burn Again": Obimahan klingt mit dem etwas seltsamen Timbre in der Stimme ein wenig nach brünstigem Hirsch. Den Heldentenor bringt er auch bei "A Martyr's Dawn" im Chorus noch mal zum Einsatz, was der Nummer einen leicht faden Beigeschmack verpasst.

Dagegen zeichnet der Wechsel in Sachen Sprache die Platte aus. Der Großteil ist in Englisch intoniert, doch mit dem coolen "No Pasarán" gibt es wieder einen Track auf Spanisch und mit dem ebenfalls starken "Le Saboteur" auch was in französischer Sprache. Und dem Titel gemäß ist "Rassenhass" natürlich auf Deutsch.

Das Tempo des Albums ist über weite Strecken sehr hoch. Kurze Verschnaufpausen gibts allerdings mit den beiden jeweils "O5" betitelten Intermezzi. Den ebenfalls ruhigen Abschluss liefert schließlich "Surrounded By Darkness We Are Able To See The Stars".

Trackliste

  1. 1. A Journey Begins
  2. 2. Fortress Of No Hope
  3. 3. The Day The Books Will Burn Again
  4. 4. The Suffering Of John Doe
  5. 5. Rassenhass
  6. 6. O5
  7. 7. No Pasarán
  8. 8. The Grin Behind The Mirror
  9. 9. Gipfelstürmer
  10. 10. Le Saboteur
  11. 11. Mediafada
  12. 12. O5
  13. 13. Ashes Of Failure
  14. 14. Between Poets And Murderers
  15. 15. A Martyr's Dawn
  16. 16. Surrounded By Darkness We Are Able To See The Stars

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