laut.de-Kritik

Rewild? 90s-Britrock reborn!

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Der Hype um die Brookylner bricht los, als sie online ihre erste EP "The Infinite Fucking Cross" veröffentlichen - ein sprühendes Meisterwerk der Vielschichtigkeit gespickt mit handfesten Hit-Melodien. Das Stück bricht in alle Richtungen aus dem Korsett des Pop-Kosmos aus, ist in Sachen Eingängigkeit jedoch fest dort verankert. Eine Mischung, die gerade zu Zeiten des Neo-Indie-Hippietums um die 2008er-Durchstarter MGMT perfekt in die Erwartungen der Musikwelt passt.

Drei der Songs sind nun auch auf dem Debüt mit dem grandiosen wie trefflichen Namen "Rewild" gelandet. Die erste Single "Pump Yr Breaks" trumpft mit plusterigen Gitarren, die, gepaart mit dem Gesang, zuweilen an frühe Suede-Songs erinnern. Die wundervolle Hook lässt nicht mehr los und dreht sich wie ein Korkenzieher auch in für Psychedelika nicht so empfängliche Hirne.

Auch sonst klingen viele der Songs nach opulentem britischem Rock der Neunziger. Der Gesang und die Effekte auf "Dead Light" hingegen erinnern stark an die wundervollen Black Rebel Motorcycle Club mit etwas mehr Schwung und nicht ganz so tiefer Dunkelheit.

Hymnische Soundteppiche mischen sich mit der Rock'n'Roll-Attitüde der Band. Ein großartiges Album, das absolut nicht zum Dran-Vorbei-Hören geschaffen ist. Wer das versucht, wird voraussichtlich wahnsinnig. Also: hinhören oder bleiben lassen.

Trackliste

  1. 1. Bayonets
  2. 2. Invisible Place
  3. 3. Kankra
  4. 4. Head Dress
  5. 5. Dead Light
  6. 6. Deerripper
  7. 7. Old Tricks In Hell
  8. 8. Tha Narwhal
  9. 9. Roverfrenz
  10. 10. Smoke Bros
  11. 11. Pump Yr Brakes

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