Porträt

laut.de-Biographie

The T.C.H.I.K.

"Nur weil bei MySpace jemand online is, is das noch lange keine Party!", grölen The T.C.H.I.K. auf ihrem Song "Ich Hab Keinen Spaß". Keine Party? Kein Spaß? Hallo? Falsch verbunden?

Bundesvision Song Contest 2013: Kleinstes Übel Bosse
Bundesvision Song Contest 2013 Kleinstes Übel Bosse
Nach einer vierstündigen Live-Übertragung mit vielen Tiefpunkten gewinnt mit dem Songwriter am Ende das kleinste Übel.
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Mitnichten. Das zwischen vier und zehn Mitgliedern changierende Anarchie-Konglomerat aus Berlin ist mindestens so Fun-Punk wie Die Ärzte 1983 und außerdem ebenfalls aus Berlin. Allerdings komplett weiblich, weit nach 1983 geboren und mit deutlich größerer Affinität zu Elektro-Geballer, Trash-Lifestyle und Girl-Attitüde.

The T.C.H.I.K. lautet die Abkürzung für den pittoresken Bandnamen The Toten Crackhuren Im Kofferraum, der aus naheliegenden Gründen nur inoffiziell geführt wird. Auf ewig will man schließlich auch nicht "Jung, Talentlos Und Gecastet" bleiben, wie der Titel ihres im Juni 2010 erscheinenden Debütalbums feststellt.

Erstmals in Erscheinung tritt der Hühner-, pardon, Hurenhaufen Mitte 2009 im Vorprogramm der Rap-Gang K.I.Z., der sie in Sachen Kompromisslosigkeit und Berliner Schnauze-Sloganeering schnell das Wasser reichen.

Wie viele T.C.H.I.K.s man auf der Bühne antrifft, bleibt übrigens dem puren Zufall überlassen, die Chicks On Crack lieferten bereits Shows in lässiger Vierer- als auch in opulenter Neunerbesetzung ab. An guten Tagen akzeptieren sie sogar Crackboys als Gastmusiker. Ihr Ideal-meets-Deichkind-Elektropunk zündet im Sommer 2010 erstmals annähernd flächendeckend mit der Disco-Peitsche "Ich Und Mein Pony" und "Ronny & Clyde".

The T.C.H.I.K. - Mama Ich Blute
The T.C.H.I.K. Mama Ich Blute
Lyrisches Bodenturnen für frühreife Drittklässler.
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Bis zum Jahr 2012 verläuft die Karriere der Mädels wie geschmiert. Die Anforderungen des Vertriebs lockt die Gruppe allerdings in eine ungewollte Richtung, so dass sich 2013 Destiny Records meldet und das siebenköpfige Kollektiv unter Vertrag nimmt. Im Juli servieren die Crackhuren schließlich ihren neuen Longplayer "Mama Ich Blute" und tingeln mit den Songs über zahlreiche Festivals.

Dort scheiden sich an The T.C.H.I.K., wie überall, munter die Geister: Die einen feiern die Anarcho-Proleten-Riot-Grrrls, die anderen verorten den lyrischen Dünnpfiff irgendwo zwischen HGich.T und Grup Tekkan.

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