laut.de-Kritik

Hier lauert der nächste Death Metal-Top Seller.

Review von

Auch wenn in letzter Zeit durchaus starke Alben im Bereich des melodischen Death/Thrash Metals auf den Markt kamen, so dürften es mit ziemlicher Sicherheit Arch Enemy sein, die als nächste den kommerziellen Durchbruch schaffen könnten. Zählen sie in Amiland und vor allem im asiatischen Raum schon lange zu den Top-Sellern, so könnte das nach "Anthems Of Rebellion" auch hierzulande gelingen.

Selbst wenn es nach "Wages Of Sin", dem Debüt für Sängerin Angela Gossow, tatsächlich noch Zweifler gab, die der Frau keine große Zukunft bescheinigen wollten, so wird dies nach der neuen Scheibe bestimmt keiner mehr offen äußern. Das Stimmvolumen der Frau ist wirklich außergewöhnlich und dass sie live nicht nur äußerlich eine gute Figur macht, hat sie auf den ausgedehnten Tourneen schon des öfteren bewiesen. Nachdem Angela ja erst zur Band stieß, als die Songs für "Wages Of Sin" schon alle standen, bot sich auf "Anthems Of Rebellion" jetzt auch die Gelegenheit, sich ins Songwriting einzubringen. Wie groß ihr Einfluss da tatsächlich wiegt, ist schwer zu sagen, aber das Album klingt trotz unterschiedlicher Nuancen wie aus einem Guss.

Was sich die beiden Amott-Brüder Michael und Christopher wieder an Riffs und Melodylines aus den Ärmeln schütteln, muss den Vergleich mit anderen Bands dieses Genres in keiner Weise scheuen. Viel eher dürfte es einige ungläubige Gesichter geben, wenn man sich mal auf die Feinheiten der Gitarrenarbeit konzentriert. Die beiden verstehen es perfekt, einen Mittelweg aus knallharten Riffs und melodischen Passagen zu bilden und geben damit eine Vorlage, die Frontliesel Angela perfekt verwandelt und den Songs damit noch das i-Tüpfelchen aufsetzt. Dass die beiden Instrumentals "Marching On A Dead End Road" und "Anthem" trotzdem klasse sind, muss ich wohl nicht extra erwähnen.

Anspieltipps für Ungläubige sind das hymnenhafte "We Will Rise", das treibende "Instinct" oder das knüppelharte "Despicable Heroes", das in dieser Art auch locker von Kreator stammen könnte.

Trackliste

  1. 1. Tear Down The Walls
  2. 2. Silent Wars
  3. 3. We Will Rise
  4. 4. Dead Eyes See No Future
  5. 5. Instinct
  6. 6. Leader Of The Rats
  7. 7. Exist To Exit
  8. 8. Marching On A Dead End Road (Instrumental)
  9. 9. Despicable Heroes
  10. 10. End Of The Line
  11. 11. Dehumanization
  12. 12. Anthem (Instrumental)
  13. 13. Saints And Sinners

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