"Don't push me 'cause I'm close to the edge", bat einst ein Vertreter einer ganz anderen musikalischen Richtung. "I'm trying not to lose my head." Alice In Chains dürften Grandmaster Flashs Balancier-Versuche entlang der Steilklippen, die das Leben zuweilen aufwirft, herzlich egal gewesen sein.

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  • Vor einem Jahr

    2019 hab ich mir vorgenommen, mehr gitarrenmusik zu hören. da es heutzutage kaum gute und interessante bands gibt, hab ich einen blick in die vergangenheit gewagt. mein persönliches fazit: 70er jahre rock ist mir irgendwie zu corny mit diesem psychedelia kram, classic rock und vielen corny lyriks. die koksverseuchten 80er gehen noch weniger klar. zu pompös, zu überladen, zu theatralisch sind die großen rockacts dieser zeit. aber die musik anfang der 90er hat es mir richtig angetan. so zeugs von den smashing pumpkins und, noch besser, dirt von alice in chains. diese schweren gitarren, diese traurige aber zugleich mitreißende stimme von layne staley und diese von schwermut befallenen texte haben es mir angetan. eigentlich ist dirt zu heavy und metallisch, um als "echtes" grungealbum durchgehen, aber layne staleys themen und seine attitüde sind für mich ganz klar grunge. diese musik ist für mich beides gleichzeitig: erdrückend und befreiend. es gibt keine filler, nur highlights. "kaputte musik", die aber auf eigenartige weise perfekt ist.
    die letzten beiden rockalben, die mich so gepackt haben, waren queens of the stone song for the deaf. soads toxicity und deftones white pony. und zu der zeit war ich noch ein angsty jugendlicher. dirt berührt und reißt mich sogar mehr mit als diese klassiker meiner jugendzeit, was ziemlich eigenartig ist. rap gibt mir derzeit nicht viel, weil ich von autotune und trap beats total übersättigt bin. nach einem mental schlauchenden arbeitstag will man doch schwere (aber keine agressiven) gitarrenriffs und "echte" stimmen hören.