laut.de-Kritik

Die W.A.S.P.-Fußstapfen werden immer kleiner.

Review von

Vor zwei Jahren hat Randy Piper mit seiner Band Animal ein wirklich gutes Album vorgelegt und damit die eher mittelklassigen "The Neon God"-Versuche seines ehemaligen Chefs geschickt ausgenutzt. Der hat auf den nachfolgenden Konzerten auch mehr gepatzt als geglänzt, während Randy mit seinem Jungs fast schon in die W.A.S.P-Fußstapfen getreten zu sein schien. Zwar hat sich Blackie mit "Detonator" erfolgreich zurückgemeldet, doch auch Animal legen mit "Virus" eindrucksvoll nach.

Darauf gibt es ein paar Nummern zu hören, die sich auf jeder W.A.S.P.-Scheibe ausgesprochen stark ausmachen würden, aber auch ein paar Sachen, die im musikalischen Umfeld eines Blackie Lawless vermutlich nicht das Licht der Welt erblickt hätten. Der Weg zu einer eigenständigen Band ist also durchaus begehbar, aber man muss es ja nicht gleich übertrieben, denken Animal wohl.

So schwimmen starke Tracks wie der Opener "Cardiac Arrest", das mit verdammt starkem Drive und echtem Chorus-Ohrwurm ausgestattete "Can't Stop" oder der erstklassige Metal-Track "Shoot To Kill" deutlich im W.A.S.P.-Fahrwasser.

Das etwas ruhigere "Don't Wanna Die" könnte zwar ebenfalls von Randys alter Truppe stammen, erinnert jedoch auch an die rockigeren Sachen eines Bon Jovi - und das ist keinesfalls negativ gemeint. Dürfte in den Staaten durchaus was fürs Radio taugen. Das gleiche trifft auf die ebenfalls langsamere und sehr hymnische Saliva-Referenz "Who's Next" zu, die über Melodien verfügt, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Das selbe kann man von "Crying Eagle" leider nicht behaupten. Hier ist nicht nur der Titel absolut cheesy, sondern ist auch der Power Metal-lastige Chorus. "Unnatural High" ist hingegen zwar keine peinliche Nummer, aber eben auch kein Meisterwerk; und ob man sich an "Zombie" von The Cranberries vergreifen muss? Fraglich. Da treffen schon Welten aufeinander... Insgesamt ist "Virus" also nicht nur für W.A.S.P.-Fans, sondern auch für Leute, die auf eine gesunde Mischung aus Hard Rock und Metal stehen. Eine Existenzberechtigung hat Randy Piper's Act auf jeden Fall.

Trackliste

  1. 1. Cardiac Arrest
  2. 2. Can't Stop
  3. 3. Don't Wanna Die
  4. 4. Crying Eagle
  5. 5. Unnatural High
  6. 6. Judgement Day
  7. 7. Who's Next
  8. 8. Zombie
  9. 9. Shoot To Kill
  10. 10. L.U.S.T.

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